Internationale Kooperationen

Internationale Zusammenarbeit

 

TERRE DES FEMMES unterstützt weltweit Frauenorganisationen in ihrem Engagement für Frauenrechte. Wie bei unserer Inlandsarbeit stehen hier die gleichen Schwerpunktthemen im Vordergrund: der Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung, gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution, gegen Zwangsheirat und Gewalt im Namen der Ehre sowie Aktivitäten zur Verbesserung von Gewaltschutz für Mädchen und Frauen. TERRE DES FEMMES arbeitet zurzeit mit zehn verschiedenen Frauenorganisationen zusammen. Es sind Selbsthilfegruppen von Frauen für Frauen, lokale Fraueninitiativen und Frauenrechtsorganisationen, die ihre Aktivitäten auf der Graswurzelebene umsetzen.

Aktueller Flyer der Internationalen Kooperationen (PDF-Datei)

Neben unseren Partnerorganisationen, mit denen wir längerfristig gemeinsame Projektarbeit umsetzen, haben wir auch weitere interessante Fraueninitiativen durch kurzfristigere Kooperation oder einmalige Aktionen unterstützt.

Weitere interessante Projekte

YAKA-KOOP, Türkei – Schutz vor Gewalt im Namen der Ehre

  • Übersicht

  • Hintergrund

  • Projektaktivitäten

  • Erfolge

  • Unterstützung

  • Weitere Informationen

„Frühe Verheiratung ist Gewalt!“ Gülmay Gümüshan, Gründerin und Vorsitzende YAKA-KOOP. Foto: © Dr. Necla Kelek  „Frühe Zwangsverheiratung von Mädchen ist Gewalt!“
Gülmay Gümüshan, Gründerin und Vorsitzende YAKA-KOOP.
Foto: © YAKA-KOOP

Projektgebiete: Provinz Van im Südosten der Türkei und ihre gleichnamige Hauptstadt

Wird von TDF unterstützt seit: 2014

Zielgruppe: Mädchen und Frauen, die von Früh- und Zwangsverheiratung oder anderer Gewalt betroffen oder bedroht sind und in ökonomischer Abhängigkeit leben

Projektaktivitäten:

  • Aufklärungsarbeit zu Frauenrechten, Gewaltschutz, Familienplanung und Sexualität
  • Rechts- und psychologische Beratung zu Früh- und Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre
  • Anwaltliche Vertretung und weitere Unterstützung bei Gerichtsverfahren wegen geschlechtsspezifischer Gewalt
  • Bildungsangebote für Mädchen und Frauen, z.B. Alphabetisierungskurse, Fortbildungen in der Textilproduktion und Gastronomie, Studienberatung
  • Unterstützung beim Vertrieb der hergestellten Textilien, um Wege in die finanzielle Unabhängigkeit zu eröffnen

Projektgründerin/Leiterin: Gülmay Gümüshan

Projektflyer: TERRE DES FEMMES-Projektflyer (PDF-Datei)

Kontakt: Ehrenamtliche Projektkoordinatorinnen Dr. Necla Kelek und Dilek Okur (tuerkei@frauenrechte.de) oder
TERRE DES FEMMES-Referat Internationale Zusammenarbeit (iz@frauenrechte.de)

Hintergründe und Projektbeschreibung

Die aktuelle Frauenrechtslage in der Türkei: Grund zur Sorge

YAKA-KOOP bei einer Demonstration gegen Gewalt an Frauen. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP bei einer Demonstration gegen Gewalt an Frauen. Foto: © YAKA-KOOPGewalt gegen Frauen innerhalb der Familie ist in der Türkei ein großes Problem. 61 Prozent der Bevölkerung halten Gewalt nach einer Studie der Kadir Has Universität Istanbul (2018) sogar für das größte Problem von Frauen in der türkischen Gesellschaft.

In einer Umfrage der Hürriyet Daily News gaben 34 Prozent der Männer an, häusliche Gewalt sei unter Umständen akzeptabel. Eine Karte der Journalistin Ceyda Ulukaya, die Frauenmorde in der Türkei sichtbar macht, veranschaulicht das Ausmaß an geschlechtsspezifischer Gewalt: Zwischen 2010 und 2018 wurden rund 2.000 Frauen getötet. Auch die Herkunft der Betroffenen und ihre Beziehung zum Täter wurden erfasst. 50 Prozent der Frauen wurden von ihrem Ehemann oder Freund ermordet, sehr häufig, weil sie sich scheiden lassen oder trennen wollten. Frauenmorde nehmen außerdem zu: Im Jahr 2017 fielen 409 Frauen einem Feminizid zum Opfer, 2018 waren es bereits 477 Frauen.

AktivistInnen prangern an, dass Männer, die häusliche Gewalt ausüben, oft nur milde Strafen erhalten und dass die Regierung patriarchale Strukturen eher festigt als aufbricht. ExpertInnen des Europarats kritisierten jüngst, dass Vergewaltigung in der Türkei oft und sogar bis in hohe politische Ämter als „Fehler der Frauen“ angesehen werde. Unter diesem „völlig verzerrten Verständnis von Gewalt“ liefen die Betroffenen Gefahr, weiterer Gewalt ausgesetzt zu sein. Journalistinnen wie Cigdem Toprak berichten, dass Frauen im Zuge des „reaktionären Rollback“ unter der Regierungspartei AKP zunehmend beschimpft, bedroht und angegriffen werden, weil sie Shorts tragen oder in anderer Weise nicht dem propagierten Frauenbild entsprechen.

Frauenrechtsaktivistin und Juristin Hülya Gülbahar beobachtet, dass die Regierung unabhängigen Frauenrechtsorganisationen das Leben immer schwerer macht. 2019 verboten die Istanbuler Behörden sogar den traditionellen Protestmarsch zum Frauentag. Frauen, die doch demonstrierten, begegnete die Regierung mit Tränengas und Gummigeschossen. AktivistInnen bleiben nichts desto trotz sichtbar und kämpften u.a. gegen Erdoğans Präsidialreform, nicht ohne Folgen. Im November 2016 mussten rund 375 NGOs schließen. Gülsüm Kav, die Vorsitzende von "We will Stop Femicides", sprach im Deutschlandfunk von einer alarmierenden Lage in Südostanatolien, wo auch Van liegt. Trotz der großen Nachfrage mussten viele Frauenorganisationen ihre Arbeit dort einstellen. Kurz darauf habe dann häufig KADEM ein Büro eröffnet, eine regierungsnahe Frauenorganisation, die ein konservatives Familienbild vertritt. Auch politisch sind Frauen in der Türkei unterrepräsentiert: 2018 erreichte die Anzahl weiblicher Abgeordneter im Parlament ein historisches Hoch mit 103 von 600 Sitzen, rund 17 Prozent.

