Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Friedensverhandlungen in Afghanistan: Unter Beteiligung der Taliban aber ohne Frauen?!?

Aqelah Nazari-Hossain Dad. Foto: © TERRE DES FEMMESAqelah Nazari-Hossain Dad, Mitbegründerin der TERRE DES FEMMES-Partnerorgansation fordert eine Beteiligung von afghanischen Frauen an den Friedensverhandlungen.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Straßen, in denen sich Frauen nur in Begleitung von Männern bewegen dürfen, Verbot hoher Schuhe, Zwang zur Vollverschleierung und Bestrafungen wie öffentliches Auspeitschen erinnern an weit zurückliegende Epochen oder die irrealen Szenarien aus Margaret Atwoods Büchern. Für lange Zeit sah so jedoch die unterdrückende Realität für Frauen in Afghanistan aus. 17 Jahre sind die Taliban nun nicht mehr an der Macht und seither gab es viele Errungenschaften der FrauenrechtsaktivistInnen. Diese Erfolge scheinen jetzt aber wieder wie am seidenen Faden zu hängen: Bei den anstehenden Friedensverhandlungen zwischen den Taliban und verschiedenen Staatsrepräsentanten sind die Frauen des Landes nicht an den Verhandlungstisch gebeten. Auch Bundesaußenminister Heiko Maas machte sich letzte Woche ein Bild von der Lage in Afghanistan und betonte die Bedeutung der erlangten Frauenrechte.

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Convalor Projektpartner GmbH zu Besuch

Renate Staudenmeyer, Ulrik Karsten und Christa Stolle nach ihrem Gespräch in der TERRE DES FEMMES-Bundesgeschäftsstelle. Foto: © TERRE DES FEMMESRenate Staudenmeyer, Ulrik Karsten und Christa Stolle nach ihrem Gespräch in der TERRE DES FEMMES-Bundesgeschäftsstelle. Foto: © TERRE DES FEMMESNach Unterstützung beim Bau eines Frauenschutzhauses in Nordmali war Herr Ulrik Karsten, Geschäftsführer Firma Convalor, nun zu einem Treffen in der TERRE DES FEMMES – Bundesgeschäftsstelle. Der gemeinsam erreichte erfolgreiche Abschluss des Projektes wurde im Gespräch reflektiert. Zusammen mit Christa Stolle, TDF-Geschäftsführerin und Renate Staudenmeyer, TDF-Referentin für Internationale Zusammenarbeit, wurde sich am 12. März 2019 über die erfolgreiche Baumaßnahme für ein neues Schutzhaus der TDF-Partnerorganisation APDF in Mali ausgetauscht.

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Kamerun: AAFMHL-Projektassistentin trifft erstmalig Stipendiatinnen

TDF-Stipendiatinnen in M`lay. Foto: © AAFMHLTDF-Stipendiatinnen in M`lay. Foto: © AAFMHLIn drei Bergdörfern des Mandara-Gebirges in Nordkamerun unterstützt TERRE DES FEMMES gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation AAFMHL benachteiligte Mädchen durch Schulstipendien. Die Übernahme der Schulgebühren ermöglicht es ihnen, ihre Schulbildung bis zum Abschluss fortzusetzen und beugt frühe Zwangsverheiratung vor. Seit Dezember 2018 ist Ndawidam neue AAFMHL-Projektassistentin und konnte Anfang März erstmalig in die drei Dörfer reisen. Bei dieser Gelegenheit lernte sie die geförderten Schülerinnen kennen. Auch für die Stipendiatinnen stellte der Besuch ein wichtiges Ereignis dar, denn Ndawidam ist nun ihre erste Ansprechpartnerin bei Anliegen und Vorschlägen.

Das Highlight des Besuchs war eine offene Gesprächsrunde im Dorf M’lay am 3. März 2019. Der Großteil der Stipendiatinnen nahm an diesem Treffen teil und sprach mit Ndawidam vor allem über die Chancen, die ihnen das Stipendienprogramm bietet.

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„Manche suchen nach einer besseren Welt. Andere machen sie“ - Kleinunternehmerin Damarís über Mode und das Recht auf eine eigene Meinung

Die ausgebildete Schneiderin freut sich über den Erfolg ihres Unternehmens. Foto: © LuceroDie ausgebildete Schneiderin freut sich über den Erfolg ihres Unternehmens. Foto: © LuceroWie eine Diva stolziert der Dackel von Damarís Sevilla ins Wohnzimmer, als wir uns mit der 37-Jährigen über ihr frisch gegründetes Modelabel unterhalten. Um die Hüften trägt die Dackeldame ein Tutu - ein Ballettröckchen – in gelbem Satinstoff. Die kurzen Beine zieren Rüschen-Strumpfbänder in der gleichen Farbe. Unser Gelächter macht den Starallüren des Dackels ein Ende. Mit einem Satz verschwindet er unter der Couch. „Sie ist mein bestes Model“, scherzt Damarís, die kürzlich ihre Schneiderei-Ausbildung bei der TDF-Partnerorganisation Asociación Proyecto MIRIAM in der Stadt Estelí im Norden von Nicaragua abgeschlossen hat.

