Rückschau Fahnenaktion 2018

In der Göttinger Innenstadt weht am 25.11.2018 die TERRE DES FEMMES Fahne. Foto: © Anna Raddatz. In der Göttinger Innenstadt weht am 25.11.2018 die TERRE DES FEMMES Fahne. Foto: © Anna Raddatz. „Frei leben ohne Gewalt“ auch in diesem Jahr haben sich unter diesem Leitsatz zahlreiche Frauen und Männer gegen Gewalt an Mädchen und Frauen engagiert.

Bundesweit würdigten Gleichstellungsbeauftragte, Frauenrechtsverbände, Beratungsstellen und natürlich TERRE DES FEMMES Ehren- und Hauptamtliche den internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ mit vielfältigen Aktionen und Informationsveranstaltungen. Selbstverständlich wurde auch „Flagge bekannt“ und die rund 8.200 bisher verkauften TERRE DES FEMMES Fahne „Frei Leben ohne Gewalt“ gehisst!

2018 stand die Fahnenaktion dabei ganz im Zeichen des Mädchenschutzes. Unter dem #esistnichtallesrosarot wurde am 22. November vor dem Brandenburger Tor die zweijährige Mädchenkampagne „Jetzt Mädchen stärken“ eröffnet. Zum Auftakt ging TERRE DES FEMMES mit einer Petition für bundesweit einheitliche, verpflichtende U-Untersuchungen an die Öffentlichkeit.

Bei dem aufmerksamkeitsstarken Flashmob waren unter anderem Caren Marks (MdB, SPD und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Leni Breymaier (MdB, SPD), Anton Hofreiter (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Margarete Bause (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Silvia Breher (MdB, CDU) und Susann Rüthrich (MdB, SPD) anwesend, um die Petition auch seitens der Politik zu unterstützen und öffentlich Nachdruck zu verleihen. Öffentliche Unterstützung erfuhr TERRE DES FEMMES außerdem durch den Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Kinderhilfe e.V. Rainer Becker, der die Petition auch als Erstunterzeichner stärkt.

Ein klares „Nein zu Gewalt“ kam allerdings auch aus der Zivilgesellschaft. Neben Verbänden wie beispielsweise dem Verband für berufstätige Mütter (VBM) dem AWO Landesverband Sachsen-Anhalt, Hochschulen und Schulen z.B. der Hochschule Magdeburg Stendal und der HWR in Berlin engagierten sich auch in diesem Jahr viele Fraueninitiativen, Beratungsstellen und Vereine gegen Gewalt. Erstmals war die TERRE DES FEMMES Flagge beispielsweise auch in einem BIO-Supermarkt vertreten. Gleich in zwei Alnatura-Filialen in Köln wurde auf den Gedenk- und Aktionstag am 25. November aufmerksam gemacht.  

„Frei leben ohne Gewalt“ darauf macht in der Woche um den 25. November 2018 der Biosupermarkt Alnatura in Köln aufmerksam. Foto: © Mauro Trujano„Frei leben ohne Gewalt“ darauf macht in der Woche um den 25. November 2018 der Biosupermarkt Alnatura in Köln aufmerksam. Foto: © Mauro Trujano 
TERRE DES FEMMES MitarbeiterInnen und PolitikerInnen posieren am 22. November 2018 beim Pressefoto nach einem Flashmob vorm Brandenburger Tor zum Thema #esistnichtallesrosarot. Foto: © Martin FunkTERRE DES FEMMES MitarbeiterInnen und PolitikerInnen posieren am 22. November 2018 beim Pressefoto nach einem Flashmob vorm Brandenburger Tor zum Thema #esistnichtallesrosarot. Foto: © Martin Funk
 

Die TERRE DES FEMMES FLAGGE „Frei leben ohne Gewalt“ wehte deutschlandweit

Auch 2018 wäre die Fahnenaktion ohne die Unterstützung von Gleichstellungsbeauftragten und Rathäusern im ganzen Bundesgebiet nicht denkbar gewesen. Von Großstadt bis Marktflecken: Unzählige Gemeinden ließen die Fahne wehen und trugen das wichtige Thema Gewalt an Frauen und Mädchen aus der Tabuzone in die Öffentlichkeit. Allein in der Medienberichterstattung konnte TERRE DES FEMMES die Beteiligung von über 400 AkteurInnen nachverfolgen.[1]

Bremen, Augsburg, Nürnberg, Leipzig, Regensburg, Göttingen .... damit die Fahne nicht nur sichtbar, sondern auch in ein Rahmenprogramm eingebunden wurde, haben sich auch unsere ehrenamtlichen TERRE DES FEMMES Städte- und Hochschulgruppengruppen und JugendbotschafterInnen und ihre lokalen PartnerInnen mächtig ins Zeug gelegt. Die Veranstaltungen waren dabei so vielfältig, zahlreich und lebendig wie unsere Ehrenamtlichen selbst.

