Wenn für Mädchen Schule zur Mutprobe wird - TDF-Projektpartnerin aus Kamerun auf Deutschlandtour(15.09.2015)

Berlin. Warum Schule zur Mutprobe von Mädchen und Frauen in Kamerun wird und wie sie ihr Leben verändert, darüber informiert die ehrenamtliche TERRES DES FEMMES-Projektkoordinatorin Godula Kosack zusammen mit Martine Mbritchè auf ihrer Deutschlandreise. Kosack, Professorin der Ethnologie und Soziologie, begleitet seit 40 Jahren die Entwicklung der Volksgruppe der Mafa im Norden Kameruns. Dort unterstützt TERRE DES FEMMES (TDF) seit 2012 die Elterninitiative AFFMHL die von einer Gruppe Mafa-Frauen gegründet wurde. Sie setzt sich für die Stärkung von Bildung für Mädchen ein.

„Bildung nimmt eine Schlüsselposition ein für Mädchen und Frauen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Sie fördert die ökonomische Unabhängigkeit und schützt gleichzeitig vor verschiedenen Formen von Gewalt“, meint Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. In der Region der Mafa, die von Armut und einem streng patriarchalen Gesellschaftssystem geprägt ist, werden die Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren von der Schule genommen und zwangsverheiratet. Darüber hinaus ist die Bevölkerung dort seit einiger Zeit vom Terror der Boko Haram betroffen.

Unter diesen extrem schwierigen Bedingungen setzt sich TERRE DES FEMMES für die Stärkung von Bildung für Mädchen ein. „Es darf nicht dabei bleiben, dass von den weltweit 774 Millionen Analphabeten fast zwei Drittel Mädchen und Frauen“, sagt Stolle. Sie fordert den Zugang zu Bildung unabhängig vom Geschlecht.

Weitere Informationen zu den Referentinnen:

Martine Mbritchè:

Martine Mbritchè ist Mafa-Frau aus dem Norden Kameruns. Trotz erschwertem Bildungszugang und der fragilen Infrastruktur der Region hat sie die Schule bis zur Oberstufe absolviert. Martine Mbritchè engagiert sich für das Recht auf Bildung von Mädchen und jungen Frauen und weiß aus Erfahrung, wie wichtig dies für ein selbstbestimmtes Leben ist. Heute lebt und arbeitet Martine Mbritchè in Amsterdam.

Prof. Godula Kosack:

Godula Kosack ist Soziologin und Ethnologin sowie ehrenamtliche Projektkoordinatorin und Vorstandsfrau bei TERRE DES FEMMES. Seit 1985 macht sie ethnologische Feldforschung in Nordkamerun und hat während unterschiedlich langen Aufenthalten insgesamt vier Jahre bei und mit den Mafa in Nordkamerun gelebt.

Martine Mbritchè und Godula Kosack stehen für Interviews und Presseanfragen zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Anfrage an: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 030/40504699-25, E-Mail: presse@frauenrechte.de.