Aktuelles zum Thema Gleichberechtigung und Integration

CONNECT-Patinnenprogramm mit PHINEO Wirkt-Siegel ausgezeichnet!

v. l.: Dr. Andreas Schmidt (PHINEO), Gesa Birkmann (TDF), Désirée Birri (TDF). Foto: © Anna Goldv. l.: Dr. Andreas Schmidt (PHINEO), Gesa Birkmann (TDF), Désirée Birri (TDF). Foto: © Anna Gold

Am 16. Oktober 2018 wurde das PHINEO Wirkt-Siegel in Berlin an insgesamt sieben Projekte vergeben, die sich für geflüchtete Frauen einsetzen. Eines dieser Projekte ist das Patinnenprogramm CONNECT von TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e. V., das für seinen besonders wirkungsvollen Ansatz zur empowernden Unterstützung geflüchteter Frauen in Deutschland ausgezeichnet wurde.

Das Analysehaus PHINEO hat in einem 1,5-jährigen Analyseverfahren untersucht, wie gemeinnützige Projekte in Deutschland den Herausforderungen geschlechtsspezifischer Hürden der Integration begegnen. Das generierte Wissen um Herausforderungen, Lösungsansätze und gute Projekte wurde schließlich am 16. Oktober bei einem Event im Sharehouse Refugio feierlich vorgestellt. Teil des Rahmenprogramms war unter anderem ein Bühnengespräch zum Thema Empowerment zwischen Barbara Costanzo (Deutsche Telekom), Gesa Birkmann (TERRE DES FEMMES) und der Moderatorin Dr. Zoë Felder (PHINEO). Es wurde darüber diskutiert, wie verschiedene Sektoren wie Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik dazu beitragen können, insbesondere geflüchtete Frauen zu stärken.

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„Ich bin über meine eigene Kraft überrascht!“ – Bericht von einem sehr empowernden Selbstverteidigungskurs für die CONNECT-Tandems

Am 22. September 2018 richtete das CONNECT-Team, bestehend aus Désirée Birri und Vera Weithas, in Zusammenarbeit mit Lorrie Janßen von Lowkick e. V. einen Selbstverteidigungskurs für die Patinnen und ihre geflüchteten Tandempartnerinnen aus.

Bei Lowkick e. V. handelt es sich um einen feministischen Kampfsportverein in Berlin-Kreuzberg. Besonders wichtig ist dem Verein, eine angenehme und respektvolle Trainingsatmosphäre für Mädchen und Frauen zu schaffen. Noch bevor der Kurs startete, fragte eine geflüchtete Frau, ob auch Männer in den Räumlichkeiten trainierten. Als dies verneint wurde, entschied sie sich spontan dazu, ihr Kopftuch abzulegen, um freier und unbeschwerter am Selbstverteidigungskurs teilnehmen zu können.

Die CONNECT-TandempartnerInnen mit Team beim Training @Lowkick e. V. Foto: © TERRE DES FEMMESDie CONNECT-TandempartnerInnen mit Team beim Training @Lowkick e. V. Foto: © TERRE DES FEMMES

„Darf ich dich schubsen?“

Nach einer Vorstellungsrunde und einer kurzen Aufwärmphase, wurde in der ersten Übung an der Haltung und Atmung gearbeitet, da diese wesentlich für einen festen Stand sind. Nachdem alle versicherten, dass Lorrie sie „schubsen“ dürfe, gab sie den Teilnehmerinnen nacheinander einen leichten Stoß, um so die Standfestigkeit zu testen und Tipps zu geben, wie man sich noch sicherer positionieren kann.

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Von Erwartungen und Bedürfnissen: Das 3. CONNECT-Gruppentreffen 2018

Am 13. September 2018 hat das CONNECT-Team Gesa Birkmann, Désirée Birri und Vera Weithas alle Patinnen der fünf Zyklen zum Austausch in gemütlicher Runde in die TDF-Geschäftsstelle eingeladen und herzlich begrüßt.

