Roundtable zum 5. Jahrestag des EU-Aktionsplans zur Beendigung von FGM

TeilnehmerInnen des Roundtablegesprächs. Foto: © End FGM EUTeilnehmerInnen des Roundtablegesprächs. Foto: © End FGM EUAm 13. Dezember 2018 nahm Charlotte Weil, TDF-Referentin zu weiblicher Genitalverstümmelung, an einem Roundtable zur EU-Strategie gegen FGM teil. In den Räumlichkeiten der EU-Kommission in Brüssel trafen sich VertreterInnen der Generaldirektion Justiz (DG Justice), der Generaldirektion Migration und Inneres (DG Home), der Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (DG DEVCO), des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE), des UNHCR, des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS) sowie Mitglieder des Europäischen Parlaments mit VertreterInnen der EU-Mitgliedsstaaten sowie VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen. Gemeinsam wurde zurückgeschaut, was in den letzten fünf Jahren erreicht wurde, wo Lücken sind und welche Schwerpunkte für die Zukunft gelegt werden müssen, um weibliche Genitalverstümmelung zu beenden.
 

Charlotte Weil präsentierte die Arbeit von TERRE DES FEMMES. Foto: © End FGM EUCharlotte Weil präsentierte die Arbeit von TERRE DES FEMMES. Foto: © End FGM EUCharlotte Weil präsentierte dort die Arbeit von TERRE DES FEMMES gegen weibliche Genitalverstümmelung. Die CHANGE-Projekte gelten auf EU-Ebene als Best-Practice-Beispiele und entsprechen der zweiten Säule des EU-Aktionsplans, nämlich nachhaltigen sozialen Wandel zu fördern, um FGM vorzubeugen. Charlotte Weil betonte in dem Zusammenhang unter anderem, wie wichtig langfristige finanzielle Förderungen sind, um einen solchen Wandel zu erreichen. FGM ist eine Jahrtausende alte Praktik, die nicht in einer zweijährigen Projektperiode abgeschafft werden kann. Auch muss die Schlüsselrolle, die die CHANGE Agents als MultiplikatorInnen und kulturelle VermittlerInnen einnehmen, gewürdigt und deren Arbeit gegen FGM entsprechend entlohnt werden.

Daraus ergab sich ein fruchtbarer Austausch und interessante Diskussionen. Die EU-VertreterInnen begrüßten explizit den Ansatz der Arbeit auf Communityebene und sehen in der Ausbildung von Mitgliedern betroffener Diaspora-Communities eine große Chance. Denn die CHANGE Agents klären nicht nur in ihren Communities in der Diaspora auf, sondern engagieren sich parallel dazu in ihren Herkunftsländern gegen die Praktik. Diese Doppelrolle ermöglicht eine transkontinentale Arbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung.

 

Stand 12/2018

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