FGM-Lobby-Meeting mit der FDP im Abgeordnetenhaus Berlin

Thomas Hohe (FDP), Dr. Idah Nabateregga und Renate Staudenmeyer (TDF) im Jakob-Kaiser-Haus Berlin: Foto: © TERRE DES FEMMESThomas Hohe (FDP), Dr. Idah Nabateregga und Renate Staudenmeyer (TDF) im Jakob-Kaiser-Haus Berlin: Foto: © TERRE DES FEMMESAm Mittwoch, den 07.03.2018, fand im Abgeordnetenhaus Berlin ein Lobby-Meeting statt. Anwesend waren Herr Thomas Hohe, Büroleiter der Bundestagsabgeordneten Gyde Jensen (FDP), Dr. Idah Nabateregga, Fachreferentin für weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und Renate Staudenmeyer, Referentin für Internationale Zusammenarbeit bei TERRE DES FEMMES. Grund des Treffens war ein allgemeiner Informationsaustausch und mögliche Lobby-Aktivitäten zum Thema.

Frau Jensen leitet den Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe und sitzt außerdem im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. FGM bietet sich daher als Schwerpunktthema im MR-Ausschuss an, da es eine schwere Menschenrechtsverletzung, die speziell Kinder- und Frauenrechte bedroht, darstellt. Als Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, appellierte TERRE DES FEMMES außerdem an die Abgeordnete für die Integration des Themas weibliche Genitalverstümmelung in den Bildungscurricula unterschiedlicher Studiengänge und Ausbildungen.

2.	Aylin-Christina Geenen und Dr. Idah Nabateregga (TDF) mit MdB Gyde Jensen (FDP) im Paul-Löbe-Haus Berlin.Foto: © TERRE DES FEMMES 2. Aylin-Christina Geenen und Dr. Idah Nabateregga (TDF) mit MdB Gyde Jensen (FDP) im Paul-Löbe-Haus Berlin.Foto: © TERRE DES FEMMES Im Verlauf des Gesprächs gab FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga zunächst eine allgemeine Übersicht zum Thema sowie der Lage in Deutschland und ging dann auf spezielle Fragen von Herrn Hohe, z.B. zu der Lage in Ägypten und Malaysia, ein. Es wurden mehrere mögliche Vorgehensweisen besprochen, wie zum Beispiel die Einführung einer Meldepflicht, um genaueres Datenmaterial zu generieren und Präventionsmaßnahmen besser auf die Bedürfnisse der Betroffenen und Gefährdeten zuschneiden zu können. Auch wurde die Möglichkeit besprochen, in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer das Thema FGM in den Lehrplan des Medizinstudiums aufzunehmen, um angehende ÄrztInnen für das Thema zu sensibilisieren.

Herr Hohe möchte die Informationen an Frau Jensen herantragen und nach geeigneten Anknüpfungspunkten im politischen Betrieb suchen. Wir hoffen auf eine künftige Zusammenarbeit und bedanken uns herzlich für das Interesse am Thema FGM sowie das konstruktive Gespräch.

 

Stand: 03/2018

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