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Datum:
13.11.2019  STATUS
Zeiten:
11:30-13:00
Veranstaltungsort:
Brandenburger Tor/Pariser Platz
Ort:
Berlin
VeranstalterInnen:
TERRE DES FEMMES e.V. und Prof. Dr. Kristina Wolff (Initiatorin der Petition SaveXX – Stoppt das Töten von Frauen)

Am Mittwoch 13.11.2019 findet eine Aktion mit Prof. Dr. Kristina Wolff (Initiatorin der Petition SaveXX – Stoppt das Töten von Frauen https://www.change.org/saveXX) mit Unterstützung von TERRE DES FEMMES statt, um ein Zeichen gegen Femizide in Deutschland setzen.

Für die Aktion werden mindestens 144 Teilnehmerinnen benötigt, um stellvertretend die 144 Frauen darzustellen, die bisher 2019 in Deutschland brutal ermordet wurden (laut Zählung von Prof. Dr. Kristina Wolff). Die Teilnehmerinnen werden jeweils ein Schild tragen mit den Details einer der ermordeten Frauen. Wenn möglich, sollten die Frauen außerdem schwarze Kleidung anziehen. Jede Frau wird eine Handfläche rot bemalt bekommen, welche als "Stoppzeichen" in die Luft bzw. nach vorne gehalten werden soll. Zusätzlich legen im Anschluss alle Frauen im Gedenken an die Verstorbenen eine Kerze nieder.

Lassen Sie uns gemeinsam an einem Strang ziehen und kommen Sie am 13.11. um 11:30 Uhr zum Pariser Platz am Brandenburger Tor und helfen Sie uns ein Zeichen zu setzen, um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen!

WIR BITTEN SIE UM EINE KURZE RÜCKMELDUNG PER MAIL, WENN SIE TEIL DER AKTION SEIN WOLLEN:

Lewamm Ghebremariam
Kontakt: deutschland@change.org

oder

Vanessa Bell (TERRE DES FEMMES)
Kontakt: gewaltschutz@frauenrechte.de

Hintergrundinformationen:

Fast täglich wird eine Frau auf Grund ihres Geschlechts in Deutschland ermordet. Während auf internationaler Ebene offen über Femizide diskutiert wird und die öffentliche Debatte in vielen Ländern (vor allem in Lateinamerika) bereits zu Strafrechtsreformen sowie Präventionsinitiativen auf nationaler Ebene geführt hat, will die deutsche Bundesregierung noch nicht einmal den Begriff definieren.

Laut Definition der WHO sind Femizide durch hierarchische Geschlechterverhältnisse motivierte Morde an Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts.

Frau Prof. Dr. Kristina Wolff fordert seit Januar 2019 auf der Kampagnenplattform Change.org mit einer Petition eine statistische Erfassung, Auswertung und Publikation der Daten zu Femiziden, eine entsprechende Gesetzgebung, sowie umfassenden Schutz gefährdeter Frauen.

Es reicht nicht aus, Gewalt gegen Frauen an Gedenktagen oder bei besonders brutalen Fällen kurzfristig zu thematisieren. Gewalt gegen Frauen betrifft uns alle und wir sind alle gefragt Femizide endlich auf die öffentliche und politische Agenda in Deutschland zu bringen.