Ihre ersten Kundinnen rekrutierte Damarís aus der eigenen Kirchengemeinde, indem sie besonders gelungene Stücke ihrer Kollektion am sonntäglichen Gottesdienst trug und so bald auf ihren guten Geschmack und die Herkunft der Stücke angesprochen wurde. Dann wurde die Nachbarschaft auf sie aufmerksam. Als sie schließlich anfing, den Werbegag „Dackel-Tutu“ auf Facebook einzustellen, gingen die Bestellungen durch die Decke.

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Frauenrechte in der Krise – TDF-Besuchsreise in Nicaragua

Tausende von Frauen beteiligten sich an den jüngsten Protestmärschen in Nicaragua. Foto: © Itzel Chavarria Tausende von Frauen beteiligten sich an den jüngsten Protestmärschen in Nicaragua. Foto: © Itzel Chavarria Birgitta Hahn, Referentin für Internationale Zusammenarbeit, besuchte im Februar 2019 das TERRE DES FEMMES-Kooperationsprojekt Asociación Proyecto MIRIAM in Nicaragua.

Seit fast einem Jahr steckt das zentralamerikanische Land in einer schweren politischen Krise, von der auch FrauenrechtsaktivistInnen betroffen sind.

Korruption, Intransparenz und das zunehmend autokratische Regime des sandinistischen Präsidenten Daniel Ortega hatten seit April 2018 zu landesweiten Protesten geführt, die von Armee und paramilitärischen Gruppen gewaltvoll niedergeschlagen wurden. Traurige Bilanz des Konflikts bis heute: 500 Tote, Hunderte politischer Gefangener und 10.000 Flüchtlinge. Demonstrationen jeglicher Art sind seit Juli 2018 verboten.

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Bilder zu Früh- und Zwangsheirat bewegen die Stadt Büren

Vernissage-Besucherinnen lassen die Bilder auf sich wirken. Foto: © Stadt BürenVernissage-Besucherinnen lassen die Bilder auf sich wirken. Foto: © Stadt BürenDie TDF-Bilderausstellung „Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“ über Früh- und Zwangsheirat von SchülerInnen aus der Türkei ist aktuell im Foyer des Stadtmarketings der Stadt Büren zu sehen und zieht zahlreiche BesucherInnen in ihren Bann.

In der gelungenen Vernissage am 20. Februar 2019, brachte Bürgermeister Burkhard Schwuchow die Problematik von Früh- und Zwangsheirat auf den Punkt: „Gerade durften sie noch Kind sein und gingen zur Schule und im nächsten Moment sollen sie die perfekte Rolle einer Braut und Ehefrau spielen. Dies hat zur Folge, dass den Mädchen die Chance auf Bildung genommen wird und ein eigenständiges, freies Leben nicht mehr möglich ist.“

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Spendenübergabe in Indien – Jasmin Camenzind aus Basel bei der TDF-Partnerorganisation BHUMIKA Women’s Collective

Jasmin Camenzind besuchte BHUMIKA in Hyderabad, wo unsere Partnerorganisation ihren Hauptsitz hat. Foto: © Jasmin CamenzindJasmin Camenzind besuchte BHUMIKA in Hyderabad, wo unsere Partnerorganisation ihren Hauptsitz hat. Foto: © Jasmin Camenzind2018 veranstaltete Jasmin Camenzind eine Vernissage eigener Fotokunst und zeigte dort Porträts starker Frauen. Ihr Wunsch war es, mit dem Erlös in Höhe von 2.000 Schweizer Franken die Arbeit der TDF-Partnerorganisation BHUMIKA Women’s Collective in Indien zu unterstützen. Bei einer privaten Indien-Reise nutzte Frau Camenzind die Gelegenheit, die Spende persönlich zu überreichen und sich mit dem BHUMIKA-Team auszutauschen. Sie wurde nach eigenem Bericht sehr herzlich aufgenommen und erfuhr viel über die Arbeit von BHUMIKA und die Herausforderungen für Frauen in Indien.

