Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Erfolgreicher Sponsorenlauf für Sierra Leone!

Die SchülerInnen und Lehrerinnen übergeben stolz den Scheck über 2.100 Euro. Foto: © TERRE DES FEMMESDie SchülerInnen und Lehrerinnen übergeben stolz den Scheck über 2.100 Euro. Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 11. Januar 2019 war die Mittelstufe des Elisabeth-Lüders-Berufskollegs aus Hamm bei uns in der Geschäftsstelle in Berlin zu Besuch. Die angehenden ErzieherInnen haben, wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren, auch 2018 einen Sponsorenlauf zur Unterstützung unserer Projektarbeit in Sierra Leone veranstaltet.

Die ursprüngliche Initialzündung für die nun schon fast zur Tradition gewordene Spendenaktion war das Buch Wüstenblume von Waris Dirie. Die SchülerInnen waren tief bewegt von der Biographie des Models Waris Dirie, die sich als Betroffene von weiblicher Genitalverstümmelung outete. Sie wollten daher ein Zeichen gegen weibliche Genitalverstümmelung setzen und organisierten einen Spendenlauf, um die Arbeit von TERRE DES FEMMES e.V. (TDF) und dem Amazonian Initiative Movement (AIM) zu unterstützen. AIM und TDF setzen sich in Sierra Leone für die Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung ein.

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Verleihung des burkinischen Verdienstordens an unsere Partnerorganisation Bangr Nooma!

Rakieta Poyga, Leiterin von ABN (re.) mit der burkinischen Frauenministerin Hélène Marie Laurence Ilboudo/Marshal (li.). Foto: © ABNRakieta Poyga, Leiterin von ABN (re.) mit der burkinischen Frauenministerin Hélène Marie Laurence Ilboudo/Marshal (li.). Foto: © ABNUnsere Partnerorganisation Association Bangr Nooma (ABN) hat am 8. Januar 2019 den burkinischen Verdienstorden für soziales Handeln im Bereich Frauenförderung erhalten. Die Auszeichnung wurde im Namen des burkinischen Präsidenten durch die Frauenministerin des Landes feierlich überreicht. Die Association Bangr Nooma hat 2018 ihr 20-jähriges Bestehen begangen und seit ihrer Gründung bereits viele Erfolge im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung verzeichnen können. „Ich kann euch gar nicht sagen, wie stolz wir darauf sind“, so Rakieta Poyga, Gründerin und Leiterin von ABN, die die Ehrung entgegennahm.

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Weihnachtsgrüße für unsere UnterstützerInnen

Merry Christmas schreiben und die Mädchen aus dem Schutzhaus der Organisation AIM in Sierra Leone. Foto: © AIMMerry Christmas schreiben und die Mädchen aus dem Schutzhaus der Organisation AIM in Sierra Leone. Foto: © AIMLiebe UnterstützerInnen,

ein ereignisreiches Jahr liegt hinter TERRE DES FEMMES und dem Referat für Internationale Zusammenarbeit. 2018 hat uns Erfolge und Herausforderungen beschert. Beispielsweise freuen wir uns über die Zusage von Kofinanzierungsmitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für ein Projekt gegen häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua, den Bauabschluss eines neuen Frauenschutzhauses in Mali und das rege Interesse von Trägerinnen aus ganz Deutschland an der Wanderausstellung „Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“ unserer Partnerorganisation YAKA-KOOP aus der Türkei.

Gleichzeitig haben wir in vielen Ländern mit Sorge die politische Entwicklung und gesellschaftliche Tendenzen hin zu Nationalismus, Protektionismus und Rechtspopulismus verfolgt und erlebt – zu Ungunsten der Rechte von Frauen und eines gleichberechtigten Miteinanders. In einigen Ländern kam es außerdem zu Gewaltausschreitungen gegen die Zivilgesellschaft, wie z.B. in Nicaragua, Mali und Kamerun. Mädchen und Frauen leben dort nun noch unsicherer als zuvor.

