06.03.2007: Zwangsheirat: Erneute Diskussion in den Ausschüssen des deutschen Bundestages.

TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V. erwartet eigenen Straftatbestand zu Zwangsheirat.

Am Mittwoch den 07.03.2007 steht nach langer Pause das Thema Zwangsheirat in allen acht beteiligten Bundestagsausschüssen wieder auf der Tagesordnung.

Nach mehreren Anläufen für einen eigenen Straftatbestand zu Zwangsheirat scheinen sich die Regierungskoalition aus SPD und CDU/CSU intern geeinigt zu haben.

“TERRE DES FEMMES hofft auf eine positive Entscheidung. Durch die Schaffung eines eigenen Gesetzes würde ein klares Signal an die Täter gerichtet. Aber auch den Opfern muss geholfen werden, um sich besser schützen zu können", betont Christa Stolle Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES.

Schon 2005 wurde bei der Regierungsbildung im Koalitionsvertrag von SPD und CDU/CSU vereinbart, dass Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention von Zwangsverheiratungen ausgebaut werden sollen.

Nachdem das Land Baden-Württemberg durch den Bundesrat eine Gesetzesinitiative zu Zwangsheirat gestartet hatte und die Bundestagsfraktionen aller kleineren Parteien eigene Anträge dazu einbrachten, fand am 19. Juni 2006 eine öffentliche ExpertInnenanhörung im Bundestagsausschuss für Familien, Senioren, Frauen und Jugend statt.

“Wir müssen diese jungen Mädchen und Frauen konsequent unterstützen. Das Problem ist jetzt ausreichend bekannt. Die Bundesregierung sollte endlich Taten folgen lassen." appelliert Christa Stolle an die Entscheidungsträger in den Ausschüssen.

Nähere Informationen erhalten Sie bei:
TERRE DES FEMMES,
Referat “Gewalt im Namen der Ehre",
Sibylle Schreiber.

Pressemitteilung vom 06.03.2007