Die Situation von Mädchen und Frauen in Van

Die Risiken und Folgen von Frühehen werden vielen Eltern erst bei Hausbesuchen bewusst.“ Foto: © YAKA-KOOPDie Risiken und Folgen von Frühehen werden vielen Eltern erst bei Hausbesuchen bewusst. Foto: © YAKA-KOOPDie Stadt Van, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Südosten der Türkei, zählt etwa 400.000 überwiegend kurdische EinwohnerInnen. Viele von ihnen sind aufgrund des kurdisch-türkischen Konflikts in den 80er Jahren aus ländlichen Regionen in die Stadt abgewandert. Die Gesellschaft ist stark patriarchal geprägt, es herrschen traditionelle Vorstellungen von Familie und Geschlechterrollen. Das Prinzip der „Ehre“ spielt nach wie vor eine große Rolle. Oft wird die Ehre des Mannes am Verhalten seiner Frau gemessen. Dies führt nicht selten zu gewalttätigen Übergriffen auf Mädchen und Frauen innerhalb der eigenen Familie. Rund 42 Prozent der Mädchen und Frauen aus der Region, die über 15 Jahre alt sind, haben schon Gewalt in ihren Familien erlebt (siehe Dr. Necla Kelek, Bittersüße Heimat, KiWi Köln, 2008, ab S. 117). Fast jedes dritte türkische Mädchen (UNICEF 2016) und bis zu 42 Prozent der Mädchen in Ost- und Südostanatolien (Hacettepe-Universität Ankara 2011) werden minderjährig verheiratet. Gerade in ländlichen Gegenden werden Geburten oft mit großer Verzögerung oder gar nicht registriert. Dies begünstigt Frühehen, da Mädchen bei der rückwirkenden Beantragung einer Geburtsurkunde als älter angegeben werden können. Mit einer Frühverheiratung endet in fast allen Fällen die Schullaufbahn.

Die ohnehin schwierige Lage von Mädchen und Frauen in der Türkei wird in der Projektregion durch Bildungsbenachteiligung und kaum vorhandene Arbeitsmöglichkeiten für Frauen zusätzlich verschlechtert. Mädchen werden oft nur wenige Jahre zur Schule geschickt. Frühe Zwangsverheiratung ist ein großes Problem. Im stark von Landwirtschaft und Viehzucht geprägten Van arbeiten die meisten Frauen ohne eigenen Lohn für die Familie. Oft befinden sie sich in einem lebenslangen Abhängigkeitsverhältnis zu Partner oder Familie und der Weg in die wirtschaftliche Eigenständigkeit bleibt ihnen versperrt. Physischer, sexualisierter und psychischer Gewalt sind sie vor diesem Hintergrund schutzlos ausliefert.

YAKA-KOOP: Die erste Frauenorganisation in Van

Dorfälteste und -Vorsteher sind wichtige Partner bei der Aufklärungsarbeit. Foto: © YAKA-KOOPDorfälteste und -Vorsteher sind wichtige Partner bei der Aufklärungsarbeit. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP (S.S. Yasam Kadin Cevre Kültür ve isletme Kooperatifi, zu Deutsch: Empowerment von Frauen und Frauenkooperative) wurde 2002 von 25 Frauen als erste Frauenorganisation in Van gegründet. Sie ist eine von wenigen politisch unabhängigen Organisationen in der Türkei. Durch Beharrlichkeit, Verlässlichkeit und eine klare Positionierung gegen Gewalt an Mädchen und Frauen hat YAKA-KOOP das Vertrauen der Menschen in der Region gewonnen und ist zu einer gefragten Kooperationspartnerin von zivilgesellschaftlichen Verbänden und Behörden, wie dem Schul- und Gesundheitsamt, geworden.

 

 

 

 

Van, Standort von YAKA-KOOP

Karte Türkei: © http://www.landkartenindex.de

Projektaktivitäten von YAKA-KOOP

Rechtliche und psychologische Unterstützung für Frauen

Mit rechtlicher Beratung und Unterstützung vor Gericht machen viele gewaltbetroffene Mädchen und Frauen ihre Rechte geltend. Foto: © TERRE DES FEMMESMit rechtlicher Beratung und Unterstützung vor Gericht machen viele gewaltbetroffene Mädchen und Frauen ihre Rechte geltend. Foto: © TERRE DES FEMMES

YAKA-KOOP bietet verschiedene Beratungen für Frauen in Not an. Es gibt eine Rechtsberatungsstelle, die Frauen über ihre Rechte in Fällen von häuslicher und sexualisierter Gewalt, Gewalt im Namen der Ehre oder Früh- und Zwangsverheiratung aufklärt und sie bei juristischen Schritten unterstützt. YAKA-KOOP vermittelt betroffenen Frauen auch kostenfreie anwaltliche Vertretung für ein Gerichtsverfahren. Häufig tritt YAKA-KOOP in Prozessen als Nebenklägerin auf, um Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt größeres Gewicht zu verleihen und Straffreiheit von Tätern vorzubeugen.

Zudem können Frauen in Not bei YAKA-KOOP psychologische Beratung in Anspruch nehmen. Auch Informationen zu Gesundheitsschutz und Familienplanung werden in Umlauf gebracht. Außerdem organisiert YAKA-KOOP Aufklärungsseminare für Töchter und Mütter.

 

Finanzielle Unabhängigkeit durch Ausbildung

Mit dem Verkauf eigener Textilien bereiten die Frauen ihren Weg in die finanzielle Unabhängigkeit . Foto: © Dr. Necla KelekMit dem Verkauf eigener Textilien bereiten die Frauen ihren Weg in die finanzielle Unabhängigkeit . Foto: © Dr. Necla KelekManche Familien halten ihre Töchter von Bildung fern, damit sie Aufgaben im Haushalt übernehmen oder ihnen in der Landwirtschaft zur Hand gehen. Während sie zum Beispiel ihre Geschwister beaufsichtigen oder Feldarbeit verrichten, können die Mädchen keine Bildungsangebote wahrnehmen. YAKA-KOOP sucht Familien in der Region Van zu Hause auf, um sie davon zu überzeugen, wie wichtig ein Schulbesuch und -Abschluss für Mädchen ist. Damit Mädchen und Frauen der Weg in die finanzielle Unabhängigkeit und in ein selbstbestimmtes Leben geebnet wird, unterstützt YAKA-KOOP zudem mit Bildungsangeboten: Neben Alphabetisierungskursen können Frauen seit 2002 auch an beruflichen Aus- und Fortbildungen, z.B. zur Teppichweberin oder Köchin, teilnehmen. Auch berät YAKA-KOOP Schulabsolventinnen kostenfrei zu ihrem weiteren Studien- oder Berufsweg.

Die Mädchen und Frauen, die in Weben, Stickerei und Nähen ausgebildet werden, können in Textilwerkstätten arbeiten, die in Van und einigen Dörfern eingerichtet wurden. Die fertigen Produkte werden auf gemeinsam organisierten Märkten verkauft. So sind die Frauen direkt an der Vermarktung beteiligt und nicht auf Zwischen-HändlerInnen angewiesen. Der Verkauf der eigenen Produkte ermöglicht den Frauen ein eigenes Einkommen.

Für Frauen, die im Zuge des Syrien-Kriegs oder anderer Krisen in der Region nach Van geflüchtet sind, bietet YAKA-KOOP bedarfsorientiert Gesundheitskurse an.

