Spenden Sie für TERRE DES FEMMES! - Gemeinsam für mehr Rechte und Schutz für Opfer von Frauenhandel!

Mädchen aus unserem Partnerprojekt FLORIKA gegen Frauenhandel in Bulgarien. Foto: © Roma UnionMädchen aus unserem Partnerprojekt FLORIKA gegen Frauenhandel in Bulgarien.
Foto: © Roma Union
Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind weltweit über 4,4 Millionen Mädchen und Frauen Opfer von Menschenhandel in die sexuelle Ausbeutung. Eines der Zielländer ist Deutschland. Die meisten der Opfer stammen aus wirtschaftlich schwachen Ländern, ohne Arbeitsperspektive. Diese Situation wird von MenschenhändlerInnen gezielt ausgenutzt. Mit fiktiven Arbeitsangeboten werden die oftmals sehr jungen Frauen nach Deutschland gelockt. Sie verlassen ihre Heimat aus Verzweiflung und in dem Glauben, ihrer Not entfliehen zu können. Für viele endet der Weg in der Zwangsprostitution. Hier angekommen werden sie eingesperrt, bedroht, misshandelt und ausgebeutet.

Nur selten gelingt es den Opfern, sich aus den Zwängen des Menschenhandels zu befreien. Gelingt es ihnen und stammen sie nicht aus Europa, droht ihnen in Deutschland die Abschiebung. Nur wenn sie bereit sind, vor Gericht gegen die TäterInnen auszusagen, haben sie eine Chance, vorläufig in Deutschland bleiben zu dürfen. Ihre Aussage vor Gericht stellt aber keine Garantie dar. Dies gilt auch für minderjährige Jugendliche. Bislang hatten Betroffene aus Drittstaaten zudem grundsätzlich keinen Anspruch auf eine angemessene medizinische Versorgung oder psychosoziale Betreuung.

Seit Jahren setzt sich TERRE DES FEMMES für die Rechte und den Schutz der Betroffenen ein.

Unsere Aktivitäten im Kampf gegen Frauenhandel:

Über 36.000 Postkarten wurden an den SPD-Fraktionsvorsitzenden gerichtet.Über 36.000 Postkarten wurden an den SPD-Fraktionsvorsitzenden gerichtetIm Jahr 2013 starteten wir die Kampagne „Aufenthaltsrecht für Opfer on Zwangsprostitution: jetzt!“. Im Rahmen dieser Kampagne sammelten wir über 46.000 Unterschriften, die wir dem damaligen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich überreichten. Wir forderten ihn auf, das Aufenthaltsrecht für Opfer von Frauenhandel zu verbessern und ihnen eine ausreichende medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung zuzusichern. Im Koalitionsvertrag wurde tatsächlich eine Verbesserung des Aufenthaltsrechts angekündigt. Wir ließen nicht locker und forderten daraufhin den SPD-Fraktionsvorsitzenden Sigmar Gabriel mit einer Postkartenaktion auf, sein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag auch einzuhalten. In zahlreichen Gesprächen mit PolitikerInnen und Ministerien verleihen wir unseren Forderungen beständig Nachdruck.

Unser Einsatz zeigt Wirkung!

Künftig soll allen aussagebereiten Opfern eine angemessene medizinische Versorgung gesetzlich zugesichert werden. Auch eine oftmals unbedingt notwendige psychosoziale Betreuung soll den traumatisierten Mädchen und Frauen garantiert werden. Somit werden zwei langjährige TERRE DES FEMMES-Forderungen erfüllt! Auch in Bezug auf das Aufenthaltsrecht haben wir bereits viel erreicht. So hat die Bundesregierung einem Gesetzentwurf zugestimmt, der Betroffenen, die als Zeuginnen aussagen, ein mindestens einjähriges Bleiberecht garantiert, das auch dann nicht erlischt, wenn das Strafverfahren eingestellt wird. Dies ist ein wichtiger Schritt!

Allerdings gibt es weiterhin viel zu tun!

Straßentheateraktion am Brandenburger Tor. Foto: © TERRE DES FEMMESStraßentheateraktion am Brandenburger Tor.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Wir fordern, dass den Betroffenen ein von ihrer Aussage als Zeuginnen unabhängiges und unbefristetes Aufenthaltsrecht garantiert wird. Vor allem fordern wir, dass minderjährige Opfer von Menschenhandel aufgrund ihrer besonderen Schutzbedürftigkeit ohne Ausnahme in Deutschland bleiben dürfen. Da elementare Rechte der Mädchen und Frauen auf deutschem Boden schwer verletzt wurden, hat Deutschland eine besondere Verantwortung und Schutzpflicht gegenüber den Betroffenen. Diese kann nur durch einen sicheren Aufenthaltsstatus erfüllt werden. Zudem setzen wir uns dafür ein, dass die Opfer eine angemessene Entschädigung erhalten.

Unterstützen Sie TERRE DES FEMMES mit einer Spende, damit wir uns auch weiterhin für die Rechte und den Schutz der betroffenen Mädchen und Frauen stark machen können!

Unser Einsatz ist nur mit Ihrer Spende möglich!

 

 

Stand: 02/2015