13 - Ware Mensch

1. In Deutschland sind 89 % der von Menschenhandel Betroffenen weiblich (Europäische Kommission 2018). Von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung sind Frauen und Mädchen sogar zu 94,8 % betroffen (BKA 2019).

In einem Zusatzprotokoll zur Konvention gegen transnationale organisierte Kriminalität aus dem Jahr 2000 – auch Palermo-Protokoll genannt – haben die Vereinten Nationen Menschenhandel auf drei Ebenen definiert: Handlung, Mittel und Zweck. Menschenhandel bedeutet laut Palermo-Protokoll die Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder Aufnahme von Personen (Handlung) durch die Androhung oder Anwendung von Gewalt, aber auch durch andere Formen der Nötigung, durch Entführung, Betrug, Täuschung und Machtmissbrauch (Mittel). Die Ausbeutung von Menschen ist dabei immer das Ziel von Menschenhandel (Zweck). Menschenhandel schließt u.a. Zwangsprostitution, Zwangsarbeit, Ausbeutung durch Bettelei, illegale Organentnahme, Zwangsheirat und Kinderhandel zu Adoptionszwecken ein. Weltweit sind von 1.000 Menschen rund 6 Erwachsene und 4 Kinder von Menschenhandel betroffen.

2. Beispiele: Amnesty International, Human Rights Watch, TERRE DES FEMMES, terre des hommes, Reporter ohne Grenzen, Internationale Liga für Menschenrechte.