Antje, schon seit über einem Jahr Patin, hat die vergangenen zwölf Monate mit Nilofar für uns Revue passieren lassen. Zu Beginn habe es Kontaktschwierigkeiten gegeben, da Nilofar häufig ihre Telefonnummer wechselte. Für Antje war es außerdem frustrierend, dass ihre Tandempartnerin wenig Fortschritte in Deutsch machte. Antje hat ihre Erwartungshaltung reflektiert. Sie hat das Gefühl, dass beidseitige Wertschätzung vorhanden ist. Der Kontakt zu Nilofar wird auch nach dem offiziellen CONNECT-Jahr bestehen bleiben.

Drittes Gruppentreffen der CONNECT-Patinnen mit dem CONNECT-Team. Foto: © TERRE DES FEMMESDrittes Gruppentreffen der CONNECT-Patinnen mit dem CONNECT-Team. Foto: © TERRE DES FEMMES

Praktische Hilfestellung

Die Mehrheit der Patinnen an diesem Abend ist im letzten Zyklus, sodass sich die Tandems teilweise erst einmal getroffen haben. Es wurden daher viele praktische Fragen geklärt und wertvolle Tipps gegeben. Im Rathaus Steglitz erhalte man beispielsweise ohne Voranmeldung das erweiterte Führungszeugnis.

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Mädchen brauchen einen Schutzraum – Bericht von der Pressekonferenz zum Verbot des „Kinderkopftuches“

Die TeilnehmerInnen der Pressekonferenz v.l.n.r.: Dr. Necla Kelek, PD Dr. Elham Manea, Ali Ertan Toprak, Nina Coenen, Prof. Dr. Susanne Schröter, Seyran Ateş, Dr. Sigrid Peter. Foto: © TERRE DES FMMESDie TeilnehmerInnen der Pressekonferenz v.l.n.r.: Dr. Necla Kelek, PD Dr. Elham Manea, Ali Ertan Toprak, Nina Coenen, Prof. Dr. Susanne Schröter, Seyran Ateş, Dr. Sigrid Peter.
Foto: © TERRE DES FMMES
Anlässlich ihrer laufenden Petition „DEN KOPF FREI HABEN!“ hat die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES (TDF) am 23. August zu einer Pressekonferenz geladen.

Ob ihrer hochkarätigen Besetzung mit bundesweit bekannten und anerkannten ExpertInnen aus den Bereichen Integration, Forschung und Islamwissenschaft wurde die Konferenz live aus Berlin auf dem TDF-YouTube-Kanal übertragen (s. Video-Link unten).

Die beteiligten Podiumsgäste

  • Dr. Sigrid Peter, Vizepräsidentin Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte,
  • Prof. Dr. Susanne Schröter, Direktorin Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam
  • PD Dr. Elham Manea, Politologin und Autorin,
  • Seyran Ateş, Rechtsanwältin und Autorin
  • Ali Ertan Toprak, Präsident Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände
  • Dr. Necla Kelek, Vorstandsfrau TERRE DES FEMMES

sind allesamt seit Beginn der TDF-Petition im Juni 2018 UnterstützerInnen.

Und damit, wie Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TDF in ihrer Begrüßung betonte, wichtige MultiplikatorInnen der Forderung von TERRE DES FEMMES, Mädchen vor Zugriff und Einfluss des islamischen Fundamentalismus – wie er sich u. a. in der Kinderverschleierung äußert – zu schützen.

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„Are you willing to date black?“ – Das 2. CONNECT-Gruppentreffen 2018

Intensiver Austausch auf dem 2. CONNECT-Gruppentreffen. Foto: © TERRE DES FEMMESIntensiver Austausch auf dem 2. CONNECT-Gruppentreffen. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 20. Juni fand das zweite Gruppentreffen in der TDF-Geschäftsstelle statt. Der Einladung zum Erfahrungsaustausch in entspannter Atmosphäre bei Sekt, Kaffee und Knabbereien folgten Patinnen aller vier CONNECT-Zyklen. Das CONNECT-Team, Désirée Birri und Rebekka Rohe, hieß die Patinnen herzlich willkommen. Diese eröffneten die Gesprächsrunde mit den Themen, die ihnen besonders am Herzen lagen.