Aufklärungs- und Kampagnenarbeit

Caterer machen mit Berufskleidung auf ihren Einsatz gegen „Kinderehen“ aufmerksam. Foto: © YAKA-KOOPCaterer machen mit Berufskleidung auf ihren Einsatz gegen „Kinderehen“ aufmerksam. Foto: © YAKA-KOOPIm Rahmen der Kampagnen „Kinderbräute – NEIN!" und „Sag NEIN zu Gewalt gegen Frauen!" leistet YAKA-KOOP umfassende Aufklärungsarbeit. Flyer, Informationsbroschüren und Plakate wurden erstellt und in der ganzen Region verteilt, vor allem an MultiplikatorInnen der Hochzeitsindustrie wie FriseurInnen, Caterer und MusikerInnen.

Seit 2014 veranstaltet YAKA-KOOP jedes Jahr Malwettbewerbe mit anschließender Plakataktion in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung. SchülerInnen und StudentInnen setzen sich dabei künstlerisch mit den Schwerpunktthemen Frühehen und Gewalt gegen Frauen auseinander. Drei Gewinnerbilder werden prämiert und auf Leinwänden großflächig an belebten Plätzen und Straßenkreuzungen der Stadt ausgestellt, um so die gesamte Bevölkerung zu sensibilisieren.

Mit ihrer Aufklärungsarbeit möchte YAKA-KOOP speziell Schulen und Dörfer erreichen, um sowohl bei Mädchen selbst als auch in ihren Herkunftsgemeinden ein Problembewusstsein für Frühehen und geschlechtsspezifische Gewalt zu schaffen und sie langfristig zu verhindern. YAKA-KOOP organisiert regelmäßig Informationsveranstaltungen auf dem Land, an denen auch WortführerInnen wie Imame und Dorfälteste teilnehmen. YAKA-KOOP macht zudem gezielt Hausbesuche bei Familien, um über Geschlechtergleichheit und Gewalt gegen Frauen aufzuklären.

 

 

Erfolge des Projekts

In Seminaren informiert YAKA-KOOP über Frauenrechte und Gewaltschutz. Foto: © YAKA-KOOPIn Seminaren informiert YAKA-KOOP über Frauenrechte und Gewaltschutz. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP hat sehr erfolgreich eine öffentliche Debatte zum Thema Frühverheiratung in Gang gebracht. Durch die erstmalige Ausrichtung einer Großveranstaltung gegen Frühverheiratung und eine fortlaufende Kampagne zum Thema in fast 100 Dörfern konnte breite mediale Aufmerksamkeit erzeugt werden. Dorfvorsteher und -Älteste, Imame und die wichtigsten Dienstleister aus der Hochzeitsbranche konnten ins Boot geholt werden und setzen sich nun gezielt und sichtbar gegen Frühverheiratung ein.

  • Rund 500 Mädchen und Frauen in Not lassen sich jedes Jahr von YAKA-KOOP beraten und die Nachfrage ist ungebrochen.
  • 2018 konnte YAKA-KOOP durch Nebenklägerschaft und Kooperation mit relevanten Behörden und Medien in mindestens sieben Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt einen der Straftat und Beweislage angemessenen Prozessausgang erwirken.
  • Mit Bildungsberatung und Fortbildungsprogrammen ermöglicht YAKA-KOOP jährlich ca. 400 Mädchen und Frauen persönliche Erfolge und langfristig finanzielle Unabhängigkeit.
  • Über 1.000 SchülerInnen und StudentInnen haben mit ihren Gemälden bereits öffentlich auf Frühverheiratung und häusliche Gewalt aufmerksam gemacht.
  • 2018 nahmen ca. 350 Menschen an Seminaren zu Frauenrechten, Gleichberechtigung und Gewaltprävention teil oder wurden durch Hausbesuche erreicht.

YAKA-KOOP hat sich als wichtige und verlässliche Anlaufstelle für Anfragen rund um die Schwerpunktthemen Früh- und Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre etabliert: Immer mehr Menschen und Behörden suchen den Rat der Organisation.

Veranstaltungsreihe und Bilderausstellung zu Früh- und Zwangsverheiratung

Großflächig plakatiertes Gewinnerbild gegen Frühehen in Van. Foto: © YAKA-KOOPGroßflächig plakatiertes Gewinnerbild gegen Frühehen in Van. Foto: © YAKA-KOOPTERRE DES FEMMES führte im März 2017 in Berlin, Hamburg, Bonn und Köln eine Veranstaltungsreihe zu Früh- und Zwangsverheiratung in der Türkei und Deutschland durch. Dabei wurde auch die Arbeit von YAKA-KOOP vorgestellt. In Podiums- und Diskussionsveranstaltungen an Schulen, in Behörden und bei Stiftungen konnten ca. 1.000 Menschen auf das Thema Früh- und Zwangsverheiratung aufmerksam gemacht werden.

Seit April 2018 ist die Bilderausstellung „Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“ – 21 Gemälde aus den Malwettbewerben von YAKA-KOOP in Van und 5 Informationstafeln - auf Deutschlandtour. Die Ausstellung wird u.a. von Frauenzentren, Behörden, Schulen, Jugendzentren und TDF-Städtegruppen in ca. 30 verschiedenen Städten gezeigt. Werfen Sie gerne einen Blick in unseren Terminkalender, wenn Sie die Ausstellung besuchen möchten. Für Leihanfragen kommen Sie bitte auf uns zu.

 

Aktiv werden & Spenden

Auf dem Land setzt sich YAKA-KOOP besonders für Mädchenbildung und -Selbstbestimmung ein. Foto: © YAKA-KOOPAuf dem Land setzt sich YAKA-KOOP besonders für Mädchenbildung und -Selbstbestimmung ein. Foto: © YAKA-KOOPAuch in Zukunft benötigt YAKA-KOOP finanzielle Unterstützung für:

  • die rechtliche und psychologische Beratung von Mädchen und Frauen.
  • die anwaltliche Vertretung und Unterstützung von gewaltbetroffenen Mädchen und Frauen vor Gericht.
  • die Bildungsangebote und den Ausbau der Einkommen schaffenden Maßnahmen.
  • Aufklärungs- und Informationskampagnen zu Frauenrechten, Gewaltschutz, Gesundheit und Sexualität.
  • Veranstaltungen, Seminare und Hausbesuche zu Früh- und Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre.

Unterstützen Sie YAKA-KOOP mit einer einmaligen Spende oder spenden Sie regelmäßig und werden Sie FörderIn!