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Dritter Sponsorenlauf für Mädchen in Sierra Leone

Startnummern bekamen die Läufer diesmal stilecht von Nikoläusinnen. Foto: © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg Hamm. Startnummern bekamen die Läufer diesmal stilecht von Nikoläusinnen. Foto: © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg Hamm. Trotz Regen und klammen Temperaturen war die Stimmung ausgelassen: am Nikolaustag startete das Elisabeth-Lüders-Berufskolleg Hamm für angehende ErzieherInnen den dritten Sponsorenlauf seit 2016 für unser Partnerprojekt in Sierra Leone. Auch dieses Jahr rührten die SchülerInnen groß die Werbetrommel und konnten so zahlreiche LäuferInnen für eine Teilnahme gewinnen. Neben dem Laufevent lockten sie mit einer Tombola und attraktiven Preisen. Die so gesammelten Spenden kommen dem Schutzhaus der TERRE DES FEMMES- Partnerorganisation AIM in Sierra Leone zugute. Dort finden Mädchen ein sicheres Zuhause, die von weiblicher Genitalverstümmelung bedroht sind und denen nur noch die Flucht vor der eigenen Familie bleibt, um unversehrt aufwachsen zu können.

 

 

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Tenki Momo. Thank you. Danke.

Tenki Momo. Thank you. Danke. Foto: © AIM

Die Mädchen und Frauen, die im Schutzhaus von AIM in Sierra Leone leben, sagen „Danke“.
Danke, dass es dieses Haus gibt und sie dabei unterstützt werden, NEIN! zu weiblicher Genitalverstümmelung zu sagen.

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Helft uns, 3.000 Euro für Nicaragua zu gewinnen! Stimmt jetzt per Facebook „Like“ für unser Projekt!

Mit diesem Foto treten wir an. Mit einem „Like“ könnt Ihr uns unterstützten und Großes bewirken. Foto: © Itzel ChavarríaMit diesem Foto treten wir an. Mit einem „Like“ könnt Ihr uns unterstützten und Großes bewirken. Foto: © Itzel Chavarría

Unser Nicaragua-Projekt „Raus aus der Gewalt“ hat es ins Finale des betterplace-Fotowettbewerbs geschafft! Wir freuen uns riesig!!!

Jetzt brauchen wir eure Unterstützung: Bitte gebt uns per Facebook „Like“ eure Stimme!

Eine Woche darf abgestimmt werden – noch bis zum 10. Dezember 2018.

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„Wir haben ein Recht auf Leben!“ – Besuch des TDF-Partnerprojektes Bangr Nooma (Burkina Faso)

Renate Staudenmeyer im Gespräch mit der Psychologin. Foto: © TERRE DES FEMMESRenate Staudenmeyer im Gespräch mit der Psychologin.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Das Gewaltschutzzentrum „Centre d’Accueil, d’Ecoute et de Conseils pour les Femmes et les Filles“ (CAECF) in Ouagadougou ist ein Kooperationsprojekt von TERRE DES FEMMES und ihrer Partnerorganisation Bangr Nooma in Burkina Faso, welches wir seit Ende 2014 mit Zuschüssen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufgebaut haben. Dort finden gewaltbetroffene Mädchen und Frauen Notunterkunft, Schutz und Beratung, sowie nach Bedarf psychologische und juristische Unterstützung. Im November 2018 war Renate Staudenmeyer, Referentin für Internationale Zusammenarbeit von TERRE DES FEMMES vor Ort und hat sich von der erfolgreichen Arbeit überzeugen können.

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Tanzen für Frauen in Nicaragua

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMESHeiß wurde es...auf der Tanzfläche der Wabe in Berlin-Prenzlauer Berg. Rund 40 Frauen tanzten dort am 24. November 2018 unter Anleitung der großartigen peruanischen Tanzlehrerin Griselda zu Rhythmen von Salsa, Bachata und Afro Peruano. Spaß und Ausgelassenheit standen an erster Stelle. Ziel des Tanzworkshops: „Die Arbeit von MIRIAM bekannt machen und für die Rechte von nicaraguanischen Frauen auf Gewaltfreiheit und Bildung Spenden sammeln“, so Wencke Lösener, Organisatorin und ehrenamtliche Projektkoordinatorin für das TDF-Partnerprojekt MIRIAM in Nicaragua.