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Ferien von der Gemeinschaftsunterkunft – Abenteuer im Spreewald

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMES

„Raus aus der überfüllten Unterkunft und rein in die Natur“, das dachten sich zwei Frauen vom Verein Lieberlesen e.V. Sie organisierten, unterstützt von zwei TERRE DES FEMMES-Mitarbeiterinnen und einem pensionierten Lehrerehepaar, ein Camp im Spreewald für elf geflüchtete Mädchen. Dr. Abir Alhaj Mawas, TERRE DES FEMMES-Referentin für Gleichberechtigung und Integration, kannte die Mädchen schon von den gemeinsamen Mädchenschulungen, die ebenfalls in Kooperation mit Lieberlesen e.V. 2017 stattfanden. Ihre Praktikantin Jana Machacek unterstützte das Betreuungsteam und fungierte aufgrund ihres Alters als Generationsbrücke zwischen den Mädchen und den Erwachsenen. Das Camp sollte den Mädchen die Gelegenheit bieten, sich fernab ihres Alltags und möglichen Zwängen frei bewegen und entfalten zu können. Sie sollten Neues entdecken, soziale Kompetenzen schulen und selbstbewusster werden.

Die Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahren kommen aus Afghanistan, Syrien, Iran und Irak und leben seit zwei bis drei Jahren in Berlin. Sie alle sind bis heute nur geduldet, leben also in ständiger Sorge vor einer Abschiebung. Alle Mädchen gehen zur Schule und sprechen sehr gut deutsch. Obwohl die meisten von ihnen ohne Kopftuchzwang und Gewalt aufwachsen, gibt es leider auch einige, die unterdrückt werden und Gewalt erfahren. Im Camp haben die Mädchen entschieden, wie sie aussehen wollen. Sie konnten sich ohne Kopftuch bewegen, kurze Hosen, Kleider und Make-up tragen.

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Vernetzungstreffen 2.0

CONNECT-Vernetzungstreffen im Juni 2018. Foto: © TERRE DES FEMMESCONNECT-Vernetzungstreffen im Juni 2018. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 30. Juni 2018 fand bei strahlendem Sonnenschein unser zweites Vernetzungstreffen von CONNECT – Empowerment für geflüchtete Frauen statt. Was bedeutet eigentlich Vernetzung? Systemtheoretisch bilden mehrere Einzelteile ein zusammengesetztes Ganzes. Bildhaft ist es ein Beziehungsnetz, das miteinander verbunden ist. Genau das stand an diesem Samstag im Fokus: das Miteinander aller Tandems, das Sich-Verbunden-Fühlen und Verbunden-Sein. Patinnen, geflüchtete Frauen, Kinder, Trainerin, Referentin und Praktikantinnen lernten sich kennen, nutzten die Zeit und den Raum zum Austausch und hatten jede Menge Spaß.

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Theaterpremiere „Female Refugees Warten auf Go.Dot“

v.r.n.l.: Gülcan Cerdik, Abir, Ulrike Düregger, Nadine da Cruz Oliveira. Foto: © TERRE DES FEMMESv.r.n.l.: Gülcan Cerdik, Abir, Ulrike Düregger, Nadine da Cruz Oliveira. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 22.06.2018 fand im Acker Stadt Palast die Premiere des Theaterstücks „Female Refugees Warten auf Go.Dot“ von Ulrike Düregger & Compagnie und Total Plural e. V. in Kooperation mit TERRE DES FEMMES – Menschrechte für die Frau e. V. statt. Ulrike Düregger, gleichzeitig verantwortlich für Konzept, Regie und Textfassung, stand ebenfalls neben Gülcan Cerdik und Nadine da Cruz Oliveira auf der Bühne. Frau Dr. Abir Alhaj Mawas, Fachreferentin für Gleichberechtigung und Integration bei TERRE DES FEMMES, nahm an dem anschließenden Publikumsgespräch als Expertin teil. Zwei weitere Vorstellungen fanden jeweils am 23. und 24. Juni statt. Da die Produktion ohne öffentliche Mittel realisiert wurde, waren nur diese drei Vorstellungen möglich.