Sie können auch mit dem Stichwort „Türkei“ auf folgendes Konto spenden:

EthikBank
BIC GENODEF1ETK
IBAN DE35 8309 4495 0103 1160 00

 

Weitere Informationen

Flyer

Jahresberichte

Jährlich veröffentlichen die ehrenamtlichen Projektkoordinatorinnen einen Bericht für die Mitfrauenversammlung von TERRE DES FEMMES über die Projektaktivitäten von YAKA-KOOP:

Reiseberichte

Öffentlichkeitsarbeit für YAKA-KOOP in Deutschland

 Sehen Sie sich einen Porträtfilm über die Arbeit von YAKA-KOOP in der osttürkischen Provinz Van an:

 Yaka Koop video 2018

Weitere Informationen erhalten Sie bei 

TERRE DES FEMMES e.V.
Brunnenstr. 128, 13355 Berlin
Tel: 030 - 40 50 46 99-0
E-Mail: Kontaktformular

 

 

 

BHUMIKA Women's Collective, Indien – Anlaufstelle für Frauen in Not

  • Übersicht

  • Hintergrund

  • Projektaktivitäten

  • Erfolge

  • Unterstützung

  • Weitere Informationen

Als Frau in Indien gewaltfrei und selbstbestimmt leben können - dafür kämpft BHUMIKA Women's Collective. Foto: © BHUMIKA Women's CollectiveEin selbstbestimmtes und freies Leben – dafür kämpft BHUMIKA Women's Collective.
Foto: © BHUMIKA Women's Collective

Projektgebiet: Hyderabad im Bundesstaat Telangana

Wird von TDF unterstützt seit: 2016

Zielgruppe: Von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffene Mädchen und Frauen

Projektaktivitäten:

  • In Polizeistationen integrierte Beratungsstellen zur rechtlichen und psychologischen Unterstützung von gewaltbetroffenen Mädchen und Frauen
  • Hilfe-Telefon für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen
  • Durchführung von Seminaren für PolizistInnen, RichterInnen und AnwältInnen
  • Aufklärungs- und Präventionsarbeit
  • Lobbyarbeit auf politischer Ebene

Projektgründerin: Kondaveeti Satyavati

Projektflyer: TERRE DES FEMMES-Projektflyer (PDF-Datei)

Kontakt: Ehrenamtliche Projektkoordinatorin Patricia Maag (indien@frauenrechte.de)
oder TERRE DES FEMMES-Referat Internationale Zusammenarbeit (iz@frauenrechte.de)

Hintergründe und Projektbeschreibung

Die Situation der Frauen in Indien - Zeiten des Umbruchs

Das BHUMIKA Women's Collective macht gegen Gewalt an Frauen mobil. Foto: © Gina Rumsauer.Das BHUMIKA Women's Collective macht gegen Gewalt an Frauen mobil. Foto: © Gina Rumsauer. Das vergangene Jahrzehnt hat Indiens Frauenstimmen in Politik, Wirtschaft und Kultur, im öffentlichen Leben in Städten, aber auch auf dem Land lauter werden lassen. Gleichzeitig sind nur 11,6 Prozent der Sitze im indischen Parlament an Frauen vergeben. Lediglich 39 Prozent der Frauen haben einen Sekundarschulabschluss – versus 63,5 Prozent der Männer (Index für Geschlechterungleichheit, UNDP 2018). 

Ob eine Frau ein selbstbestimmtes und freies Leben führen kann, hängt stark von ihrer Religions- und Kastenzugehörigkeit, ihrer sozialen Schicht, ihrem Bildungsgrad und dem ihres Umfelds ab. Da zwei Drittel der Menschen in Indien Teil der Landbevölkerung sind, die häufig keinen vergleichbaren Zugang zu Bildung haben wie Menschen in der Stadt, ist ein Großteil der Frauen nach wie vor abgeschnitten von emanzipatorischen Bewegungen.

Parallel zur Entwicklung in Indiens Metropolen sind traditionell patriarchalische Strukturen weiterhin fest im Leben und Denken der Menschen verankert. Dazu gehört u.a. die patrilokale Familienordnung. Traditionsgemäß verlässt die Frau nach der Heirat die eigene Familie und gehört fortan zur Familie des Ehemanns. Den eigenen Verwandten ist sie damit von wenig Nutzen. Diese Ordnung hat weitreichende Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wert, der Frauen zugeschrieben wird, und trägt zur strukturellen Diskriminierung von Frauen bei:

  • Der Wunsch nach Söhnen führt zur gezielten Abtreibung weiblicher Föten.
  • Da die Arbeit der Ehefrau „im Haus“ ist, wird bei Mädchen weniger Wert auf Bildung gelegt.
  • Der Brauch der Mitgift führt zu sogenannten Mitgiftmorden durch die Familie des Ehemanns, die durch eine weitere Heirat erneut Geld und/oder Güter erhalten kann.
  • In der Familie des Ehemanns nimmt die Frau zunächst die unterste Stufe in der Familienhierarchie ein und ist gewalttätigen Übergriffen der angetrauten Verwandtschaft daher schutzlos ausgesetzt.

Auch außerhalb der Familie sind Schutzräume für Frauen selten. Ein internationaler Aufschrei, der die prekären Verhältnisse für Frauen in Indien anprangert, erfolgte zuletzt nach der tödlichen Vergewaltigung einer jungen Studentin im Dezember 2012. Auch in Indien sorgte der Vorfall für großes Entsetzen und bewirkte, dass die öffentliche und private Sicherheit von Frauen zunehmend in den Fokus landesweiter Debatten rückte.  

Seitdem eingeführte Schutzmaßnahmen und Reformen zeigen allerdings kaum Wirkung: 2018 wurde Indien von der Thomson Reuters Stiftung wegen des hohen Risikos von sexueller Gewalt noch vor Afghanistan und Syrien, die die Plätze 2 und 3 belegen, als gefährlichstes Land für Frauen weltweit eingestuft.

Diskrepanz: Starkes Strafrecht, schwache Umsetzung

Strukturelle Diskriminierung findet sich in allen Lebensphasen von Frauen wieder. Foto: © TERRE DES FEMMESStrukturelle Diskriminierung findet sich in allen Lebensphasen von Frauen wieder. Foto: © TERRE DES FEMMES2012 richtete die Regierung Schnellgerichte ein, die die Täter rascher und konsequenter bestrafen sollen. Anfang 2013 wurde das indische Sexualstrafrecht verschärft: der Begriff der Vergewaltigung ist seitdem nicht mehr an die Anwendung von Gewalt oder konkrete Drohungen gekoppelt, sondern allein an das fehlende Einverständnis der Frau. Das Gesetz zum Schutz vor häuslicher Gewalt bietet Frauen ungeachtet ihres Familienstands, also auch außerhalb der Ehe, Rechtssicherheit bei körperlicher oder psychischer Gewalt.

Trotz der Bemühungen von Staat, Zivilgesellschaft und Bevölkerung, Frauen und Mädchen vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen, sind die offiziellen Zahlen zu geschlechtsspezifischer Gewalt in ganz Indien nach wie vor hoch.

Nach der letzten landesweiten Umfrage des indischen Gesundheitsministeriums (NHFS-4 2015/16) ist jede dritte Frau zwischen ihrem 15. und 49. Lebensjahr häuslicher Gewalt ausgesetzt.

