Bildung ist die mächtigste Waffe, mit der man die Welt verändern kann (21.09.2015)

Berlin. Auf dem UN-Gipfel vom 25. bis 27. September 2015 in New York soll die so genannte „Post-2015-Agenda“ verabschiedet werden. Als viertes Ziel für nachhaltige Entwicklung wird dort die Gewährleistung einer inklusiven, gerechten und hochwertigen Bildung und die Förderung von Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle bis zum Jahr 2030 festgeschrieben werden.

Zugang zu Bildung ist bereits heute ein Menschenrecht und trotzdem wird es vielen Mädchen verwehrt: weltweit gehen 65 Millionen Mädchen nicht in die Schule und von 774 Millionen Analphabeten sind fast zwei Drittel Mädchen und Frauen. „Bildung ist für Mädchen und Frauen aber noch mehr als nur ein Grundrecht“, so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES, „Bildung nimmt eine Schlüsselposition ein für Mädchen und Frauen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Sie fördert die ökonomische Unabhängigkeit und schützt gleichzeitig vor den verschiedenen Formen von Gewalt.“

Im Extremen Norden Kameruns unterstützt TERRE DES FEMMES seit 2012 die Elterninitiative AFFMHL, die von einer Gruppe Mafa-Frauen gegründet wurde und sich für die Förderung von Bildung für Mädchen einsetzt. Die Region ist geprägt von extremer Armut, der Lebensraum der Mafa ein streng patriarchales Gesellschaftssystem: Mädchen werden in der Regel im Alter von 12 bis 14 Jahren von der Schule genommen und zwangsverheiratet. Darüber hinaus ist die Bevölkerung in der Region seit einiger Zeit vom Terror der Boko Haram betroffen.

Unter diesen extrem schwierigen Bedingungen setzt sich TERRE DES FEMMES für die Stärkung von Bildung für Mädchen ein.

Martine Mbritchè aus Nordkamerun wird gemeinsam mit der Referentin Prof. Godula Kosack über die Wichtigkeit von Bildung für Mädchen und ein Leben in Selbstbestimmung informieren.

Wir freuen uns sehr, dass für die Informationsveranstaltung in Hamburg am 28. September 2015 eine Kooperation zwischen TERRE DES FEMMES und der Landeszentrale für Politische Bildung (Freie und Hansestadt Hamburg) zustande gekommen ist. Beide Institutionen verbindet eine Vision von Nelson Mandela nach der Bildung die mächtigste Waffe ist, mit der man die Welt verändern kann.

Weitere Informationen zu den Referentinnen:

Martine Mbritchèist Mafa-Frau aus dem Norden Kameruns. Trotz erschwertem Bildungszugang und der fragilen Infrastruktur der Region hat sie die Schule bis zur Oberstufe absolviert. Martine Mbritchè engagiert sich für das Recht auf Bildung von Mädchen und jungen Frauen und weiß aus Erfahrung, wie wichtig dieses für ein selbstbestimmtes Leben ist. Heute lebt und arbeitet Martine Mbritchè in Amsterdam.

Prof. Godula Kosack ist Soziologin und Ethnologin sowie ehrenamtliche Projektkoordinatorin und Vorstandsfrau bei TERRE DES FEMMES. Seit 1985 macht sie ethnologische Feldforschung in Nordkamerun und hat während unterschiedlich langen Aufenthalten insgesamt vier Jahre bei und mit den Mafa in Nordkamerun gelebt.

 

Interviews und Presseanfragen:

Heidemarie Grobe, TERRE DES FEMMES Hamburg, sowie Godula Kosack und Martine Mbritchè, stehen für Interviews und Presseanfragen zur Verfügung.
Bitte richten Sie Ihre Anfrage an: Referat für Internationale Zusammenarbeit TERRE DES FEMMES, Renate Staudenmeyer, E-Mail: iz@frauenrechte.de, Tel.:  030 / 40 50 46 99 - 15