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Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

„Wir schaffen das!“ – Die Geschichte von Fatma* aus Van

Ferda und Fatma baten darum, unerkannt zu bleiben. Hier sitzen sie mit YAKA-KOOP vor ihrem Haus. Foto: © Birgitta HahnFerda und Fatma baten darum, unerkannt zu bleiben. Hier sitzen sie mit YAKA-KOOP vor ihrem Haus. Foto: © Birgitta Hahn

Auf unserer Dienstreise in der Türkei sprechen wir auch mit Ferda, 37, einer siebenfachen Mutter aus einem südosttürkischen Dorf in der Nähe von Van. Ihre Tochter Fatma, 8, wurde 2016 von einem Mann aus dem eigenen Dorf vergewaltigt. Die TDF-Partnerorganisation YAKA-KOOP begleitet die Familie seit der Anzeigenerstattung, unterstützt sie mit rechtlicher und psychologischer Beratung und vertrat sie bei ihrem Prozess auch anwaltlich vor Gericht.

Der Prozess und das Leben der Familie heute - TDF-Koordinatorinnen Dilek Okur und Birgitta Hahn im Gespräch mit Ferda

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Wie die Rechte der Mädchen und Frauen verteidigen, wenn man dafür gegen Staat und Gesellschaft ankämpfen muss? Ein Interview mit TERRE DES FEMMES’ nicaraguanischen Partnerinnen

Viele nicaraguanische Mädchen und Frauen kennen ihre Rechte nicht - die zudem auch noch ständig beschnitten werden. MIRIAM bietet rechtliche und psychologische Beratung für betroffene Frauen an. Foto: © Itzel ChavarríaViele nicaraguanische Mädchen und Frauen kennen ihre Rechte nicht - die zudem auch noch ständig beschnitten werden. MIRIAM bietet rechtliche und psychologische Beratung für betroffene Frauen an. Foto: © Itzel Chavarría

Zwei Schritte vor und drei zurück: So kann man den Kampf für die Ausweitung und den Schutz der Frauenrechte in Nicaragua beschreiben. Zwar brachten die letzten Jahre Fortschritte, wie die Einführung des Gesetzes gegen Gewalt an Frauen (Ley Integral contra la Violencia hacia las Mujeres bzw. Ley 779) im Jahr 2012. Verpflichtende Mediation mit dem Täter vor der polizeilichen Erfassung eines Gewaltdelikts wurde verboten, Frauenmord als eigener Straftatbestand aufgenommen und die rechtliche Definition von geschlechtsspezifischer Gewalt um ökonomische und psychologische Gewalt erweitert. Nur ein Jahr später folgte jedoch bereits die Aufweichung des neuen Gesetzes – die Mediation wurde für „minder schwere Fälle“ wieder eingeführt. Außerdem wurde eine Vielzahl der rein weiblich besetzten, an die Polizeistationen angegliederten Frauenkommissariate, welche bereits 1993 eingeführt worden waren, aufgelöst und die übrigen Kommissariate faktisch entmachtet.

Nicaraguanische Frauenrechtsorganisationen, wie beispielsweise die TDF-Partnerorganisation MIRIAM, widmen sich umso verbissener der Sisyphusaufgabe, Mädchen und Frauen in Nicaragua ein sicheres, selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben zu ermöglichen. Wie sich die sich zunehmend verschlechternde frauenrechtliche Lage auf ihre Arbeit auswirkt, können Sie im folgenden Interview nachlesen.

TERRE DES FEMMES befragt die Rechtsberaterinnen ihrer Partnerorganisation MIRIAM zu den Erfahrungen mit den jüngsten Entwicklungen der frauenrechtlichen Lage in Nicaragua: Marjorie Ruíz und Heylim Jirón in Managua sowie Hazel Llanezosa Peralta in Estelí.

