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Internationaler Tag gegen Menschenhandel

Foto: © photographee.eu/fotolia.deFoto: © photographee.eu/fotolia.deAm 30. Juli findet jährlich der Internationale Tag gegen Menschenhandel statt. TERRE DES FEMMES möchte diesen Tag dazu nutzen, um Aufmerksamkeit auf ein unterschätztes Phänomen zu ziehen: Menschenhandel mit Kindern, insbesondere mit Mädchen. 20% der Betroffenen von Menschenhandel in Deutschland sind minderjährig (96 Kinder laut Bundeskriminalamt im Jahr 2016). Die meisten werden kommerziell sexuell ausgebeutet. 92% der betroffenen Kinder sind Mädchen. TERRE DES FEMMES spricht daher auch von Mädchenhandel.

Kinderhandel und die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern finden auf Bundesebene jetzt verstärkt Aufmerksamkeit. Das Bundeskriminalamt hat seine jährliche Kriminalstatistik zu Menschenhandel um andere Phänomene der sexuellen Ausbeutung von Kindern erweitert. Dies ist sehr zu begrüßen.

Eine wichtige Form des Mädchenhandels passiert durch die Loverboy-Masche. Oft treten die sogenannten Loverboys mit Mädchen übers Internet und Chatrooms in Online-Spielen in Kontakt. Mädchen und junge Frauen werden hier von den Loverboys durch absichtlich vorgespielte Liebesbeziehungen von Familie und Freundeskreis isoliert und in die emotionale Abhängigkeit getrieben. Die Loverboys zwingen ihre Opfer zur Prostitution und beuten sie sexuell aus. Hier ist Prävention dringend nötig, direkt hier in Deutschland.

TERRE DES FEMMES fordert, dass Betroffene von Mädchenhandel in Deutschland mehr Hilfe erhalten. Es gibt immer noch keine einzige spezialisierte Schutzeinrichtung für minderjährige Betroffene von Menschenhandel in Deutschland. Diese Lücke im deutschen Schutzsystem muss unbedingt geschlossen werden. Dafür setzen wir uns ein.

 

Stand: 07/2018