17 - Sex ist ausverkauft

1. Alle 3 Antworten sind richtig (A-C). In Deutschland ist Prostitution seit 2002 legal, daher sind Prostituierte hier bereits entkriminalisiert. TERRE DES FEMMES will, dass das auch in Zukunft so bleibt. Frauen sollen nicht auch noch dafür bestraft werden, dass sie sich in Zwangslagen befinden und keine Alternativen sehen.

Zudem müssen Ausstiegsprogramme finanziert und entwickelt werden, um Prostituierten tatsächliche Alternativen zur Prostitution zu bieten. Sie müssen bereitstehen, bevor das Sexkaufverbot eingeführt wird, und für alle Prostituierten in Deutschland zugänglich sein, d.h. auch für EU-Bürgerinnen und Bürgerinnen aus Drittstaaten.

Sexkaufende schaffen durch ihre Nachfrage nach käuflichem Sex den Markt für Prostitution und sexuelle Ausbeutung durch Menschenhandel. Das Sexkaufverbot will Sexkaufende bestrafen. Auch Dritte, wie Zuhälterinnen, sollen nicht mehr von der Prostitution Anderer profitieren dürfen.

Durch das Sexkaufverbot wird Prostitution nicht plötzlich verschwinden, aber das ist bei Gesetzen gegen Diebstahl und Mord auch nicht der Fall. Trotzdem ist es aus Sicht von TERRE DES FEMMES wichtig, dass der Staat Gesetze erlässt, die diese Straftaten sanktionieren. Gesetze haben eine normative Wirkung. Seit Einführung des Sexkaufverbots in Schweden 1999 wird Sexkauf dort auch zunehmend gesellschaftlich geächtet.

2. 8 Länder weltweit haben das Sexkaufverbot bereits eingeführt: Schweden (1999), Norwegen und Island (2009), Kanada (2014), Nordirland (2015), Frankreich (2016), Irland (2017) und Israel (2018).