Aufklärung über Frauenrechte, hier an einer Schule, spielt eine große Rolle. Foto: © Gina RumsauerAufklärung über Frauenrechte, hier an einer Schule, spielt eine große Rolle. Foto: © Gina Rumsauer

Die Gewaltstatistik der Indischen Frauenkommission von Telangana spricht dieselbe Sprache: von insgesamt 138 Beschwerden, die 2017 bei der Kommission eingingen, waren 91, sprich über 65 Prozent, allein aus Hyderabad, wo der Sitz des BHUMIKA Women’s Collective ist.

Hyderabad ist nach Delhi die zweitgefährlichste Metropole für verheiratete Frauen in Indien. (Nationales Büro für Kriminalitätsstatistik 2016, PDF-Datei) Während 2016 in der fast 19 Millionen-Metropole Delhi 3.645 Fälle von häuslicher Gewalt durch den Ehemann oder seine Verwandten registriert wurden, waren es in Hyderabad mit nur sieben Millionen EinwohnerInnen immerhin 1.311.

Human Rights Watch berichtet, dass Polizeibeamte oft nicht bereit sind, Anzeigen gegen sexuelle Belästigung aufzunehmen. Weder die Betroffenen selbst noch relevante ZeugInnen erhalten zudem ausreichend Schutz bei Gewalt- oder Vergeltungsdrohungen durch den Täter oder sein Umfeld.

Grund für die Diskrepanz zwischen Rechtlage und gelebter Realität ist die nur langsame und oft unzureichende Umsetzung der Gesetze und Ahndung von Gewaltverbrechen gegen Frauen. BehördenvertreterInnen, die Fälle von gewalttätigen Übergriffen aufnehmen, sind oftmals ungeschult und kennen weder die Gesetzestexte noch den rechtlichen Verlauf einer Anzeigeerstattung. Außerdem fehlt es an Anlaufstellen und spezialisierten Einrichtungen, die Frauen und Mädchen bei Gewalterlebnissen unterstützen und medizinische Versorgung bereitstellen.

BHUMIKA Women's Collective – Anlaufstelle für Frauen in Not

Musste selbst für ihr Recht auf Bildung kämpfen: Kondaveeti Satyavati, Gründerin und Koordinatorin von BHUMIKAMusste selbst für ihr Recht auf Bildung kämpfen: Kondaveeti Satyavati, Gründerin und Koordinatorin von BHUMIKA
Foto: © ASW - Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt
Das von TERRE DES FEMMES geförderte Projekt des BHUMIKA Women’s Collective in Telangana unterstützt Mädchen und Frauen, die häuslicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.

Die Geschichte der Frauenrechtsorganisation BHUMIKA Women's Collective nimmt 1993 ihren Lauf: Damals gab Gründerin Kondaveeti Satyavati zum ersten Mal ein feministisches Frauenmagazin mit dem Titel BHUMIKA heraus. Kondaveeti Satyavati stammt aus einfachen Verhältnissen und musste für ihr Recht auf Bildung kämpfen. Sie schaffte schließlich den Sprung auf die Universität und engagiert sich seit den 1970er Jahren für Frauen und Frauenrechte.

Das BHUMIKA Women’s Collective setzt sich auf mehreren Ebenen für eine bessere Begleitung und die emotionale und rechtliche Stärkung von Mädchen und Frauen ein, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind. Auch Gewaltprävention ist ein wichtiges Anliegen für das BHUMIKA Women’s Collective.

Projektaktivitäten von BHUMIKA

Erstanlaufstelle und Beratung für Frauen in Not

Beratung für Frauen in Not - das A und O für einen gewaltfreien Neuanfang. Foto: © Gina RumsauerBeratung für Frauen in Not - das A und O für einen gewaltfreien Neuanfang. Foto: © Gina RumsauerDie Mitarbeiterinnen des BHUMIKA Women's Collective sind im Bundesstaat Telangana wichtige AnsprechpartnerInnen für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen. Seit 2014 betreibt die Organisation in Hyderabad und Karimnagar insgesamt drei Beratungsstellen, die an Polizeistationen angegliedert sind – so genannte Support Centres for Women & Children. Diese Beratungsstellen werden in Städten oder Stadtteilen eingerichtet, in denen Gewaltverbrechen gegen Frauen besonders häufig vorkommen. BeraterInnen bieten dort rechtliche und psychologische Unterstützung an und helfen betroffenen Mädchen und Frauen, Anzeige zu erstatten. TERRE DES FEMMES unterstützt seit Juni 2017 die Beratungsstelle in Karimnagar.

Seit 2006 betreibt das BHUMIKA Women’s Collective zudem ein Hilfe-Telefon für Mädchen und Frauen.

Betreuung von schwerwiegenden Fällen

Bei schwerwiegenden Gewalttaten übernehmen die BeraterInnen der Support Centresfor Women & Children eine längerfristige Betreuung. Die Mitarbeiterinnen des BHUMIKA Women's Collective begleiten die Frauen etwa ins Krankenhaus, in eine Schutzunterkunft oder suchen den Kontakt zur Familie. Zeigen die Gesprächsversuche mit der Familie keinen Erfolg, unterstützt das BHUMIKA Women's Collective bei der Beantragung staatlicher Fördermittel und steht den Betroffenen bei Rechtsfragen zur Seite.

Aufklärungsarbeit und Prävention im Kampf gegen Gewalt an Frauen

BHUMIKA schult Beamte im Umgang mit Fällen von Gewalt an Frauen. Foto: © BHUMIKA Women’s CollectiveBHUMIKA schult Beamte im Umgang mit Fällen von Gewalt an Frauen. © BHUMIKA Women’s Collective

Das BHUMIKA Women's Collective organisiert zudem Seminare für PolizistInnen, RichterInnen und AnwältInnen, um diese für das Thema Frauenrechte und Gewalt gegen Frauen zu sensibilisieren. Trainings werden auch für Krankenhaus-Angestellte angeboten. Damit soll erreicht werden, dass gewaltbetroffene Mädchen und Frauen bei ihrer Suche nach Hilfe optimal begleitet werden und sich erfolgreich aus gewalttätigen oder -fördernden Strukturen lösen können.

Lobbyarbeit auf politischer Ebene soll den Druck auf die Regierung erhöhen, sich gezielter für den Gewaltschutz von Mädchen und Frauen einzusetzen: „Auf dem Papier existieren zwar Gesetze zum Schutz der Frauen, in der Realität werden diese jedoch kaum umgesetzt“, beklagt Gründerin Satyavati. Die Support Centres for Women & Children sind Teil einer Initiative, Regierungsbeamte ganz praktisch und nachhaltig in frauenrechtliche Arbeit einzubinden.

Erfolge des Projekts

Hilfe aus einer Hand – BHUMIKA-Beratungsstelle und Polizei teilen sich ein Gebäude . Foto: © BHUMIKA Women’s CollectiveHilfe aus einer Hand – BHUMIKA-Beratungsstelle und Polizei teilen sich ein Gebäude. Foto: © BHUMIKA Women’s Collective

Seit Juni 2017 unterstützt TERRE DES FEMMES eine Beratungsstelle für Mädchen und Frauen in Not in der Stadt Karimnagar.

