Plakatkampagne "Männer setzen Zeichen"

Plakat 'Männer setzen zeichen'Männer sind als Kunden oder Freier von Zwangsprostituierten an dem kriminellen Geschäft mit Frauen beteiligt. Deshalb entwickelte TDF die Plakatkampagne "Männer setzen Zeichen".

Durch diese Kampagne sollten Männer - ob sie nun Freier sind oder nicht - für das Thema Frauenhandel sensibilisiert werden. Denn: Ohne Nachfrage, kein Angebot. Ziel von TERRE DES FEMMES ist, dass Männer ihre Verantwortung erkennen und sich gegen kriminelle und menschenverachtende Verhältnisse deutlich positionieren.

Männer informieren sich

Per Telefonhotline, durch die Info-Broschüre "Männer setzen Zeichen" (PDF-Datei, 680 Kb), durch Handzettel und Plakate konnten sich Männer darüber informieren, was sie gegen Frauenhandel tun können und wie sie betroffenen Frauen helfen können.

Die Kampagne entstand in enger Kooperation mit Männerberatungsstellen sowie Beratungsstellen für Betroffene von Frauenhandel. Die Kampagne lief erstmals Ende 1999 in Baden-Württemberg und fand bundesweit Beachtung.

Die Reaktionen der Zielgruppe waren äußerst ermutigend. Die durchgeführte Auswertung ergab: Männer lassen sich durch die Plakate ansprechen und nehmen die Telefonhotline wahr. Sie wollen sich informieren, suchen Rat, sind bestürzt, wollen helfen.

Männer wollen helfen

Die Aktion hat gezeigt: Männer, ob Freier oder nicht, sind an Informationen zum Thema Frauenhandel interessiert. Speziell Freier haben geäußert, dass sie Gewalt ablehnen und bei entsprechender Information und Motivation ihr eigenes Verhalten in Frage stellen. Freier scheinen bereit zu sein, Frauen in Zwangsprostitution zu helfen. Aber es müssen noch viel mehr Freier und Männer handeln: Sie brauchen Information, konkrete Ratschläge, wie sie in Verdachtsfällen vorgehen können, und sie möchten anonym bleiben.

Der Erfolg in Baden-Württemberg führte dazu, dass das Hamburger Senatsamt für Gleichstellung die TERRE DES FEMMES-Kampagne im Juni 2000 ebenfalls durchführte. Zusammen mit der Tübinger Initiative Männer- und Jungenarbeit "PfunzKerle" forderte TERRE DES FEMMES die bundesweite Einrichtung einer telefonischen Hotline.