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Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Internationaler Tag gegen Menschenhandel

Foto: © photographee.eu/fotolia.deFoto: © photographee.eu/fotolia.deAm 30. Juli findet jährlich der Internationale Tag gegen Menschenhandel statt. TERRE DES FEMMES möchte diesen Tag dazu nutzen, um Aufmerksamkeit auf ein unterschätztes Phänomen zu ziehen: Menschenhandel mit Kindern, insbesondere mit Mädchen. 20% der Betroffenen von Menschenhandel in Deutschland sind minderjährig (96 Kinder laut Bundeskriminalamt im Jahr 2016). Die meisten werden kommerziell sexuell ausgebeutet. 92% der betroffenen Kinder sind Mädchen. TERRE DES FEMMES spricht daher auch von Mädchenhandel.

Kinderhandel und die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern finden auf Bundesebene jetzt verstärkt Aufmerksamkeit. Das Bundeskriminalamt hat seine jährliche Kriminalstatistik zu Menschenhandel um andere Phänomene der sexuellen Ausbeutung von Kindern erweitert. Dies ist sehr zu begrüßen.

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Koreanische Abolitionistinnen zu Gast bei TERRE DES FEMMES

Am 11. Juni 2018 waren neun Aktivistinnen des koreanischen Netzwerks „National Solidarity against Sexual Exploitation of Women“ zu Gast bei TERRE DES FEMMES. Es war ein Austausch über die deutsche Politik zur Prostitution und die Situation in Deutschland nach Inkrafttreten des neuen Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG).

Treffen mit koreanischem Netzwerk gegen sexuelle Ausbeutung an Frauen. Foto: © TERRE DES FEMMESTreffen mit koreanischem Netzwerk gegen sexuelle Ausbeutung an Frauen. Foto: © TERRE DES FEMMES

Das koreanische Netzwerk besteht aus 13 Beratungsstellen, Schutzhäusern und Ausbildungsstätten in ganz Korea. Es ist die aktivste abolitionistische Organisation Koreas und setzt sich dafür ein, das Nordische Modell auch in Korea einzuführen. Damit wollen die VertreterInnen die Entkriminalisierung der Frauen in der Prostitution erreichen und Ausstiegsprogramme sowie eine umfassende Unterstützung schaffen. Gleichzeitig geht es um die Reduzierung der Nachfrage durch die Kriminalisierung der Sexkäufer.

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„Für eine Welt ohne Prostitution“

V.l.n.r.: Shelly Kupferberg (Moderatorin des Abends), Sabine Constabel (Gründerin SISTERS e.V.), Inge Bell (Vorstandsfrau TERRE DES FEMMES e.V.), Leni Breymaier (MdB), Huschke Mau (Gründerin Netzwerk Ella). Foto: © Isabelle GrubertV.l.n.r.: Shelly Kupferberg (Moderatorin des Abends), Sabine Constabel (Gründerin SISTERS e.V.), Inge Bell (Vorstandsfrau TERRE DES FEMMES e.V.), Leni Breymaier (MdB), Huschke Mau (Gründerin Netzwerk Ella). Foto: © Isabelle GrubertUnter diesem Motto fand die Veranstaltung von TERRE DES FEMMES am Freitag, den 25.05.2018 in Berlin statt.

Am Vorabend der jährlichen Mitfrauenversammlung von TERRE DES FEMMES e.V. findet traditionell ein öffentlicher Themenabend statt- dieses Jahr unter dem Titel „Für eine Welt ohne Prostitution“. Rund 220 Gäste kamen am 25. Mai 2018 in die Werkstadt der Kulturen, um die Podiumsdiskussion zu verfolgen und natürlich mit zu diskutieren.

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Kritik an der Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetz in Sachsen-Anhalt und Thüringen

TERRE DES FEMMES begleitet den Umsetzungsprozess des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) in Thüringen und Sachsen-Anhalt kritisch durch Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen.

Positiv ist, dass Thüringen der Forderung von TERRE DES FEMMES nach der gebührenfreien Anmeldung von Prostituierten nachkommt. Dagegen plant Sachsen-Anhalt jährlichen Gebühren von insgesamt 88–1.900 Euro pro Prostituierte. Dies kritisiert TERRE DES FEMMES ausdrücklich in unserer Stellungnahme. Wir fordern, dass Sachsen-Anhalt die Anmeldung gebührenfrei anbietet.

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Brüsseler Treffen zu Menschenhandel und Treffen des „Brussels Call“ für ein europaweites Sexkaufverbot

Dimitris Avramopoulos, EUCSPTHB. Foto: © TERRE DES FEMMESDimitris Avramopoulos, EUCSPTHB. Foto: © TERRE DES FEMMESVom 5.-6. Dezember 2017 fand in Brüssel das halbjährliche Treffen der EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel statt. Die EU Kommission bringt hier über 100 VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen zusammen, um sich über europäische Entwicklungen im Bereich Menschenhandel auszutauschen und untereinander zu vernetzen. Dr. Andrea Tivig nahm als TERRE DES FEMMES Referentin zu Frauenhandel und Prostitution an dem Treffen teil. Das Treffen ermöglicht den Austausch zwischen nationalen RegierungsvertreterInnen/ BerichterstatterInnen zu Menschenhandel und den Zivilgesellschaftsorganisationen des EU-Mitgliedstaates.

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