Das BHUMIKA Women’s Collective betreibt die Beratungsstelle seit 2016, nachdem Karimnagar 2015 die höchste Gewaltrate gegen Mädchen und Frauen im ganzen Bundesstaat aufgewiesen hatte. Begleitend werden PolizistInnen, AnwältInnen und RichterInnen in Seminaren zu den Hintergründen, Folgen und zum Umgang mit geschlechterspezifischer Gewalt geschult.

BHUMIKA-Beratungsstelle in Karimnagar

Zwischen 2010 und 2018 erhielten rund 2.300 Menschen Unterstützung und Weiterbildungen durch MitarbeiterInnen des Support Centre for Women and Children in Karimnagar und des BHUMIKA Women’s Collective:

  • 1.300 Frauen besuchten die Beratungsstelle in Karimnagar
  • 1.000 StaatsbeamtInnen wurden mit Schulungen zu geschlechtsspezifischer Gewalt erreicht

Bei Hausbesuchen nach Ende der Beratung prüft BHUMIKA, ob es den Frauen weiter gut geht. Foto: © BHUMIKA Women’s CollectiveBei Hausbesuchen nach Ende der Beratung prüft BHUMIKA, ob es den Frauen weiter gut geht. Foto: © BHUMIKA Women’s CollectiveIn der ersten Jahreshälfte 2019 suchten 193 Frauen die Beratungsstelle in Karimnagar auf. Insgesamt fanden 345 Individualgespräche, 214 Partnergespräche und 382 Familiensitzungen statt. 68 Frauen und ihren Partnern konnte auf direktem Weg geholfen werden. Andere Frauen wurden nach den Sitzungen bei der Anzeigestellung oder ihrem Gerichtsprozess unterstützt bzw. in Frauenhäuser begleitet.

Mit einer Spende der eudim - Stiftung für soziale Gerechtigkeit wird die Beratungsstelle in Karimnagar ab November 2018 durch eine zusätzliche Honorarkraft personell aufgestockt. So kann das BHUMIKA Women’s Collective der großen Nachfrage noch besser gerecht werden und auf nachhaltige Veränderungen der Lebenssituation gewaltbetroffener Frauen hinwirken.

Hilfe-Telefon in Hyderabad

Das Hilfe-Telefon des BHUMIKA Women's Collective hat sich in Hyderabad einen Namen gemacht. Foto: © ASW - Aktionsgemeinschaft Solidarische WeltDas Hilfe-Telefon des BHUMIKA Women's Collective hat sich in Hyderabad einen Namen gemacht. Foto: © ASW - Aktionsgemeinschaft Solidarische WeltBis April 2017 hat TERRE DES FEMMES ein Hilfe-Telefon für Mädchen und Frauen in Not in der Stadt Hyderabad in einer Dreieckskooperation mit der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW) gefördert. Das Hilfe-Telefon ist seit seiner Gründung 2006 immer bekannter geworden und wird unverändert stark nachgefragt:

  • 52.000 Anrufe gingen zwischen 2006-2014 beim Hilfe-Telefon des BHUMIKA Women’s Collective ein
  • 15 bis 20 Anrufe erhalten die Mitarbeiterinnen des BHUMIKA Women’s Collective pro Tag
  • Die häufigsten Gründe, weshalb Mädchen und Frauen beim Hilfe-Telefon anrufen, sind häusliche und sexualisierte Gewalt, Schikanen durch Ehemann und Schwiegereltern, sowie Frühverheiratungen

Dem BHUMIKA Women’s Collective ist es gelungen, die Finanzierung mit indischen Fördermitteln längerfristig zu decken. Deshalb hat sich TERRE DES FEMMES gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation einen neuen Schwerpunkt gesetzt.

 

 

 

Aktiv werden & Spenden

Kämpfen Sie mit uns für ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben von Frauen! Foto: © BHUMIKA Women’s CollectiveSpenden auch Sie, damit mehr Frauen in Indien gewaltfrei und selbstbestimmt leben können. Foto: © Gina RumsauerAuch in Zukunft benötigt BHUMIKA Ihre Unterstützung für:

  • Beratung und Begleitung von gewaltbetroffenen Frauen im Support Centre for Women and Children in Karimnagar
  • Einzelbetreuung von besonders schwerwiegenden Notfällen
  • Seminare zu geschlechtsspezifischer Gewalt für PolizistInnen, RichterInnen und AnwältInnen
  • Bildungsangebote zur Gewaltprävention und kritischen Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Rollenmustern

Unterstützen Sie BHUMIKA mit einer einmaligen Spende oder spenden Sie regelmäßig und werden Sie FörderIn!

 

Sie können auch mit dem Stichwort „Indien“ auf folgendes Konto spenden:

EthikBank
IBAN DE35 8309 4495 0103 1160 00
BIC GENODEF1ETK

 

Weitere Informationen

Projektflyer

Jahresbericht

Jährlich veröffentlicht die ehrenamtliche Projektkoordinatorin einen Bericht für die Mitfrauenversammlung von TERRE DES FEMMES über die Projektaktivitäten des BHUMIKA Women’s Collective:

Interviews

Sonstige Informationen

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei 

TERRE DES FEMMES e.V.
Brunnenstr. 128, 13355 Berlin
Tel: 030 - 40 50 46 99-0
E-Mail: Kontaktformular

oder bei der

ehrenamtliche Projektkoordinatorin Patricia Maag (indien@frauenrechte.de)

 

FLORIKA, Bulgarien – Prävention von Frauenhandel

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Mädchen im Projekt FLORIKA in Kleidern, die sie selbst im Nähunterricht hergestellt haben. Foto: © TERRE DES FEMMESMädchen im Projekt FLORIKA in Kleidern, die sie selbst im Nähunterricht hergestellt haben. Foto: © TERRE DES FEMMESInterventionsgebiete:
Bulgarien, Stadt Burgas am Schwarzen Meer

Wird von TDF unterstützt seit: 2012

Zielgruppe: Benachteiligte Mädchen aus einem Roma-Viertel der Stadt Burgas

Projektaktivitäten:

  • Pädagogische Förderung der Mädchen und Sensibilisierung der Eltern
  • Ermutigung der Mädchen die Schule abzuschließen und eine Ausbildung zu machen (Unterstützung bei Hausaufgaben, Ausbildungsplatzsuche etc.)
  • Kampagne gegen Frauenhandel, Informieren von Eltern und Töchtern
  • Aufklärung der Mädchen über ihre Rechte
  • Breit gefächertes pädagogisches Kursangebot: Tanzen, Kochen, Malen, Basteln, Fotografieren und Nähen
  • Organisation von Ausflügen und Vorführungen, um gegen die Ausgrenzung der Roma-Mädchen vorzugehen

Projektgründerin/Leiterin: NRO "ROMA-Union" Burgas
Kontakt TDF: Ehrenamtliche Projektkoordinatorin Juliane von Krause (bulgarien@frauenrechte.de) oder Referat Internationale Zusammenarbeit (iz@frauenrechte.de)
Projektflyer: Informationsflyer FLORIKA (PDF-Datei)