Wir bedanken uns bei allen Frauen, die mit uns getanzt und MIRIAM unterstützt haben. Wir haben 420 Euro Spenden gezählt – ein toller Erfolg! Diese Spenden wird Griselda in Kürze via betterplace.org an MIRIAM überweisen.

 

 

 

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Wichtiger Schutz für Frauen in der Türkei : Gesetz 6284

YAKA-KOOP klärt Mädchen und Frauen in Van über ihre Rechte auf. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP klärt Mädchen und Frauen in Van über ihre Rechte auf. Foto: © YAKA-KOOPDie bekannte türkische Popsängerin Sıla Gençoğlu wird von ihrem Partner, Schauspieler Ahmet Kural, verprügelt. Sie macht die erlittene Gewalt öffentlich und erwirkt vor Gericht ein Kontaktverbot. Grundlage dafür bildet das am 8. März 2012 verabschiedete und in enger Kooperation mit Frauenrechtsorganisationen verfasste Gesetz 6284.

Islamistische Zeitungen und so genannte Maskulinisten protestieren nun gegen dieses Gesetz, da es klassische Familienstrukturen und den familiären Zusammenhalt zerstöre. Männer würden dadurch in eine Ecke gedrängt.

In der Türkei, wo 86% der Frauen von häuslicher Gewalt durch ihren Ehemann oder andere Familienmitglieder betroffen sind, ist dieses Gesetz jedoch unerlässlich (Quelle: Türkisches Ministerium für Familie und Sozialpolitik, 2016). Sein Ziel ist es, Frauen vor häuslicher Gewalt zu schützen: Einerseits hat die Polizei durch das Gesetz eine rechtliche Grundlage für Zugriffe bei häuslicher Gewalt. Andererseits garantiert das Gesetz betroffenen Frauen notwendige Leistungen. Dazu gehören u.a. Schutzunterkünfte, finanzielle Unterstützung und eine Krankenversicherung. Außerdem können die Frauen ein Näherungs- und Kontaktverbot erwirken.

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Nari Adalats: Frauengerichte in Indien

Nari Adalat Sitzungen sind meistens an einem öffentlichen Ort und für Jede und Jeden zugänglich. Foto: © Saurabh Sharma/101reporters.comNari Adalat Sitzungen sind meistens an einem öffentlichen Ort und für Jede und Jeden zugänglich. Foto: © Saurabh Sharma/101reporters.comIndien gilt als gefährlichstes Land für Frauen weltweit – so das Ergebnis einer Thomson Reuters Studie aus dem Jahr 2018. Trotz fortschrittlicher Gesetzesreformen ist Gewalt gegen Frauen in der größten Demokratie der Welt nach wie vor sehr präsent. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass traditionelle Normen in weiten Kreisen einen größeren Stellenwert haben als Gesetze. Zum anderen wird die indische Justiz von Männern dominiert und Urteile fallen häufig zugunsten angeklagter Männer aus. Nicht zuletzt sind Gerichtsverfahren teuer und langwierig - Urteile werden oft erst nach mehreren Jahren gefällt.

Für Frauen, die sich zu einer Strafanzeige durchringen, birgt dies ein hohes Risiko, stellen sie doch soziale Hierarchien in Frage und setzen sich der Gefahr einer öffentlichen Niederlage und Demütigung aus. 2001 rief die indische Regierung im Rahmen eines Bildungsprogramms für Frauen deshalb ein Gegenentwurf ins Leben: Nari Adalats – Frauengerichte im ländlichen Raum. Allein Frauen sind dort für die Rechtsprechung zuständig. Sie agieren auf Dorf- oder Block-Ebene (mehrere Dörfer). Mittlerweile gibt es in 11 indischen Bundesstaaten Frauengerichte, darunter auch in Telangana, wo unsere Partnerorganisation BHUMIKA Women’s Collective aktiv ist.

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