11 - Ziellos

1. 6 von 7 (Ausnahme: F). 55 von 160 Unternehmen (34 %) gaben 2020 die Zielgröße 0 Frauen im Vorstand an. Bei diesem Tempo wäre die Gleichstellung im Top-Management erst in 100 Jahren erreicht.

Anfang September 2020 saßen in den 30 Dax-Konzernen insgesamt 23 weibliche Managerinnen mit im Vorstand. Anfang September 2019 waren es allerdings noch 29. 11 Dax-Konzerne hatten keine einzige weibliche Führungskraft im Vorstand. Im internationalen Vergleich ist Deutschland bei der Gleichberechtigung im Top-Management weit abgeschlagen. Bei den 30 größten deutschen Unternehmen lag der Frauenanteil im Vorstand 2020 bei gerade einmal 12,8 % – in den USA dagegen bei 28,6 %, also mehr als doppelt so hoch. In nur 9 von 160 deutschen Unternehmen (6 %) sitzen mind. 2 weibliche Managerinnen im Vorstand. Dagegen ist das in 97 % der US-amerikanischen und 87 % der französischen Topkonzerne der Fall (AllBright-Stiftung 2020).

2. Beispiele: Angela Merkel, Indira Ghandi, Annalena Baerbock, Malu Dreyer, Sanna Marin, Kamala Harris, Jacinda Ardern

Obwohl mit Angela Merkel am 22.11.2005 zum ersten Mal eine Frau ins Kanzlerinnenamt einzog, liegt Deutschland hinsichtlich der politischen Repräsentanz von Frauen allein schon im EU-Vergleich hinten. Laut Kürschner Volkshandbuch beträgt der Frauenanteil des im September 2021 neu gewählten Deutschen Bundestags 34,8 %. In der Vergangenheit hatte er bereits höher gelegen, 2013 z.B. bei 37,3 %. Lediglich für die Parteien Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke sitzen mehr Frauen im Parlament als Männer: 69 zu 49 bzw. 21 zu 18. Besonders eklatant ist die Diskrepanz zwischen weiblichen und männlichen Abgeordneten bei der CDU/CSU: 46 zu 150, der FDP: 23 zu 69 und der AfD: 11 zu 72. Schweden weist im Vergleich einen Frauenanteil von 47 % im Parlament auf und selbst südeuropäische, geschlechterkonservativere bzw. traditionell enger mit der katholischen Kirche verbundene Länder wie Spanien mit 44 % und Portugal mit 40 % liegen noch weit vor Deutschland.