Fahnenaktion 2019

Am 25. November 2016 setzen Frauen mit der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ ein deutliches Zeichen. Foto: © Andrea Katheder Am 25. November 2016 setzen Frauen mit der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ ein deutliches Zeichen. Foto: © Andrea Katheder

Auch 2019 wird TERRE DES FEMMES den 25. November, den Internationalen Gedenk- und Aktionstag  „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ zum Anlass nehmen, ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen.

Seien auch Sie wieder dabei und unterstützen Sie uns bei unserem diesjährigen Schwerpunktthema:

#sexistunbezahlbar: Für eine Welt ohne Prostitution!

Prostitution ist Gewalt. Sex kann man nicht kaufen. Männer wollen kein NEIN hören, und kaufen sich in der Prostitution ein JA. Das kann nicht sein! TERRE DES FEMMES setzt sich seit langem für die sexuelle Selbstbestimmung aller Frauen ein. Die Strafrechtsreform „NEIN heißt NEIN“ im Jahr 2017 war hier schon ein wichtiger Fortschritt, es bleibt aber noch einiges zu tun. Prostitution ist kein selbstbestimmter, einvernehmlicher Sex, sondern bedeutet, dass Männer sich den Zugang zum Körper einer Frau erkaufen.

TERRE DES FEMMES kritisiert das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Der Versuch durch die Registrierung von Prostituierten und andere Regularien Prostitution „sicher“ zu machen kann nur fehlschlagen. Wir setzen uns gegen dieses System ein, aber für die Frauen in der Prostitution.

TERRE DES FEMMES fordert die Einführung des Sexkaufverbots nach nordischem Modell in Deutschland. Das Europäische Parlament unterstützt diese Forderung seit 2014. Sexkäufer müssen dafür belangt werden, dass sie Frauen sexuell ausbeuten. Prostituierte dürfen in nicht kriminalisiert werden., sondern für sie müssen Ausstiegsprogramme finanziert werden.

Mädchenhandel in Deutschland – Aufklärung und Prävention dringend nötig!

Unser Infoflyer zur Loverboy-Methode. Illustration: Joanna Broda/Mona KakanjAls Fortführung der Mädchenkampagne 2018-2020 setzt TERRE DES FEMMES dieses Jahr ebenfalls einen Fokus auf die Prävention von Mädchenhandel hier in Deutschland. Durch die Loverboy-Methode werden Mädchen und junge Frauen zur Prostitution gezwungen. Sogenannte „Loverboys“ sind Männer, die einem Mädchen oder einer jungen Frau eine Liebesbeziehung vorspielen. Kontaktaufnahme findet meist über das Internet statt, ähnlich wie bei Cybergrooming für Kinderpornographie oder sexuellen Missbrauch. Nachdem der Loverboy die Mädchen von Familie und FreundInnen isoliert und in die emotionale Abhängigkeit manipuliert, zwingt er sie dann in die Prostitution. Gefährdet sind Mädchen aus allen sozialen „Schichten,“ die im Internet unterwegs sind. Das ist mittlerweile fast jede, und darum ist Aufklärung so wichtig. 

TERRE DES FEMMES prangert die Lücken im Hilfesystem für Betroffene von Mädchenhandel an. Es gibt immer noch keine spezialisierten Schutzeinrichtungen für minderjährige Betroffene von Menschenhandel.

Lassen sie uns den diesjährigen Aktionstag am 25. November gemeinsam nutzen, um diese wichtigen Themen an die Öffentlichkeit zu bringen und Frauen vor Ausbeutung und Gewalt durch Prostitution und Mädchenhandel zu schützen.

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