Internationaler Aktionstag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ – Berliner Aktion vorm Brandenburger Tor

TeilnehmerInnen des Protestmarsches '#hearmetoo - NEIN zu Gewalt an Frauen' mit Initiatorin Binta Fatty (2.v.r.). Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmerInnen des Protestmarsches '#hearmetoo - NEIN zu Gewalt an Frauen' mit Initiatorin Binta Fatty (2.v.r.). Foto: © TERRE DES FEMMESAm Sonntag, 25. November 2018, wurde anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen vor dem Brandenburger Tor in Berlin eine Kundgebung mit anschließendem Protestmarsch veranstaltet. Organisiert und durchgeführt wurde die Aktion von CHANGE Agent und Aktivistin Binta Fatty. Unterstützt durch TERRE DES FEMMES konnte so die Forderung nach einem Ende der Gewalt an Frauen wirksam verbreitet werden.

Dass die CHANGE Agents des neuen Let’s CHANGE Projektes, aber auch des Vorgängerprojektes CHANGE Plus, keineswegs unpolitisch sind, liegt nahe. Weshalb sonst würden sie sich ehrenamtlich im Rahmen eines EU-Projektes für ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung stark machen (mehr Infos zum Let’s CHANGE Projekt). Allerdings ist es nicht selbstverständlich aus eigener Initiative eine Demonstration auf die Beine zu stellen.

Binta Fatty hat dies jedoch nicht abgeschreckt, ganz im Gegenteil: Für sie fängt der Widerstand der Frauen bei der einzelnen Person an; das Individuum muss den ersten Schritt machen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Frauen mit ihrem Kampf allein gelassen werden. „Wir Frauen machen so viel durch und denken immer, dass wir mit unseren Problemen allein sind. Aber wenn wir offen darüber sprechen, merken wir, dass anderen dasselbe passiert. Wir müssen uns zusammenschließen und gemeinsam gegen Gewalt aufstehen“, so Binta. Genau so sahen das viele andere, mit denen Binta ihr Vorhaben geteilt hatte. Mit Transparenten und zahlreichen Protestschildern ausgerüstet, machte sie sich daher schon früh zum Brandenburger Tor auf, um die Demo vorzubereiten. Das Ergebnis war ein wilder Mix unterschiedlichster Kulturen und Nationalitäten, die sich am Sonntagvormittag versammelten, um inmitten des Tourismusgedrängels ein freies Leben für alle Frauen zu fordern. Selbst zahlreiche BesucherInnen der Stadt unterbrachen für einen Moment ihren Stadtrundgang und nahmen sich die Zeit, mit den AktivistInnen ins Gespräch zu kommen oder Fotos zur weiteren Verbreitung zu machen.

Anschließend gab es einen Protestmarsch vom Brandenburger Tor entlang der Straße Unter den Linden bis hin zum Fernsehturm. Auch auf dem Weg gab es immer mal wieder Interessierte, die mit den AktivistInnen sprachen oder zumindest ein zustimmendes Lächeln zuwarfen. Am Fernsehturm angekommen endete die Aktion mit einer Rede von Binta Fatty und einer gemeinsamen Kundgebung. Die Botschaft war so simpel wie eindrucksvoll „Gemeinsam sind wir stärker!“, riefen die ProtestteilnehmerInnen mehrmals. Wenn die Botschaft ankommt, können wir nächstes Jahr hoffentlich mit einer noch größeren Beteiligung rechnen.

 

Stand: 11/2018

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