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„Jedes Mädchen lernte bei uns Lesen und Schreiben, aber wenn sie jemand fragte, studierten sie den Koran“ – Aqelah Nazari-Hossain Dad im Interview und zu Besuch bei TDF

Aqelah Nazari. Foto: © TERRE DES FEMMESAqelah Nazari-Hossain Dad, Vorstandsfrau und Mitgründerin der Neswan Social Association: Foto: © TERRE DES FEMMESAuch heute noch zählt Afghanistan zu den gefährlichsten Ländern für Frauen weltweit. Doch der unermüdliche Ruf der Frauen nach Gleichberechtigung und Freiheit wird immer lauter. Unter ihnen befindet sich Aqelah Nazari-Hossain Dad. Als die Taliban an die Macht kamen war sie 11 Jahre alt und durfte plötzlich nicht mehr zur Schule gehen. Kurzerhand gründete sie zusammen mit ihren Schwestern eine Untergrundschule für Mädchen aus der Nachbarschaft, die nach ein paar Jahren schon von mehr als 80 Mädchen besucht wurde. Heute ist Aqelah Nazari-Hossain Dad Vorstandsfrau und Mitgründerin der Neswan Social Association in Herat, Afghanistan, eine langjährige Partnerschaftsorganisation von TERRE DES FEMMES, die sich für Empowerment von Mädchen und Frauen einsetzt. Vom 03.07.-06.07.2018 besuchte sie die TDF-Geschäftsstelle in Berlin und wird ehrenamtliche Projektkoordinatorin von TERRE DES FEMMES für die Kooperation mit der Neswan Social Association. Im Interview spricht sie über ihren faszinierenden und mutigen Lebensweg, über ihre Arbeit im aufgebauten Frauenzentrum der Neswan Social Association, über Feminismus und die Zukunft der Frauen in Afghanistan.

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Frauenrechte in Nicaragua: Auf kurzen Hoffnungsschimmer folgt dramatische Talfahrt

Unter dem Motto "Ni Una Menos" - "Nicht eine weniger" - protestieren Menschen aus Nicaragua landesweit gegen Gewalt an Mädchen und Frauen und rufen zum Hinschauen auf. Foto: © TERRE DES FEMMESUnter dem Motto "Ni Una Menos" - "Nicht eine weniger" - protestieren Menschen aus Nicaragua landesweit gegen Gewalt an Mädchen und Frauen und rufen zum Hinschauen auf. Foto: © TERRE DES FEMMES„Mein Sohn lebt in Nicaragua, meine Töchter in den Vereinigten Staaten“, soll Gioconda Belli, nicaraguanische Autorin[1], zur aktuellen Lage der Geschlechterverhältnisse in ihrer Heimat einst gesagt haben. Trockener Humor oder bittere Realität?

Letzteres, würden BeobachterInnen der Frauenrechtslage in Nicaragua wohl sagen: Fakt ist, dass es sich als Frau dort gefährlich lebt. Gewalt gegen Frauen ist in dem zentralamerikanischen Land weit verbreitet – über alle Schichten hinweg.

Repräsentativen Umfragen zufolge hat jede zweite verheiratete Frau Gewalt in ihrer Ehe erlebterlebt. 2017 wurden 63 Frauen getötet. Jedes vierte minderjährige Mädchen ist bereits Mutter oder schwanger. Dies gilt als direkte Folge mangelnder Aufklärung und einer hohen Missbrauchsrate. Landesweit herrscht ein komplettes Abtreibungsverbot, auch bei Gefahr für Leib und Leben der Frau oder nach einer Vergewaltigung.

 

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Partnerorganisation YAKA-KOOP berichtet: Immer mehr Mädchen und Frauen in der Osttürkei von Gewalt betroffen

Seit mehr als 15 Jahren setzt sich YAKA-KOOP dafür ein, Gewalt gegen Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit zum Thema zu machen. Foto: © YAKA-KOOPSeit mehr als 15 Jahren setzt sich YAKA-KOOP dafür ein, Gewalt gegen Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit zum Thema zu machen. Foto: © YAKA-KOOPDas Jahr 2017 hat erneut gezeigt, wie wichtig die Arbeit von YAKA-KOOP in der osttürkischen Provinz Van für Mädchen und Frauen ist: In der Region sind Früh- und Zwangsverheiratungen immer noch überproportional häufig an der Tagesordnung. Die weitgehend kurdische Gesellschaft ist stark patriarchalisch geprägt. Es herrschen traditionelle Vorstellungen von Familie und Geschlechterrollen vor. Mehr als 40 Prozent der über 15-jährigen Mädchen und Frauen haben bereits Gewalt in der eigenen Familie erlebt. Der erschwerte Zugang zu Bildung und Arbeit sowie die drohende Gefahr einer Früh- oder Zwangsverheiratung stellen große – teils unüberwindbare – Hindernisse für ein freies und selbstbestimmtes Leben dar. 

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