Hintergründe und Projektbeschreibung

Frauenhandel und Kinderheirat in Burgas/BulgarienProjektbesuch bei FLORIKA im Juni 2019. Foto: © TERRE DES FEMMESProjektbesuch bei FLORIKA im Juni 2019. Foto: © TERRE DES FEMMES

Die Angehörigen der Roma in Osteuropa leiden unter einem feindlichen öffentlichen Klima, das sie sozial ausschließt und in prekäre Lebenssituationen, Arbeitslosigkeit und Armut treibt. Zu einem Leben im sozialen Abseits kommen für Mädchen und Frauen noch Benachteiligungen im Bildungsbereich hinzu, nicht wenige sind Analphabetinnen. Sie werden in ihrer Schulbildung nicht unterstützt. Armut und frühe Verheiratung, teilweise im Alter von 13 Jahren, sind die häufigsten Ursachen für einen Schulabbruch. Diese Situation gefährdet die Mädchen besonders, denn sie verführt die Eltern dazu, den falschen Versprechungen von Menschen zu glauben, die ihre Töchter über kriminelle Händlerringe in den internationalen Frauenhandel schleusen und sie zur Billigstarbeit oder zur Prostitution vor Ort und in Westeuropa zwingen.

Im Jahr 2016 kamen 15,5% der Opfer von „Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung“ (BKA) aus Bulgarien, im Jahr 2017 waren es bereits 22,2%.

Das FLORIKA-Projekt

FLORIKA leistet Präventionsarbeit gegen Frauenhandel für eine Zielgruppe von stark gefährdeten und benachteiligten Mädchen und jungen Frauen in der Stadt Burgas, im Roma-Viertel Pobeda. Mädchen im Alter von 9 bis 15 Jahren erhalten in der Tagesstätte der Roma-Union pädagogische Förderung und Unterstützung. Das Projekt wird während der Schulzeit vormittags und nachmittags, aber auch in der Ferienzeit durchgeführt. Die Mädchen werden von zwei Sozialpädagoginnen betreut, denen es ein Herzensanliegen ist, Verbesserungen für Mädchen und Frauen in ihrer Gesellschaft zu erreichen. Neben der Hausaufgabenbetreuung bieten Näh- und Kochunterricht, Tanzen und gemeinsames Spielen den Schülerinnen eine individuelle Förderung. Das Projekt hat es geschafft, in dem Viertel ein Problembewusstsein zu schaffen und sozialen Wandel anzustoßen.

Im Jahr 2019 begeht FLORIKA sein zehnjähriges Jubiläum: in den zehn Projektjahren gab es insgesamt 350 Mädchen, die FLORIKA regelmäßig besucht haben. „Nur“ zwei von ihnen sind in der Prostitution gelandet. Das sind immer noch zwei zu viel, aber ohne FLORIKA wären es weitaus mehr gewesen, vermutlich die meisten. In den letzten Jahren konnten sogar alle Mädchen, die an den Programmen teilgenommen haben, vor Zwangsverheiratung, Menschenhandel und Zwangsprostitution bewahrt werden. Positiv zu vermerken ist auch, dass es in den letzten Jahren keine Schulabbrecherinnen unter den Teilnehmerinnen des Projekts gab.

Ihre Unterstützung für ein aufgeklärtes Leben!

Drei Mädchen von FLORIKA beim Nähunterricht. Foto: © Juliane v. Krause.Mädchen von FLORIKA beim Nähunterricht. Foto: © Juliane v. Krause.

Aufgrund der großen Armut fehlt es in den Familien an dem Nötigsten, selbst am Essen für die Kinder. Das Projekt FLORIKA bietet neben der pädagogischen Unterstützung auch die Möglichkeit mit den anderen Mädchen zusammen zu kochen und gemeinsam eine warme Mahlzeit einzunehmen.

Die Mitarbeiterinnen des Projektes arbeiten derzeit mit 39 Mädchen, die regelmäßig in die Tagesstätte neben der Schule kommen. Viele haben den Grundschulabschluss geschafft und gehen auf eine weiterführende Schule. Da ihre Mütter, meist selbst erst Ende Zwanzig, häufig Analphabetinnen sind, ist das eine sehr positive Entwicklung. Die Eltern werden in die Aufklärungsarbeit von FLORIKA eingebunden. Ebenso bestehen enge Kontakte mit Lehrkräften an den Schulen.

Das Projekt FLORIKA setzt sich mit gezielter Bildungs- und Präventionsarbeit dafür ein, dass die benachteiligten Mädchen eine Chance auf ein besseres Leben erhalten. Dabei werden die praktischen und sozialen Kompetenzen der Mädchen ausgebaut und so ihr Selbstbewusstsein gestärkt.

TERRE DES FEMMES unterstützt FLORIKA in Zusammenarbeit mit „STOP dem Frauenhandel“ in München seit 2012.

 

Projektaktivitäten von FLORIKA

Pädagogische Arbeit mit den Mädchen

Einige Mädchen des FLORIKA-Projekts mit der ehrenamtlichen Projektkoordinatorin Juliane v. Krause. Foto: © Juliane v. KrauseEinige Mädchen des FLORIKA-Projekts mit der ehrenamtlichen Projektkoordinatorin Juliane v. Krause. Foto: © Juliane v. Krause

39 Mädchen zwischen 9 und 15 Jahren nahmen 2018 an den Angeboten von FLORIKA teil. Die Mädchen hatten einen hohen Förderbedarf und kamen aus sehr armen Familien des Roma-Viertels Pobeda in Burgas, in denen sie teilweise auch Gewalt und Drogenprobleme erfahren.

  • 2x wöchentlich besuchten 18 Mädchen die beliebte Tanzgruppe, in der traditionelle bulgarische und moderne Tänze gelehrt werden. Choreographien zu Musik zu erlernen macht den Mädchen sehr viel Freude und stärkt ihr Selbstbewusstsein.
  • Besonders kreativ wurden auch 26 Mädchen in verschiedenen Mal- und Bastelgruppen. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März stellten sie beispielsweise Ohrringe und Perlenketten für ihre Mütter her.
  • Im Schneiderkurs wurden von 15 Mädchen Kissen, Schürzen und Einkaufstaschen gewebt und genäht. Im Rahmen der Materialkunde lernten sie verschiedene Nähtechniken, Stoffe etc. kennen.
  • Eine Gruppe von 29 Mädchen nahm regelmäßig am Kochunterricht teil, in dem sie lernten gesunde und vollwertige Mahlzeiten mit örtlich verfügbaren Zutaten zu kochen. Gleichzeitig wurden weitere praxisorientierte Alltagskompetenzen, etwa im Bereich der Hygiene, vermittelt.
  • Die Sozialpädagoginnen motivieren die Mädchen zu regelmäßigem Schulbesuch, sie kontrollieren ihre schulischen Leistungen und unterstützen die Mädchen immer freitags und bei Bedarf bei ihren Hausaufgaben, vorwiegend in den Fächern Bulgarisch, Geschichte und Biologie.
  • Jede Tätigkeit (Malen, Basteln, Spielen, Spazierengehen etc.) wird mit der Besprechung wichtiger Themen verknüpft: Während die Sozialpädagoginnen mit den Mädchen verschiedene Berufswege thematisieren, klärt eine Hebamme über Themen wie Sexualität, Frühehen, Schwangerschaften, Zwangsverheiratung und (Zwangs-)Prostitution auf.
  • Darüber hinaus werden auch Feste mit den Kindern gefeiert und Ausflüge ins Kino oder in die Stadt Burgas organisiert.