So fand in Köln beispielsweise eine Veranstaltung zum Thema „Loverboy-Methode“ statt, die vor allem LehrerInnen und Eltern über die Gefährdung durch Mädchenhandel aufklären sollte. In der Bremer Zentralbibliothek hingegen wurde zum 25. November ein Büchertisch und Infotisch zum Thema „Gewalt an Frauen“ eingerichtet. Andere Ehrenamtliche aus Göttingen und Augsburg organisierten zusammen mit lokalen PartnerInnen ganze Veranstaltungsreihen, in denen die verschiedenen Schwerpunktthemen von TERRE DES FEMMES aufgegriffen wurden. So hielt in diesem Rahmen unter anderem Vorstandsfrau Necla Kelek einen kritischen Vortrag unter der Überschrift „An den Rechten der Frau misst sich die Demokratie!“.

Körperlichen Einsatz zeigten die beiden Jugendbotschafterinnen Katharina und Nadira, die mit einem Selbstverteidigungskurs den Ansatz „Jetzt Mädchen stärken“ wörtlich nahmen. 

Ganz im Norden, in Hamburg, glänzten die Frauen mit einer prominenten Fahnenhissung am Hamburger Rathaus, welche sogar von NDR übertragen wurde. Aber auch in Bayern waren die Ehrenamtlichen in diesem Jahr wieder sehr aktiv.  Neben 39 weiteren Fahnenaktivitäten fand u.a. eine Sondervorstellung des Films #Female Pleasure mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin in Nürnberg statt. In Würzburg zeigte sich unsere Jugendbotschafterin Enora gemeinsam mit der dortigen Gleichstellungsbeauftragten an einem Infotisch aktiv. Die Regensburger KollegInnen begeisterten mit Infostand und Gesangseinlage sowie einer Filmvorführung und Fachdiskussion zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung. Die Städtegruppe in Leipzig startete den Gedenktag um den 25.11. mit dem Thema „Zwangsverheiratung“ und holte die TERRE DES FEMMES Wanderausstellung „Mit dem Malstift gegen eine geraubte Kindheit“ in die Stadt. In Konstanz wurde u.a. mit einer frauenspezifischen Führung durch das Rosengarten Museum auf mutige Frauen, die gegen patriarchale Widerstände angekämpft haben, aufmerksam gemacht. Die Städtegruppe München informierte in einem Fachvortrag über das Thema #Me Too- sexualisierte Gewalt, in Marburg entschloss sich die Städtegruppe den Aktionstag zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht zu gestalten. Und obwohl natürlich überall die Fahne gehisst wurde, sorgte vor allem Dortmund für ein Schmunzeln denn dort hisste man neben der obligatorischen BVB-Flagge gleich vier „Frei leben ohne Gewalt“- Fahnen und zeigten, dass der Ruhrpott zwar ein Herz für Fußball, aber keinen Platz für Gewalt an Mädchen und Frauen hat.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Würzburg Carmen Schiller steckt dem CSU Landrat Eberhardt Nuß am 22.11.18 einen TERRE DES FEMMES Pin an. Foto: © Eva Schorno
Am 22.11.18 veranstalten die Gleichstellungsbeauftragte Carmen Schiller und die TDF-Jugendbotschafterin Enora einen Informationstisch. CSU Landrat Eberhardt Nuß unterzeichnete im Anschluss die Petition U-Untersuchung- Unbedingt Pflicht! Foto: © Eva Shorno
Das Foto zeigt die Ehrenamtliche Städtegruppenkoordinatorin von München, Juliane von Krause, sowie eine engagierte Mitfrau der Gruppe Romy Stangl, die am 19.11.18 einen Vortrag zum Thema „Selbstbestimmt und frei von Gewalt leben - für Frauen ein Wunschtraum?“ gehalten haben. Foto: © Claudia Gehr
BesucherInnen schauen sich 23.11.2018 die Ausstellung „Mit dem Malstift gegen eine geraubte Kindheit!“ in der Volkshochschule an. Vorstandsfrau Godula Kosack hielt zur Eröffnung einen Vortrag zum Thema Zwangsheirat. Foto: © Claudia Peißig
Am 21.11.2018 hisst Maja Wegener, Abteilungsleiterin für Themen, Projekte und Beratung, die TERRE DES FEMMES Flagge „Frei leben ohne Gewalt gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und der Gleichstellungsbeauftragten Karin Lück vor dem Rathaus Charlottenburg
Annika Pohlmann (li) und Barbara Weller (re) betreuen am 24. November 2018 in der Bremer Zentralbibliothek einen Infostand. Foto: © Angelika Brückner
Am 24. November 2018 begleiten die Städtegruppen Frauen aus Regensburg ihren Infostand in der Regensburger Innenstadt musikalisch. Foto: © Regine Arends
Damit es jeder versteht: Am 18.11.2018 sieht man in Regensburg die „Frei Leben ohne Gewalt“-Fahne in vielen verschiedenen Sprachen. Foto: © Regine Arends
In Dortmund wird am 25. November 2018 nicht nur ein Zeichen für Borrussia Dortmund gesetzt, gleich vierfach solidarisiert sich die Stadt mit von Gewalt betroffenen Frauen und macht sich für ein „Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen“ stark.
In Nürnberg wurde die Fahne am 25. November 2018 auch an der Frauenkirche gehisst! Foto: © Susanne Meister
In Hamburg hisst Jugendbotschafterin Merle die Fahne mit Sozialsenatorin Melanie Leonhard und Vizepräsident der Bürgerschaft Dietrich Wersich. Foto: © Rukiye Cankiran.
BürgerInnen und Polizei von Seelze hissen am 26.11.2018 die „Frei leben ohne Gewalt“- Flagge in ihrer Stadt und setzen ein Zeichen gegen Gewalt. Foto: ©Stadt Seelze
Die Städtegruppe Konstanz hisst die Flagge am 25.11.2018 vor dem historischen Rathaus. Foto: © Erika Korn
Anlässlich des Aktionstages "Nein zu Gewalt gegen Frauen" nutzte der Salzwedeler Arbeitskreis "Gemeinsam gegen Gewalt" den Frauensportaktionstag am 3. November 2018, um die Anwesenden auf das Thema „Gewalt an Frauen und Mädchen“ aufmerksam zu machen und sie darum zu bitten, ein Statement gegen Gewalt abzugeben. Foto: © Gleichstellungsstelle Salzwedel/Marita Runge
„Frei leben ohne Gewalt“ darauf macht in der Woche um den 25. November 2018 der Biosupermarkt Alnatura in Köln aufmerksam. Foto: © Mauro Trujano
In der Göttinger Innenstadt hängt am 25.11.2018 die Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ . Foto: © Anna Raddatz
Christa Stolle und Boris Palmer (Oberbürgermeister Tübingen B/90 Grüne) verfolgen am 25.11.2018 aufmerksam das Programm des Tübinger Rathaus unter dem Titel „Den Mädchen das Rathaus“ bevor die Fahne am Rathausplatz gehisst wurde. Foto: © Alexander Gonschior

