Aktiv werden

Engagement im Überblick

TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V. (TDF) ist ohne das ehrenamtliche Engagement ihrer UnterstützerInnen nicht denkbar. Das fachliche Wissen, die Lebenserfahrung, Zeit und kreative Energie, die die UnterstützerInnen TDF zur Verfügung stellen, sind für den Erfolg der Organisation von unermesslichem Wert. Das gilt umso mehr, als dass das Öffentlichmachen der Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen, das Verbreiten unserer Forderungen u.v.m. nicht allein von hauptamtlichen Kräften geleistet werden kann und der Unterstützung durch die vielen ehrenamtlichen Aktiven in der gesamten Bundesrepublik und dem deutschsprachigen Raum bedarf.

TDF weiß den Einsatz ihrer ehrenamtlichen Aktiven sehr zu schätzen und sagt allen Engagierten von Herzen „Danke“!  

Wie aber können Sie sich bei uns einbringen?

Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten, die hier zusammenfassend vorgestellt sein sollen:

Als aktive Einzelperson

TERRE DES FEMMES zu unterstützen ist ganz leicht und muss mit keinem großen Aufwand verbunden sein. Ganz egal ob als Mitfrau oder als Privatperson nutzen Sie berufliche und private Gelegenheiten und machen Sie Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen aufmerksam. Verteilen Sie Flyer! Hängen Sie Plakate auf! Viele der Informationsmaterialien in unserem Shop erhalten Sie kostenfrei. Wenn Sie die Möglichkeit haben, halten sie einen Vortrag zu einem Schwerpunktthema von TERRE DES FEMMES. Abonnieren Sie unseren Newsletter und teilen Sie unsere Beiträge in den Sozialen Medien wie z.B. Facebook, Twitter, Youtube und Instagram. Beteiligen Sie sich an unseren Kampagnen und Aktionen, vor allem zu „unseren“ Tagen:

In einer Städte- oder Hochschulgruppe

Unsere Städte- und Hochschulgruppen, welche im gesamten Bundesgebiet sowie Österreich verteilt sind, sind wesentliche Trägerinnen der inhaltlichen Arbeit von TERRE DES FEMMES. Diese Gruppen arbeiten ehrenamtlich, wobei eine Städte- oder Hochschulgruppe aus mindestens zwei Mitfrauen bestehen muss. In Zusammenarbeit mit der Bundesgeschäftsstelle informieren sie die Öffentlichkeit mittels Infoveranstaltungen und -ständen über Ausbeutung, Misshandlung und Verfolgung von Mädchen und Frauen. Die Gruppen machen Medien- und Lobbyarbeit, halten Vorträge, organisieren u.a. Unterschriftskampagnen oder Podiumsgespräche. Sie beteiligen sich selbstverständlich auch an unseren überregionalen Aktionen und Kampagnen und bringen so die Aufklärungsarbeit von TERRE DES FEMMES direkt in ihre Region. Auf der jährlichen stattfindenden Mitfrauenversammlung berichten die Gruppen über ihre Arbeit.

Um in einer der Städte- oder Hochschulgruppen mitwirken zu können, ist eine Mitgliedschaft bei TERRE DES FEMMES gewünscht aber nicht zwingend erforderlich.

Hier finden sie weitere Informationen zur Städtegruppenarbeit sowie eine Übersicht über unsere Städte- und Hochschulgruppen. 

In einer Arbeitsgruppe

Unsere Arbeitsgruppen sind überregional agierende, ehrenamtliche Gemeinschaften von aktiven Mitfrauen, meist Frauen aus Städtegruppen, die zu einem bestimmten Thema über einen längeren Zeitraum arbeiten. Die Erarbeitung und Präsenz eines Themas sowie die Aufstellung von politischen Forderungen steht dabei im Vordergrund. In der Regel triffst sich eine AG zweimal im Jahr. Über die Ergebnisse der AG-Arbeit wird auf der Mitfrauenversammlung berichtet. Die Mitarbeit in einer AG setzt eine Mitgliedschaft bei TERRE DES FEMMES voraus.

Derzeit gibt es folgende aktive AGs:

Weitere Informationen zu den ehrenamtlichen Arbeitsgruppen.

Als TERRE DES FEMMES Jugendbotschafterin

Alle zwei Jahre begrüßen wir bis zu 15 junge Frauen zwischen 18 und 32 Jahren als TERRE DES FEMMES Jungendbotschafterinnen. Das Ziel ihres 18-monatigen Ehrenamtes ist es, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit Aufmerksamkeit für die TERRE DES FEMMES Kernthemen zu schaffen. Insbesondere sollen dabei gleichaltrige Frauen und Männer angesprochen und neue Kommunikationskanäle genutzt werden. Während ihres Engagements bringen sich die Frauen z.B. in Form von Veranstaltungen, Medienarbeit oder längerfristigen Informationsreihen in den Verein ein. Jugendbotschafterinnen werden für den Zeitraum ihres Engagements Mitfrauen im Verein.

Weitere Informationen zum Programm und dem nächsten Bewerbungszeitraum im Herbst 2020.