 

Aufklärungsarbeit im sozialen Umfeld (Eltern, Familien, Freunde, Peergroup)

FLORIKA-Mädchen vor einem Tanzauftritt vor FreundInnen und Familie. Foto ©: Juliane von KrauseFLORIKA-Mädchen vor einem Tanzauftritt vor FreundInnen und Familie. Foto ©: Juliane von Krause

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die Familienarbeit: Nicht nur die Eltern, sondern auch die Großeltern werden in das Projekt eingebunden, da die Eltern oft zum Broterwerb im europäischen Ausland sind und die Großeltern dann die Kinder betreuen. Die Sozialpädagoginnen haben es geschafft, das Vertrauen der Mädchen und ihrer Familien zu gewinnen und konnten sie so vom Projekt überzeugen. Sie besuchen die Familien oft zuhause und laden sie regelmäßig in das Haus des Projekts ein, um über die Ziele und Angebote des Projektes zu informieren, in Erziehungsfragen zu beraten und über verschiedene Themen wie Ausbildung, Berufstätigkeit, Sexualität, Früh- und Zwangsehen, Prostitution sowie Menschenhandel aufzuklären.

Diese Themen werden auch mit den Mädchen in Gruppen und individuellen Gesprächen diskutiert. Weitere Themen sind: Kinderrechte, die Rolle der Frau, Tradition und Kultur, Freundschaft und Liebe, ihre Selbstbestimmung sowie ihre Träume für die Zukunft und Wege, diese zu verwirklichen. Die Mädchen besuchen das Projekt sehr gerne, da die Sozialpädagoginnen ihre engsten Vertrauten, Bezugspersonen und Vorbilder geworden sind. Bei Problemen in der Familie wenden sich die Kinder an die Pädagoginnen.

Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit

Es finden regelmäßige Treffen statt mit der Leitung und den Lehrkräften von zwei Grundschulen in den Roma-Vierteln, zwei Berufsschulen (für Gastronomie und Automechanik) in Burgas und von verschiedenen Waisenhäusern. Das Team des Projektes arbeitet eng zusammen mit der Stadt Burgas, besonders mit der stellvertretenden Bürgermeisterin, die für Bildung und Minderheiten zuständig ist.

Gemeinsame Projekte wie öffentliche Auftritte und Filmbesuche, aber auch Zusammenarbeit in Problemfällen wurden mit der örtlichen Kommission zur Bekämpfung des Menschenhandels in Burgas, mit der Nicht-Regierungs-Organisation Demetra und mit der Caritas organisiert.

Im Februar 2016 besuchten Christa Stolle und die Schauspielerin Sibel Kekilli FLORIKA und ein Teil des ARTE-Filmes über Christa Stolle wurde dort gedreht. Der Film gibt einen guten Einblick in die Arbeit vor Ort.

Erfolge des Projekts

Mädchen im Kochkurs während des Projektbesuchs im Juni 2019. Foto ©: TERRE DES FEMMESMädchen im Kochkurs während des Projektbesuchs im Juni 2019. Foto ©: TERRE DES FEMMES

In diesem Jahr feiert FLORIKA sein zehnjähriges Jubiläum: in den zehn Projektjahren gab es insgesamt 350 Mädchen, die FLORIKA regelmäßig besucht haben. Positiv zu vermerken ist, dass es in den letzten Jahren keine Schulabbrecherinnen unter den Teilnehmerinnen des Projekts gab. Ein weiterer großer Erfolg ist die Tatsache, dass in den letzten Jahren keines der Mädchen zwangsweise verheiratet oder in die Prostitution gehandelt wurde.

In der pädagogischen Arbeit mit den jungen Mädchen achten die Pädagoginnen darauf, den jungen Frauen auch Kompetenzen zu vermitteln, die sie in den Familien nicht lernen: Sich die eigenen Wünsche und Bedürfnisse bewusst zu machen und eigene Lebensziele zu reflektieren und zu verfolgen. Die Mädchen werden in ihrem Selbstvertrauen gestärkt. Diese Kompetenzen sind im Hinblick auf die Arbeitssuche und ihre weitere Entwicklung sehr wichtig. Die Mädchen nehmen gerne und regelmäßig an den Aktivitäten teil. Die Arbeit wird sorgfältig dokumentiert.

Vom 24.09. bis 08.12.2018 lief das Projekt „Prävention von Kinderheirat und früher Mutterschaft bei Kindern und Minderjährigen der Roma-Minderheit in der Stadt Burgas, Bulgarien“, das vom deutschen Auswärtigen Amt finanziert wurde. Zielsetzung war, die Mädchen und Jungen, aber auch ihre Familien über das Thema aufzuklären und sie dafür zu sensibilisieren. Mithilfe von Präsentationen, Rollenspielen, Filmaufführungen etc. wurden die TeilnehmerInnen über Themen wie Zwangsehe, Schwangerschaft bei Minderjährigen, (Aus-)Bildung, Kinder- und Menschenrechte, sexuelle Aufklärung und Empfängnisverhütung informiert.

 

 

Aktiv werden & Spenden

Auch in Zukunft benötigt FLORIKA finanzielle Unterstützung für:

  • die Beschaffung von Materialien für die Gruppen.
  • die Finanzierung der Sozialpädagoginnen und der pädagogischen Fachkräfte (TanzpädagogInnen und SchneiderInnen).
  • die Lebensmittelversorgung der Mädchen.
  • Kampagnen und Aufklärung zum Thema Frauenhandel und Kinderheirat.
  • das Ermöglichen von Ausflügen.
  • die Instandhaltung und Renovierung der Tagesstätte.

 

Unterstützen Sie FLORIKA mit einer einmaligen Spende oder spenden Sie regelmäßig und werden Sie FörderIn!

Sie können auch mit dem Stichwort „Bulgarien“ auf folgendes Konto spenden:

EthikBank
Konto 103 116 000
BLZ 830 944 95
BIC GENODEF1ETK
IBAN DE35 8309 4495 0103 1160 00

 

Weitere Informationen

Flyer

FLORIKA-Projektflyer (PDF-Datei)

Jahresbericht

Die ehrenamtliche Projektbetreuerin Juliane v. Krause berichtet jährlich zu den Projektentwicklungen:

Reiseberichte

Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Informationen erhalten Sie bei

TERRE DES FEMMES e.V.
Brunnenstr. 128, 13355 Berlin
Tel: 030 - 40 50 46 99-0
E-Mail: Kontaktformular

oder bei der

TERRE DES FEMMES Projektkoordinatorin:
Städtegruppe München, Juliane von Krause
E-Mail: bulgarien@frauenrechte.de