Sexuelle und reproduktive Rechte

Unterstützung für Betroffene

Pro Familia Bundesverband e.V.

Pro Familia bietet Beratungsstellen für Betroffene.

Arbeitskreis Frauengesundheit (AKF)

Der AKF hat ÄrztInnen und ExpertInnen nach Postleitzahl gelistet, um Kontaktaufnahmen zu erleichtern.

Familienplanungszentrum Berlin Balance

Das Familienplanungszentrum Balance bietet Beratungsangebote in verschiedenen Bereichen rund um reproduktive Selbstbestimmung an.

Medical Students for Choice Berlin

Medical Students for Choice bietet Informationsmaterial für Deutschland, Österreich und die Schweiz an.

Doctors for C hoice Germany e.V.

Doctors for Choice Germany e.V. bietet Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen an.

AWO

Die AWO bietet lokale Beratungsstellen an, die einfach über die Postleitzahl zu finden sind.

Bundesärztekammer

Die Bundesärztekammer bietet eine Liste an mit allen aufgeführten ÄrztInnen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Sie kann auch nach Postleitzahl sortiert werden.

Informationsquellen

Wir möchten Ihnen hier eine Übersicht über weitere Quellen für Informationen zum Thema Reproduktive Rechte anbieten.

Literatur

Biografien und Autobiografien

Hänel, Kristina: Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer „Abtreibungsärztin“

Argument Verlag, Hamburg 2019, 240 Seiten.

Groult, Benoîte : Meine Befreiung. Autobiographie. Bloomsbury, Berlin 2009, 271 Seiten.

 

Sachliteratur (deutsch)

Vogelsang, Andrea (Pseudonym Kristina Hänel): Die Höhle der Löwin. Geschichten einer Ärztin über Abtreibung, Ulrike Heimer Verlag, Frankfurt am Main 2018, 218 Seiten.

UNFPA/Deutsch Stiftung Weltbevölkerung: Unfinished Business Reproduktive Rechte und Entscheidungsfreiheit für alle. Weltbevölkerungsbericht 2019, 108 Seiten.

PDF der Kurzfassung: TDF Server Daten/Dokumentationsstelle/DigiArchiv/A_Reproduktive_Rechte/2019_SRHR_an_essential_element_of_UHC_SupplementAndUniversalAccess_27-online.pdf

Millar, Erica: Happy Abortions - Mein Bauch gehört mir - noch lange nicht

Wagenbach Verlag, Berlin, 2018, 224 Seiten.

Achtelik, Kirsten: Für Föten und Werte. Die „Lebensschutz“-Bewegung in Deutschland.

In: Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt. Herausgegeben von Juliane Lang, Ulrich Peters. Marta Press, Hamburg 2018, Seite 117 -138.

Krolzik-Matthei, Katja: § 218. Feministische Perspektiven auf die Abtreibungsdebatte in Deutschland,
unrast transparent Verlag, Münster, 2015, 80 Seiten.

Sanders, Eike; Jentsch, Ulli; Hansen, Felix: „Deutschland treibt sich ab“. Organisierter „Lebensschutz“, christlicher Fundamentalismus, Antifeminismus unrast transparent Verlag, Münster, 2014, 98 Seiten.

Diehl, Sarah (Hrsg.): Deproduktion. Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext,

Alibri Verlag, Aschaffenburg, 2007, 256 Seiten.

Gerstendörfer, Monika: „Im Namen des Volkes“? – Der Paragraph 218. Abtreibungsrecht. Brennspiegel der Rolle der Frau in der Gesellschaft. In TERRE DES FEMMES-Rundbrief 3/1993, Seite 15 – 21. PDF

 

Sachliteratur (englisch)

UNFPA : Sexual and Reproductive Health and Rights: An essential element of universal Coverage. Nairobi summit on ICPD25 – Accelerating the promise. November 2019, 48 Seiten.

Zur vollständigen PDF unter:

https://www.unfpa.org/featured-publication/sexual-and-reproductive-health-and-rights-essential-element-universal-health

FEMM committee; European Parliament : Sexual and reproductive health rights and the implication of conscientious objection.

October 2018, 128 Seiten

Zur vollständigen PDF unter:

https://eurogender.eige.europa.eu/system/files/post-files/eige_icf_sexual-and-reproductive-health-rights.pdf

The Lancet Commissions : Accelerate progress – sexual and reproductive health and rights for all: report of the Guttmacher-Lancet Commission. In: Lancet 2018 Vol. 391, pp.2642–2692.
https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736%2818%2930293-9

Medien

Filme

Never Rarely Sometimes Always, Spielfilm von Eliza Hittman, USA 2020

Pro Life – Abtreibungsgegner auf dem Vormarsch, Dokumentarfilm Frankreich 2017

Birthright: A War Story, Dokumentarfilm USA 2017
https://www.birthrightfilm.com/

 

Videos

Finger weg von meinen Abtreibungsrechten , ARTE 2020

Abtreibung: Diese Pakete retten Leben , ARTE 2020

Fotografie: Die Strafbarkeit von Abtreibungen , ARTE 2019

 

weitere aktive Netzwerke

Seit dessen Gründung 2012 ist TDF Mitglied im Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung . Das Bündnis ist ein Zusammenschluss verschiedener feministischen und allgemeinpolitischen Gruppen, von Beratungsstellen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien sowie Einzelpersonen.