 

Auch die Hauptstadt solidarisiert sich

Auch in Berlin standen Politik und Verwaltung für ein klares „Nein zu Gewalt“ ein. Die TDF-Abteilungsleiterin für Themen, Projekte und Beratung, Maja Wegener, hisste die „Frei leben ohne Gewalt“- Fahne gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und der Gleichstellungsbeauftragten Karin Lück vor dem Rathaus Charlottenburg sowie mit dem Präsident des Abgeordneten Hauses Ralf Wieland und Senatorin Kolat vor dem Abgeordneten Haus in Berlin. Außerdem wehte die Flagge in den Rathäusern in Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg.

Am Brandenburger Landtag wurde ebenfalls die Flagge gehisst, dort anwesend waren u.a. Parlamentspräsidenten Britta Stark und Frauenministerin Susanna Karawanskij. Außerdem hisste auch der Landtag in Nordrhein-Westfalen.

Fahnenaktion 2018 nicht ohne das Filmfest Frauenwelten

Christa Stolle und Boris Palmer (Oberbürgermeister Tübingen B/90 Grüne) verfolgen am 25.11.2018 aufmerksam das Programm des Tübinger Rathaus unter dem Titel „Den Mädchen das Rathaus“ bevor die Fahne am Rathausplatz gehisst wurde. Foto: © Alexander GonschiorChrista Stolle und Boris Palmer (Oberbürgermeister Tübingen B/90 Grüne) verfolgen am 25.11.2018 aufmerksam das Programm des Tübinger Rathaus unter dem Titel „Den Mädchen das Rathaus“ bevor die Fahne am Rathausplatz gehisst wurde.
Foto: © Alexander Gonschior
Traditionell zum 25. November wurde in Tübingen auch 2018 das Filmfest „Frauenwelten“ eröffnet. In über 30 Filmen wurden zwischen dem 21. Und 28. November unter anderem die Themen „Weibliche Genitalverstümmelung“, „Körperliche Selbstbestimmung“ und „Rechte von Mädchen weltweit“ aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet.

Am 25. November selbst hisste Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle in alter Tradition die „Frei leben ohne Gewalt“-Flagge vor dem Rathaus in Tübingen.

 

 

 

 

 

 

 

[1] Aktuelle Erhebung von TERRE DES FEMMES Fahnenhissung in der Presse.

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