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Fachtag „Let`s talk about sex“: TERRE DES FEMMES Referentin stellt Ihre Erfahrung über die Arbeit mit geflüchteten Mädchen beim Kongress Armut und Gesundheit vor

Workshopimpression. Foto: © Gesundheit Berlin-Brandenburg / Foto: André Wagenzik. Workshopimpression. Foto: © Gesundheit Berlin-Brandenburg / Foto: André Wagenzik. Um das Sexualleben von geflüchteten Mädchen in Deutschland und in anderen Ländern verständlich zu machen und den Erfahrungsaustausch über die praktische Arbeit mit geflüchteten Mädchen in der Praxis zu ermöglichen, zu informieren und auszutauschen, fand unsere Veranstaltung „Let`s talk about sex: Erfahrungsaustausch in der Arbeit mit geflüchteten Mädchen“ (Nr. 98) beim Kongress Armut und Gesundheit am Dienstag, den 20.03.2018, von 14:15 Uhr bis 15:45 Uhr statt. In Zusammenarbeit mit dem VIA Verband für Interkulturelle Arbeit im Berlin wurde die Podiumsdiskussion mit Statements von Cornelia Bauschke und Falko Kranert (Zentrum für sexuelle Gesundheit Mitte in Berlin), Halah Alhhayik und Line Göttke (VIA Verband für Interkulturelle Arbeit), und Diana Craciun (Familienplanungszentrum Balance e.V) organisiert.

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Das erste CONNECT-Gruppentreffen 2018: „Wir haben uns gesehen und es war klar, wir passen zusammen!“

Teilnehmerinnen des Connect-Gruppentreffen. Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmerinnen des Connect-Gruppentreffen.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Am 22. März 2018 trafen sich zum ersten Mal in diesem Jahr die Patinnen aller drei CONNECT-Zyklen zum vierteljährigen Gruppentreffen. Eine gute Gelegenheit, sich in vertrauter und entspannter Atmosphäre mit den anderen über Erfahrungen, Sorgen und schöne Momente der Patenschaften auszutauschen.

Die Tandems: So vielseitig wie die teilnehmenden Frauen

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Tatmotiv Ehre? – erschreckende Zunahme digitaler Verbreitung von patriarchaler Gewalt an geflüchteten Frauen

Lena Ganssmann / photocase.comLena Ganssmann / photocase.comIn Zeiten der regelmäßigen Nutzung sozialer Medien finden Hetzen und Hassreden vermehrt eine Bühne. Im März 2018 diente Facebook erneut als Plattform für Gewaltdarstellungen und Hetze. Brutale Gewalttaten an Frauen wurden präsentiert, kommentiert und geteilt. Täter und Opfer sind auch unter Geflüchteten zu finden. Wir präsentieren exemplarisch zwei Fälle und lassen geflüchteten Frauen  zu Wort kommen, die das Geschehen einordnen.

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Volles Haus und großes Interesse bei Premiere des Erklär-Films „Gleichberechtigt leben in Deutschland“

Filmpremiere. Foto: © TERRE DES FEMMES, Johanna MartinsohnIm Vorfeld des Internationalen Frauentages am 8. März hatte TERRE DES FEMMES am 6. März 2018 zur Premiere des Erklär-Films „Gleichberechtigt leben in Deutschland“ ins Kino CineStar in der Kulturbrauerei in Berlin eingeladen. Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES, hat in einer bewegenden Eröffnungsrede die über 150 Gäste begrüßt und über die aktuellen Hürden der Integrationsarbeit berichtet. Sie stellte dar, warum TERRE DES FEMMES mit dem Erklär-Film einen wichtigen Beitrag für eine gelingende Integration, allen voran geflüchteter Mädchen und Frauen leistet. Christa Stolle bedankte sich insbesondere bei der IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie), die den Erklär-Film finanziert hat und bat Marion Hackenthal, Leiterin der IG-BCE-Frauenabteilung auf die Bühne. Marion Hackenthal gratulierte TERRE DES FEMMES zu dem beeindruckenden Film-Ergebnis und betonte, wie wichtig es sei, Frauenrechtsprojekte zu fördern. Sie arbeite mit ihrer Organisation selbst täglich daran, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz und in der Arbeitswelt voran zu treiben.