Neben Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit organisiert das Bündnis unter anderem Proteste gegen den jährlich stattfindenden, bundesweiten “Marsch für das Leben”, der von christlichen FundamentalistInnen organisiert wird.

 

Streicht §219a

streicht 219a jetztStreicht §219a! Damit ungewollte Schwangere die Informationen bekommen, die sie brauchen.

Paragraf 219a verbietet ärztliche Informationen.

Der Paragraf 219a besagt, dass Ärztinnen und Ärzte nur öffentlich machen dürfen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen, aber nicht öffentlich über den Ablauf, die Methoden oder mögliche Risiken informieren dürfen. Tun sie es doch, droht eine hohe Geld- oder eine Gefängnisstrafe.

Fachfremde Personen hingegen dürfen Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen öffentlich teilen.

Der Paragraf trifft ungewollt Schwangere besonders hart. Die Situation, in der sie sich befinden, ist ohnehin psychisch belastend. Hinzu kommt, dass sie sich nicht uneingeschränkt über die Möglichkeiten eines Schwangerschaftsabbruchs informieren können. Seriöse ärztliche Informationen und Aufklärung zu Schwangerschaftsabbrüchen, den Methoden und möglichen Risiken müssen für Betroffene frei zugänglich sein. Nur so können sie eine selbstbestimmte Entscheidung treffen.

Teile, was ÄrztInnen verboten ist

Jede fachfremde Person darf über Schwangerschaftsabbrüche informieren, ÄrztInnen, die die Abbrüche durchführen, aber nicht. Das führt dazu, dass viele falsche Informationen im Netz kursieren. TERRE DES FEMMES setzt sich für freie und sachliche Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen ein und fordert: Streicht 219a.

Machen auch Sie mit! Im Rahmen unserer Kampagne Streicht 219a! fordern wir alle dazu auf, fundierte Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zu teilen. Alle können überall mitmachen: Am Arbeitsplatz, in Vereinen und im privaten Umfeld.

Alle Informationen zur Kampagne, sowie weitere seriöse Informationen über Schwangerschaftsabbrüche findest du auf www.streicht219a.jetzt

Forderungen

Wir haben unsere Forderungen nach den Bereichen Schwangerschaftsabbruch und Leih- bzw. Mietmutterschaft differenziert.

Forderungen zum Thema Schwangerschaftsabbruch

  • die ersatzlose Streichung der Paragrafen 218/219 aus dem Strafgesetzbuch und des Paragrafen 12 aus dem Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SchKG), in dem eine Mitwirkung der ÄrztInnenschaft an einem Schwangerschaftsabbruch freigestellt ist.

  • uneingeschränkten Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch nach freier Entscheidung der Frau; geregelt durch das Berufsrecht basierend auf dem hippokratischen Eid

  • kostenlose, qualifizierte und freiwillige Beratungsangebote bei ungewollter Schwangerschaft;

  • auf dem Stand der medizinischen Entwicklung orientierte Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs und Wahlfreiheit bezüglich der Methode;

  • wohnortnahe, flächendeckende, kostenlose Versorgung als medizinische Basisleistung der Krankenkassen;

  • Ausbau des Angebots an unabhängigen Beratungsstellen zur Verhütung, Vorsorge und Schwangerschaft;

  • kostenlose Verhütungsmittel und kostenlose Abgabe der „Pille danach“ sowie einen gleichberechtigten Zugang zu Informationen und Leistungen für Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete;

  • Verpflichtung aller medizinischen Fakultäten und Ärztekammern zur Integration theoretischer und praktischer Inhalte in der Frage des Schwangerschaftsabbruchs in Studium und FachärztInnenausbildung;

  • sowie die Wiedereinrichtung voll ausgestatteter Lehrstühle für Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an allen Universitäten;

Schauen Sie sich auch unser detailliertes Positionspapier zum Thema Schwangerschaftsabbruch (PDF-Datei) an.

Forderungen zum Thema Leih- bzw. Mietmutterschaft

  • Keine Legalisierung jeglicher Form von Mietmutterschaft, weil sie die Würde der Frau und des Kindes verletzt

  • Effektive Maßnahmen der Bundesregierung, um zu verhindern, dass deutsche StaatsbürgerInnen Mietmütter im Ausland beauftragen

  • Einsatz der Bundesregierung auf internationaler Ebene, um im Rahmen der Menschenrechtsinstrumente, die Ausbeutung von Frauen als Mietmütter wirksam zu unterbinden.

Kinder und die Körper der Frauen dürfen keine Ware werden. Zu diesem Zweck soll die Bundesregierung für eine internationale UN-Konvention zur Abschaffung dieser Praxis einsetzen

Schauen Sie sich auch unser detailliertes Positionspapier zum Thema Leih- bzw. Mietmutterschaft (PDF-Datei) an.

Unser Engagement

unser engagementSeit Vereinsgründung 1981 setzt sich TERRE DES FEMMES dafür ein, dass Frauen selbstbestimmt über Sexualität und Mutterschaft entscheiden können.

Am 28. September ist der Internationale Tag zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Dies ist für TDF Anlass, sich im Rahmen von Aktionstagen und -wochen für sexuelle Selbstbestimmung einzusetzen und auf unsere Forderungen aufmerksam zu machen.

TERRE DES FEMMES fordert die Ersatzlose Streichung von Paragraph 218 und 219a aus dem Strafgesetzbuch, um die sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung der Frau gewährleisten zu können.