Durch Unterstützung von Frauenorganisationen und -projekten im Verein

TERRE DES FEMMES unterstützt derzeit verschiedene Projekte und Initiativen von Frauen im Ausland. Ziel des TERRE DES FEMMES-Engagements ist die solidarische Zusammenarbeit mit Menschen in den Projektländern, die Aufklärungsarbeit in Deutschland über dortige Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen und das Sammeln von Spendengeldern, die an die KooperationspartnerInnen vor Ort weitergegeben werden.

Diese Projekte werden größtenteils von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin betreut. Diese Betreuung bedeutet insbesondere, den Kontakt zu den ProjektpartnerInnen vor Ort aufrecht zu erhalten und den Informationsfluss zwischen Projekt und Bundesgeschäftsstelle zu sichern. Außerdem ist die ehrenamtliche Mitarbeiterin für die öffentliche Darstellung des Projektes mitverantwortlich und entwirft zusammen mit der Geschäftsstelle Informationsmaterial, um Spenden für das Projekt zu werben. Wer eine ehrenamtliche Projektbetreuerin bei TERRE DES FEMMES werden will, muss Mitfrau des Vereins sein. Zurzeit sind alle Stellen als Projektkoordinatorin vergeben.

Weitere Informationen zur Arbeit als Projektkoordinatorin.

Im Rahmen eines unserer wechselnden EU-Projekte

TERRE DES FEMMES liegt die Aufklärung von und langfristige Zusammenarbeit mit von schädlichen traditionellen Praktiken oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffenen Communities sehr am Herzen. Viele unserer aktuell durchgeführten Projekte setzten daher auf die Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlich Engagierten, die als MutliplikatorInnen ihr Wissen verbreiten und ihr Umfeld nachhaltig über die Konsequenzen für betroffene Mädchen und Frauen aufklären.

Informieren Sie sich hier über unsere aktuellen Projekte und die jeweiligen Bewerbungszeiträume, um in einem der Projekte mitzuwirken.  

Durch Verantwortungsübernahme auf der TERRE DES FEMMES Mitfrauenversammlung

Die jährlich stattfindende Versammlung für alle Mitfrauen (Mitfrauenversammlung), ist für TERRE DES FEMMES von zentralem Stellenwert. Als basisdemokratischer verankerter Verein sind wir an die Entscheidungen unserer Mitfrauen gebunden. Umso wichtiger ist es, dass sich unsere Mitfrauen engagiert und mit Weitsicht für die Geschicke des Vereins und damit gegen geschlechtsspezifische Gewalt einsetzen.

Auch ist die Vorstandsarbeit bei TERRE DES FEMMES ein Ehrenamt, über das auf der Mitfrauenversammlung mit einer Wahl entschieden wird. Jeder Mitfrau im Verein ist es erlaubt, sich für die Wahl als Vorstandsfrau oder für ein anderes Ehrenamt aufstellen zu lassen. Neben den Vorständinnen sind auch Antragskommission und Kassenprüfung sowie Jurymitglieder für den Zornigen Kaktus wichtige ehrenamtliche Aufgaben, die im zweijährigen Rhythmus vergeben werden.

 

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, TERRE DES FEMMES jenseits von Geldspenden oder Mitgliedschaften zu unterstützen. Ihre ehrenamtliche Arbeit kann zum Entstehen einer l(i)ebenswerten Welt für Frauen und Mädchen beitragen.

Wir freuen uns, bald von Ihnen zu hören.

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Ehrenamt:

Lilith Schardt
TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V.
Brunnenstr. 128
13355 Berlin
Telefon: +49 (0)30 40504699-0
Telefax: +49 (0)30 40504699-99
E-Mail: aktiv@frauenrechte.de

Das TDF-JugendbotschafterInnen-Programm

Als JugendbotschafterIn frauenpolitisch aktiv werden!

Im April 2018 startete TERRE DES FEMMES (TDF) erstmals ein bundesweites JugendbotschafterInnen-Programm und mit engagierten Menschen, die sich für die Rechte von Mädchen und Frauen einsetzen wollen.

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Ehrenamtliche Projektkoordinatorinnen

Die ehrenamtliche Projektkoordinatorin Veronika Kirschner mit Mädchen im Schutzhaus in Sierra Leone. Foto: © Veronika KirschnerDie ehrenamtliche Projektkoordinatorin Veronika Kirschner mit Mädchen im Schutzhaus in Sierra Leone. Foto: © Veronika Kirschner

TERRE DES FEMMES unterstützt weltweit Frauenorganisationen in ihrem Engagement für Frauenrechte. Wie bei unserer Inlandsarbeit stehen auch hier unsere Schwerpunktthemen im Vordergrund: die Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung, der Kampf gegen Frauenhandel und Prostitution, Zwangsheirat und Gewalt im Namen der Ehre sowie Aktionen gegen häusliche und sexualisierte Gewalt.

