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Datum:
11.10.2022  STATUS
Ort:
Louise-Schroeder-Saal, Rathaus Schöneberg, (EG gegenüber vom Haupteingang), John-F.-Kennedy-Platz
Adresse:
10827 Berlin-Schöneberg

Femizide sind die extremste Form der Gewalt gegen Frauen, nämlich der Mord an Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Die Veranstaltung an prominentem Ort beleuchtet blutige Tatsachen. Femizid – der Begriff macht Frauenmorde als kulturübergreifendes Phänomen sichtbar. Unabhängig von Bildung, sozialer Schicht, Religion und Nation nehmen Femizide weltweit zu.

Häufig sind die Täter die Expartner, die die Frauen auch nach einer Trennung als ihr Territorium betrachten. Es ist ein globaler Krieg gegen Frauen. Diese Morde müssen aus dem Privaten in die politische und gesellschaftliche Öffentlichkeit geholt werden. In den Medien wird der geschlechtsspezifische Mord an einer Frau noch viel zu oft als „Beziehungstat“, „Familientragödie“ oder „Ehedrama“ abgetan und dadurch verharmlost. Dabei sind es gezielte Tötungen von Frauen, weil sie Frauen sind: Es sind Femizide!

Das Credo muss heißen: Femizide erkennen, benennen, verhindern.

Femizide zu verhindern heißt die allgemeine Gewalt gegen Frauen zu verhindern. Welche Schritte sind dafür erforderlich? Aufklären über geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt, das Bewusstsein in der Gesellschaft schärfen für das Ausmaß an Gewalt gegen Frauen, umfassend beraten, Polizei und Justiz schulen, die Täter effektiv und konsequent verfolgen und anklagen, die Istanbul Konvention vollständig umsetzen und Geld in die Hand nehmen. Die Schritte sind also bekannt. Doch warum werden sie nicht gegangen? Wie lässt sich eine Gesamtstrategie entwickeln?

http://femizide.org/maximale-macht-mord/

Darüber diskutieren wir in der Veranstaltung Femizide: Maximale Macht Mord am 11. 10. 2022,
dem Internationalen Mädchentag, auf dem Podium und mit dem Publikum.

Zu Gast sind:

Jara Streuer, Juristin, Mitglied im Deutschen Juristinnenbund
Thilo Cablitz, Pressesprecher der Polizei Berlin
Prof. Dr. Godula Kosack, Vorstandsvorsitzende von Terre des Femmes
Svenja Beck, Überlebende zweier Femizid-Versuche, Lohn- und Finanzbuchhalterin, Netzwerkerin
Politikerinnen, Künstlerinnen, Mädchen einer 11. Schulklasse und feministische Aktivistinnen

Moderation: Simone Schmollack, Autorin und Ressortleiterin der taz-Regie/taz.de

Idee, Konzept und Umsetzung des Work-in-Progress-Projekts:
Marion Fabian, Klang- und Konzeptkunst
femizide.org
akustische-stolpersteine.de
www.marionfabian.de
xtraelectra.de

akustische_stolpersteine_3.0

Pressereferentin: Rita Preuß, Tel: 0179-495 17 43, preuss-rita7.1@t-online.de

Die Veranstaltung wird von der Dezentralen Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg gefördert.

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