Im Anschluss hatte der Erklär-Film „Gleichberechtigt leben in Deutschland“ (deutsche Version) auf der Kinoleinwand Premiere. Den Film gibt es zum Download auf dem YouTube-Kanal von TERRE DES FEMMES auf Deutsch, Englisch und Arabisch.

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Polygamie im Kontext von Flucht: „Geflüchtete Syrerinnen flohen vorm Krieg und auf der Flucht waren Prostitution und Zwangs-Frühehen ihr Schicksal“

Foto: ©  TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMESTradition, Religion und der Verlust von finanzieller und physischer Sicherheit durch die Flucht und den Bürgerkrieg sind wichtige Ursachen für den Anstieg der Polygamie und Frühehe in Syrien.

“Die Liebe ist Gewohnheitssache und entwickelt sich nach der Heirat!“

Die Tradition der streng patriarchalen islamischen Gesellschaft räumt den Mädchen und Frauen wenige Rechte ein. Es gibt eine Vielzahl von Sprichwörtern, die dieses verdeutlichen „Die Zukunft eines Mädchens ist nur Ehe und Kinder“. Immer wieder wird betont, dass es normal ist, wenn Mädchen früh heiraten. Besonders gilt dies für Jungfrauen, die sich nicht im Schulsystem befinden. Frauen, die älter als 18 und nicht an der Universität sind, wird häufig geraten den nächstbesten Mann zu heiraten, bevor es zu spät ist.

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Animationsfilm „Gleichberechtigt leben in Deutschland“ von TERRE DES FEMMES zum Streamen und Downloaden

Video "Gleiche Rechte"Der Erklär-Film “Gleichberechtigt leben in Deutschland” informiert insbesondere geflüchtete Frauen (und Männer) über ihre Rechte und das Verbot von Gewalt gegen Frauen in Deutschland. In dem Film wird neben häuslicher Gewalt, Zwangsheirat und anderen Gewaltformen gegen Frauen auch die Freiheit, sich für eine der vielen möglichen Lebensformen zu entscheiden, thematisiert. Die liebevoll gezeichneten Illustrationen entstanden in intensivem Austausch mit geflüchteten Frauen. Der Erklär-Film steht in in deutscher, englischer und arabischer Sprache zum kostenlosen Download zur Verfügung. Der dreiminütige Film ist vielseitig einsetzbar, zum Beispiel für Beratungsstellen, in Sprachkursen für Geflüchtete, in Flüchtlingsunterkünften oder Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.

Wir würden uns freuen, wenn der Film alle Frauen und Männer, insbesondere alle Betroffenen in Deutschland, erreicht.

Den Erklär-Film können Sie auch auf YouTube streamen und downloaden – in deutscher, englischer und arabischer Sprache.

Sie können sich den Film auch als MP4-Datei herunterladen (rechte Maustaste Kontextmenü -> "Ziel speichern unter"):

Appell an neue Bundesregierung, mehr in Bildung und Berufsförderung für weibliche Geflüchtete zu investieren

Zum Internationalen Frauentag am 8. März fordert die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES (TDF) die neue Bundesregierung auf, geflüchteten Mädchen und Frauen dieselben Bildungschancen wie allen anderen Menschen in Deutschland zu ermöglichen. „Geflüchtete Mädchen und Frauen gezielt zu fördern, um ihnen Bildung und damit Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen, ist die Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration“, erklärt dazu TDF- Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle. Frauen müsse ermöglicht werden, unabhängig von Männern für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen, um selbstbestimmt, frei und gleichberechtigt leben zu können. Nur so könne verhindert werden, dass patriarchale Strukturen tonangebend sind, Mädchen Gewalt erfahren, früh- und zwangsverheiratet und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden. 

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