„Dieser Besuch war eines der eindrucksvollsten Erlebnisse in meinem Leben“ schrieb sie uns danach. Wir freuen uns, dass ihr der Besuch gefallen hat und danken Frau Camenzind für ihr außerordentliches Engagement!

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Sierra Leone: Ein Schutzhaus schafft Zukunft für Mädchen

"Sie alle hatten den Mut, Nein! zu FGM zu sagen. TDF unterstützt sie dabei. Mädchen aus dem Schutzhaus beim gemeinsamen Mittagessen. Foto: © Uman Deen KamaraSie alle hatten den Mut, Nein! zu FGM zu sagen. TDF unterstützt sie dabei. Mädchen aus dem Schutzhaus beim gemeinsamen Mittagessen. Foto: © Uman Deen KamaraIm Dorf haben sie gesagt, ich würde sonst keine richtige Frau werden, meine Familie beschämen und die Tradition unseres Landes verraten. Ich weiß aber, dass ich dann lebenslang Schmerzen hätte und sogar sterben könnte. Das will ich nicht.“ Fatmata* spricht von einer Menschenrechtsverletzung, die 90 Prozent der Mädchen und Frauen in Sierra Leone betrifft: weibliche Genitalverstümmelung (engl. FGM). Kein Gesetz schützt bis heute davor. Fatmata ist eines von rund 350 Mädchen, die die TDF-Partnerorganisation AIM seit dem Bau eines landesweit einzigartigen Schutzhauses 2012 vor FGM bewahren konnte.

Im Schutzhaus finden bis zu 25 Mädchen ein sicheres Zuhause, wenn sie vor ihren Familien fliehen müssen, um nicht zwangsverstümmelt zu werden. Sie werden von einer Sozialarbeiterin betreut und nachts von einem Wachmann beschützt. Alle Mädchen gehen weiter zur Schule. AIM führt mit den Eltern Mediationsgespräche, um sie davon zu überzeugen, die Entscheidung ihrer Tochter zu respektieren. Viele Mädchen konnten bereits nach Hause zurückkehren. Kein einziges musste FGM erleiden.

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Steigende Fallzahlen in BHUMIKA-Beratungsstelle in Indien

Das Gebäude der Beratungsstelle von BHUMIKA in Karimnagar, Indien. Foto: © BhumikaDas Gebäude der Beratungsstelle von BHUMIKA in Karimnagar, Indien. Foto: © BhumikaAnfang 2019 brachen in Indien erneut Proteste aus und Frauen solidarisierten sich, um für mehr Gleichberechtigung zu kämpfen. Anlass war die Verweigerung von Männern, Frauen im Alter von zehn bis 50 Jahren Zutritt zu einem Hindu-Tempel  zu gewähren, trotz anderslautender richterlicher Entscheidung. Nichtsdestotrotz bleibt Indien ein gefährliches Land für Frauen. Gewalt gegen Frauen ist leider überall gegenwärtig und die Fallzahlen steigen sogar. Wurden 2013 noch ca. 310.000 Verbrechen gegen Frauen polizeilich erfasst, waren es 2016 fast 339.000, darunter knapp 39.000 Vergewaltigungen[1].

Umso wichtiger ist es, Frauen eine sichere und kompetente Anlaufstelle zu bieten, wenn sie von Gewalt betroffen sind. Genau dieser Aufgabe hat sich unsere Partnerorganisation BHUMIKA Women’s Collective verschrieben und betreibt seit 2015 eine Beratungsstelle in Karimnagar, die seit Juli 2017 von TERRE DES FEMMES unterstützt wird.

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Oxfam-Studie zu Rollenbildern und Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika und der Karibik

Unsere Partnerorganisation Asociación Proyecto MIRIAM setzt sich aktiv gegen Gewalt an Frauen ein - wie hier bei einer Demonstration in Managua. Foto: © Asociación Proyecto MIRIAM Woher kommen frauenfeindliche Tendenzen in einer Gesellschaft, was trägt zu ihrer Reproduktion bei und wie beeinflussen sie die lokale Gesellschaft? Diesen Fragen geht eine neue Studie von Oxfam in acht lateinamerikanischen und karibischen Ländern auf den Grund und untersucht, welche geschlechtsspezifische Rollenbilder  Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren haben und wie diese entstehen.

Zu den untersuchten Ländern zählt auch Nicaragua. Dort arbeitet seit Jahren die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation Asociación Proyecto MIRIAM mit von Gewalt betroffenen Frauen, unterstützt sie rechtlich und psychologisch und bietet ihnen durch Berufsbildungskurse die Möglichkeit, finanziell unabhängiger zu werden und stärker selbstbestimmt leben zu können.

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