08.03.2007: Fachgespräch zu Häuslicher Gewalt am Internationalen Frauentag in Berlin

Häusliche Gewalt findet überall statt - unabhängig von Bildungsstand, Alter, Nationalität und Einkommen. Dennoch sehen sich von Gewalt betroffene Migrantinnen in Deutschland auf der Suche nach Hilfe mit zusätzlichen Hindernissen konfrontiert. Diese Problematik soll  in einem Fachgespräch, das TERRE DES FEMMES in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Prof. Dr. Maria Böhmer am 8. März 2007 im Bundespresseamt in Berlin veranstaltet, aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. ExpertInnen werden ihre Erfahrungen mit von Gewalt betroffenen Migrantinnen sowie notwendige Änderungen in Beratung und Gesetzgebung diskutieren.

In einem ersten Abschnitt geht es zunächst darum, die aktuelle Situation der von Gewalt betroffenen Migrantinnen zu beleuchten. Hierzu wird Dr. Monika Schröttle von der Universität Bielefeld die Ergebnisse ihrer aktuellen Studie zu Lebenssituation und Gewaltbetroffenheit von Migrantinnen in Deutschland vorstellen. Über Beratung und Betreuung von Migrantinnen im Frauenhaus werden Corinna Ter Nedden von Papatya sowie Christiane Wahl der Beratungsstelle BORA e.V. berichten. Ein Vertreter des Bundesministeriums für Justiz wird die aktuelle Rechtslage erläutern.

Ein weiterer Teil des Fachgesprächs setzt sich mit der telefonischen Beratung von Migrantinnen auseinander, etwa im Rahmen der “BIG-Hotline", die telefonische Erstberatung bei Häuslicher Gewalt anbietet.

Auch geht das Fachgespräch der Frage nach, welche Hilfsstrukturen von Gewalt betroffene Migrantinnen am Besten erreichen. Hier soll vor allem das Potential der Moschee als Multiplikator vorgestellt werden, über das Bekir Alboga von DITIB e.V. sprechen wird. Dieser Verein hat sich neben dem interkulturellen und interreligiösen Dialog auch die Beratung von Frauen in Notsituationen zur Aufgabe gemacht.

Das Fachgespräch ist Teil der zweijährigen Kampagne von TERRE DES FEMMES, die unter dem Motto “FRAUEN SCHLÄGT MANN NICHT - NEIN zu Häuslicher Gewalt" steht und das Thema Häusliche Gewalt ins gesellschaftliche Bewusstsein bringen will. “Wir hoffen auf eine inhaltsreiche Diskussion, die möglichst in der Umsetzung konkreter Schritte für eine verbesserte Lage der Betroffenen mündet", so Serap Altinisik, die die TERRE DES FEMMES-Kampagne leitet.

Das Fachgespräch findet am 8. März 2007 ab 9.30 Uhr im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Reichstagsufer 14 in Berlin statt.

Für weitere Rückfragen und Akkreditierungswünsche stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer 07071/7973-18 oder per E-Mail unter geschaeftsfuehrung@frauenrechte.de zur Verfügung.

Pressemitteilung vom 07.03.2007