Ab in die Schule! – Start des Projekts Gender ABC in Lissabon

(v.l.n.r.) Valentina Fanelli (AIDOS), Carolina Montero (MDM), Susana Vicente Andueza (MDM), Carolin Pranz (TDF), Myria Böhmecke (TDF), Lisa O´Leary (END FGM EU). Foto: © APF(v.l.n.r.) Valentina Fanelli (AIDOS), Carolina Montero (MDM), Susana Vicente Andueza (MDM), Carolin Pranz (TDF), Myria Böhmecke (TDF), Lisa O´Leary (END FGM EU). Foto: © APFVom 03. bis 05. Oktober 2018 fand der erste Workshop aller Projektpartnerinnen zur Auftaktplanung des Gender ABC-Projekts in Lissabon statt. Dort trafen sich Projektkoordinatorinnen des europäischen Netzwerkes END FGM EU aus Brüssel, der Organisationen Médicos del Mundo (MDM) aus Madrid, Associazione Italiana Donne per lo Sviluppo (AIDOS) aus Rom, TERRE DES FEMMES (TDF) aus Berlin in den Geschäftsräumen der fünften Partnerorganisation Associação para o Planeamento da Família (APF) in der portugiesischen Hauptstadt. Bei dieser Gelegenheit wurden Rahmenbedingungen und Grundsätze geklärt, aber auch über Inhalte des Projekts abgestimmt und diskutiert.

SchülerInnen in Berlin, Lissabon, Rom und Madrid werden für die Themen Gleichberechtigung, Kinderrechte sowie geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisiert und über ihre Rechte aufgeklärt. In diesem Zusammenhang entwickeln die Partnerinnen gemeinsam Module, u.a. zu den Themen Menschen- und Kinderrechte, geschlechtsspezifische Normen, soziale Machtverhältnisse, sexualisierte Gewalt, Früh- und Zwangsehen und Female Genital Mutilation, kurz FGM. Diese Module dienen als Leitfaden für die PädagogInnen, die das Projekt in den Schulklassen durchführen werden. Zudem sind Informationsveranstaltungen sowie Vorbereitungstreffen mit LehrerInnen, Eltern und politischen EntscheidungsträgerInnen geplant.

Kontextsensibel Handeln – ein Grundprinzip des Projekts

Während das Netzwerk END FGM EU die Gesamtkoordination übernimmt, werden AIDOS, APF, MDM und TDF das Projekt Gender ABC in Grund- und weiterführenden Schulen ihrer Länder implementieren. Das übergreifende Ziel – die Sensibilisierung und Aufklärung zum Thema genderbasierte Gewalt – haben alle Partnerorganisationen gemein. Je nach regionalem Kontext und schulischen Bedarf können die entwickelten Module angepasst sowie vertieft werden und stellen damit einen inhaltlichen Schwerpunkt dar. So äußerten die Partnerinnen aus Rom, dass das Thema sexuelle Identität und Orientierung in italienischen Schulen sehr gefragt und dringend notwendig sei, in Berlin spielt dagegen die Auseinandersetzung mit Frühehen und Genderstereotype eine wichtige Rolle. Auf diese Weise kann die Durchführung der gemeinsam entwickelten Module kontextspezifisch und -sensibel erfolgen.

 

 

Stand: 10/2018

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