Frauenverachtende Sendung bei Tele 5

TERRE DES FEMMES fordert den Sender auf, von der Ausstrahlung der Show „Who wants to fuck my girlfriend?“ abzusehen!

In der neuen Show des Münchner Senders Tele5 geht Kunstfigur Uwe Wöllner, gespielt von Schauspieler Christian Ulmen, der Frage „Who wants to fuck my girlfriend?" nach. Weder die Frau Uwe Wöllners noch die Christian Ulmens ist gemeint, sondern die seiner Kandidaten, die der Sender als „vergebene, erfolgreiche Männer“ beschreibt. Die beiden Männer sind reale Personen und treten gegeneinander an. Beide behaupten: „Meine Frau ist die Geilste – und alle Männer dieser Welt möchten mit ihr schlafen.“ Um diese Behauptung unter Beweis zu stellen, werden die Freundinnen der Showteilnehmer ins Cafe, ins Bordell oder auf den Straßenstrich geschickt. Gewinner der Show ist der, dessen Freundin die meisten eindeutigen sexuellen Angebote erhält. Ein Kranz, auf dem „Everybody wants to fuck my girlfriend“ steht, wird dem Sieger übergeben.

TERRE DES FEMMES fordert Tele 5 auf, von der Ausstrahlung dieser Sendung abzusehen. Unsere Forderung haben wir in einem Brief an den Senderchef Kai Blasberg gerichtet (Tele 5 TM-TV GmbH, z. Hd. Kai Blasberg, Bavariafilmplatz  7, 82031 GRÜNWALD).

 

Berlin, 07.02.2013

Sehr geehrter Herr Blasberg,

Ihre Sendung „Who wants to fuck my girlfriend?“ versteht sich als Satire. Als Satire auf Fernsehsendungen (wie  „Der Bachelor“ oder „Die Brautschau im Ausland“), die sich der Überschreitung moralischer Grenzen, frauenverachtender Praktiken, eines  sexistischen Rollenbilds bedienen. Unter dem Label „Satire“ bedient sich „Who wants to fuck my girlfriend?“ allerdings derselben Mittel, gegen die Christian Ulmen (in einem Interview im Magazin Cicero) vorgibt, satirisch vorzugehen. So unterscheidet sich in Ihrer Show der Umgang mit Frauen nicht von den Formaten, die sie eigentlich zu kritisieren vorgeben. Die vermeintliche Satire baut auf der Degradierung zweier REALER Frauen auf. Das ist keine Satire, das ist Frauenverachtung!

In „Who wants to fuck my girlfriend?“ werden Frauen auf niedrigstem Niveau diskriminiert. Frauen, die hier ausschließlich als Sexualobjekte ge- und behandelt werden, werden von ihren Freunden auf die Straße geschickt. Je mehr sexuelle Angebote der Frau gemacht werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Freund am Ende als Gewinner dasteht. Das Machtverhältnis ist klar definiert. Mann verfügt über ein Machtmonopol innerhalb der Beziehung, Mann schickt seine Frau auf den Strich, Mann steckt seine Frau ins Bordell, Mann gewinnt den Wettbewerb, der von Männern initiiert, von Männern geleitet, von Männern beurteilt und von Männern, wie Ihnen, dem Senderchef Kai Blasberg, als unablässig komisch beurteilt werden. So sagen sie: „Ich schäme mich zu Tode: ich habe unablässig gelacht.“

Herr Blasberg, wir schämen uns mit Ihnen! Und fordern Sie auf, diese Show nicht auszustrahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Christa Stolle, Geschäftsführerin




Frauenverachtende Sendung bei Tele 5. TERRE DES FEMMES fordert den Sender auf, von der Ausstrahlung der Show „Who wants to fuck my girlfriend?“ abzusehen!

 

In der neuen Show des Münchner Senders Tele5 geht Kunstfigur Uwe Wöllner, gespielt von Schauspieler Christian Ulmen, der Frage „Who wants to fuck my girlfriend? nach. Weder die Frau Uwe Wöllners noch die Christian Ulmens ist gemeint, sondern die seiner Kandidaten, die der Sender als „vergebene, erfolgreiche Männer“ beschreibt. Die beiden Männer sind reale Personen und treten gegeneinander an. Beide behaupten: „Meine Frau ist die Geilste – und alle Männer dieser Welt möchten mit ihr schlafen.“ Um diese Behauptung unter Beweis zu stellen, werden die Freundinnen der Showteilnehmer ins Cafe, ins Bordell oder auf den Straßenstrich geschickt. Gewinner der Show ist der, dessen Freundin die meisten eindeutigen sexuellen Angebote erhält. Ein Kranz, auf dem „Everybody wants to fuck my girlfriend“ steht, wird dem Sieger übergeben.

 

TERRE DES FEMMES fordert Tele 5 auf, von der Ausstrahlung dieser Sendung abzusehen. Unsere Forderung haben wir in einem Brief an den Senderchef Kai Blasberg gerichtet (Tele 5 TM-TV GmbH, z. Hd. Kai Blasberg, Bavariafilmplatz  7, 82031 GRÜNWALD).

 

Berlin, 07.02.2013

 

Sehr geehrter Herr Blasberg,

 

Ihre Sendung „Who wants to fuck my girlfriend?“ versteht sich als Satire. Als Satire auf Fernsehsendungen (wie  „Der Bachelor“ oder „Die Brautschau im Ausland“), die sich der Überschreitung moralischer Grenzen, frauenverachtender Praktiken, eines  sexistischen Rollenbilds bedienen. Unter dem Label „Satire“ bedient sich „Who wants to fuck my girlfriend?“ allerdings derselben Mittel, gegen die Christian Ulmen (in einem Interview im Magazin Cicero) vorgibt, satirisch vorzugehen. So unterscheidet sich in  Ihrer Show der Umgang mit Frauen nicht von den Formaten, die sie eigentlich zu kritisieren vorgeben. Die vermeintliche Satire baut auf der Degradierung zweier REALER Frauen auf. Das ist keine Satire, das ist Frauenverachtung!

 

In „Who wants to fuck my girlfriend?“ werden Frauen auf niedrigstem Niveau diskriminiert. Frauen, die hier ausschließlich als Sexualobjekte ge- und behandelt werden, werden von Ihren Freunden auf die Straße geschickt. Je mehr sexuelle Angebote der Frau gemacht werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Freund am Ende als Gewinner dasteht. Das Machtverhältnis ist klar definiert. Mann verfügt über ein Machtmonopol innerhalb der Beziehung, Mann schickt seine Frau auf den Strich, Mann steckt seine Frau ins Bordell, Mann gewinnt den Wettbewerb, der von Männern initiiert, von Männern geleitet, von Männern beurteilt und von Männern, wie Ihnen, dem Senderchef Kai Blasberg, als unablässig komisch beurteilt werden. So sagen sie: „Ich schäme mich zu Tode: ich habe unablässig gelacht.“

 

Herr Blasberg, wir schämen uns mit Ihnen! Und fordern Sie auf, diese Show nicht auszustrahlen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Christa Stolle, Geschäftsführerin