2 - Analphabetismus

1. UN-Angaben zufolge sind 473 Millionen Analphabetinnen weltweit weiblich (61 %). Daran hat sich die letzten 20 Jahre fast nichts geändert. Haben Mädchen keinen Zugang zu Bildung, wird ihre Benachteiligung verfestigt. Studien zeigen, dass alphabetisierte Frauen gesünder leben, mehr verdienen und größere Entscheidungsmacht in ihren Haushalten haben. Die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat mal gesagt: Ein Kind, eine Lehrkraft, ein Stift und ein Buch können die Welt verändern .

Weltweit gehen rund 132 Millionen Mädchen nicht zur Schule – 34,3 Millionen im Grundschul-, 30 Millionen im Mittelschul- und 67,4 Millionen im Oberschulalter. Nur 39 % der Mädchen, die weltweit auf dem Land leben, besuchen eine weiterführende Schule. In 44 % aller Länder weltweit herrscht keine Geschlechterparität in der Sekundarstufe 1.

Insgesamt gibt es der UN zufolge 796 Millionen Analphabetinnen (männlich und weiblich) weltweit. Die meisten nicht alphabetisierten Menschen leben in Subsahara-Afrika. In Deutschland gelten nach einer Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2011 rund 7,5 Millionen Erwachsene (14 % der erwerbsfähigen Bevölkerung) als funktionale Analphabetinnen. Das heißt, sie können zwar Buchstaben, Wörter und einzelne Sätze lesen und schreiben, haben jedoch Mühe, einen längeren zusammenhängenden Text zu verstehen.

2. Beispiel: Mia und Charlotte;

Differenz: 6 Buchstaben.