Die einzelnen Initiativen werden größtenteils von ehrenamtlich arbeitenden Projektkoordinatorinnen betreut. Diese müssen Mitfrau im Verein sein. Zu ihren Aufgaben gehören, den Kontakt mit den PartnerInnen in den jeweiligen Projekten zu pflegen sowie Veranstaltungen, die der finanziellen Unterstützung ihrer Projekte dienen, zu organisieren. Die Geschäftsstelle unterstützt die Projektkoordinatorinnen dabei vor allem auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit. Wichtig zu wissen ist, dass die Projekte, Organisationen und Initiativen vollumfänglich über Drittmittel, hier vor allem Spenden, finanziert werden. So gehört zu den wesentlichen Aufgaben der Projektkoordinatorin, Spenden für das von ihr betreute Projekt zu sammeln, welches dann über TERRE DES FEMMES an die jeweiligen Projektpartner weitergeleitet wird.

Eine aktuelle Liste aller Projekte, Organisationen und Initiativen, die durch TERRE DES FEMMES unterstützt werden, sowie ausführliche Informationen finden Sie unter Internationale Zusammenarbeit.

 

 

 

Petitionen

Regelmäßig versuchen wir mithilfe von Petitionen, auf gravierende Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen hinzuweisen und auf gesetzliche Änderungen hinzuwirken.

Sie können uns dabei helfen, indem Sie unsere Petitionen unterschreiben und teilen!

 

Petition U-UNTERSUCHUNGEN – UNBEDINGT PFLICHT!

In Deutschland hat jedes Kind Anspruch auf 14 ärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Diese dienen dazu, dass Krankheiten, welche die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung gefährden frühzeitig identifiziert und entsprechend behandelt bzw. vorgebeugt werden. Sie können aber auch dazu beitragen Fälle von Vernachlässigung, Verwahrlosung, Kindesmisshandlung oder sexuellem Missbrauch sowie Genitalverstümmelung bei Mädchen möglichst frühzeitig zu erkennen bzw. zu verhindern.

Deshalb fordert TERRE DES FEMMES die Einführung bundesweit verpflichtender Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr.

 

DEN KOPF FREI HABEN!

Die Verschleierung von Mädchen aller Altersstufen – ein zunehmendes Phänomen in vielen Schulen und sogar in Kindergärten – steht für eine Diskriminierung und Sexualisierung von Minderjährigen.

Deshalb fordert TERRE DES FEMMES e.V. ein gesetzliches Verbot des sogenannten „Kinderkopftuchs“ im öffentlichen Raum vor allem in Ausbildungsinstitutionen für alle minderjährigen Mädchen. Wir wollen, dass Mädchen ohne Kopftuch und ohne Vollverschleierung groß werden - bei uns und anderswo.


 

Eine Auswahl der Petitionen der vergangenen Jahre finden Sie hier:

„Frühehen stoppen - Bildung statt Heirat!“

Petition: Sexkauf bestrafen, Prostitution abbauen!

Gesetzentwurf der Länder – Mehr Schutz für Betroffene von Stalking

Übergabe unserer Petition „Genitalverstümmelung in Indonesien - Schutz statt Verharmlosung“

 

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

 

Pinar Selek: Kafkaesker Prozess unter den Augen der Weltöffentlichkeit.

Proteste vor dem Caglayan Gericht in Istanbul zum Prozess von Pinar Selek. © Ingeborg Kraus Proteste vor dem Caglayan Gericht in Istanbul zum Prozess von Pinar Selek.
Foto © Ingeborg Kraus
Es ist früher Morgen. Wir, eine knapp 50-köpfige Gruppe internationaler UnterstützerInnen treffen uns vor dem neuen Caglayan Gericht in Istanbul. Das Gebäude ist ein Palast aus Marmor: kalt, bombastisch und erdrückend. Eine in Stein gemeißelte Demonstration der Macht. Zur Pressekonferenz erscheinen ca. 300 DemonstrantInnen, SchriftstellerInnen, LGBT-VertreterInnen, Vertreter von Oppositionsparteien, StudentInnen, etc. Unter den etwa 50 internationalen ProzessbeobachterInnen befinden sich 37 Delegierte aus Frankreich, 7 aus Deutschland und 5 aus Italien. Nachdem wir die umfangreichen Sicherheitskontrollen hinter uns gebracht haben, erfahren wir, dass uns ein kleiner Saal mit nur 20 Sitzplätzen zugeteilt wird. Es wird lange verhandelt. Wir warten. Eine Stunde später werden wir dann in einen mittelgroßen Saal mit ca. 70 Plätzen geführt. Die Verteidigung von Pinar Selek, die den Prozess von Straßburg aus verfolgt, wird von ca. 50 AnwältInnen übernommen. Sie werden zu Beginn des Prozesses einzeln aufgerufen. Allein diese Zahl lässt vermuten, dass der Prozess eine erhebliche politische Tragweite hat. Die Verteidigung plädiert auf Verfahrensfehler: es könne nicht sein, dass ein Gericht ein bestätigtes Urteil immer wieder aufhebe. Die Angeklagte sei in der Vergangenheit  dreimal freigesprochen worden und an der Beweislage habe sich nichts geändert.

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