28.02.2007: Ausbau der Krippenplätze verringert Häusliche Gewalt

TERRE DES FEMMES unterstützt die Forderung von Ministerin von der Leyen nach mehr Krippenplätzen für Kleinkinder, denn so können Frauen mehr finanzielle und berufliche Selbständigkeit erhalten.

Wie die Studie des Bundesministeriums für Senioren, Familie, Frauen und Jugend mit dem Titel Lebenssituationen, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland aus dem Jahr 2004 belegt, hat jede zweite bis dritte in Deutschland lebende Frau schon Gewalt innerhalb von Familien und Paarbeziehungen erlebt. Häufig ist die finanzielle Abhängigkeit der Grund, warum Frauen in einer Lebenssituation verharren, in der sie Häuslicher Gewalt ausgesetzt sind.

Oft geht Gewalt in der Familie einher mit einer Bevormundung der Frau im finanziellen Bereich. "Wer ein eigenes Einkommen hat, kann leichter neue Perspektiven entwickeln, wenn eine Ehe oder Partnerschaft in eine Gewaltsituation mündet," so Christa Stolle, Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES in Tübingen. Sie weist darauf hin, dass eine Partnerin, die ebenfalls den Lebensunterhalt der Familie sichert, die Partnerschaft stärkt.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ursula von der Leyen will das Angebot an Krippenplätzen für Kleinkinder ausweiten und so vor allem Frauen die Möglichkeit geben, Beruf und Familie zu vereinbaren. Für diese längst überfällige Initiative erntet sie Vorwürfe aus konservativen Kreisen, aber auch demonstrative Unterstützung von der Bundeskanzlerin sowie zahlreichen Frauenverbänden.

TERRE DES FEMMES begrüßt die Initiative von Ursula von der Leyen ausdrücklich. Echte Wahlfreiheit für junge Familien ist erst gegeben, wenn genügend Betreuungsplätze für alle Kinder zur Verfügung stehen.

Für Nachfragen und Interviewwünsche stehen wir gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an:
TERRE DES FEMMES e.V.,
Christa Stolle (Geschäftsführerin),
Tel. 07071/79 73-15,
E-Mail: geschaeftsfuehrung@frauenrechte.de

Pressemitteilung vom 28.02.2007