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Datum:
20.06.2018  STATUS
Ort:
bundesweit/weltweit
VeranstalterInnen:
Vereinte Nationen

Am 20. Juni ist der internationale Flüchtlingstag. Laut Asylstatistik haben 247.804 Frauen im Jahr 2016 Asylerstanträge gestellt. Diese Mädchen und Frauen sind meist aufgrund geschlechtsspezifischer Gewalt, die sie im Heimatland oder auf der Flucht erfahren, traumatisiert. Sie suchen Schutz in Deutschland, doch auch hier sind sie in Flüchtlingsunterkünften von Gewalt bedroht und betroffen. Sie sind die Hauptleidtragenden kriegerischer Auseinandersetzungen, die sie zur Flucht zwingen.

In den Unterkünften sind sie vor Gewalt nicht ausreichend geschützt und der Zugang zu Integrationsmaßnahmen existiert oft nur auf dem Papier. In den Unterkünften sind Frauen einem hohem Risiko häuslicher oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt. TDF begrüßt deshalb die Initiative „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) und von UNICEF, die in einer überarbeiteten Fassung zum Weltflüchtlingstag herausgegeben werden.

Wirksame Integrationsmaßnahmen sind die Grundlage für eine gesellschaftliche Teilhabe geflüchteter Frauen. Viele Frauen kommen aus Ländern, in denen ein streng patriarchalisches Rollenverständnis von Frau und Mann herrscht. Dadurch sind die Hürden zur gesellschaftlichen Teilhabe für Frauen besonders hoch. Erfolgreiche Integrationsmaßnahmen benötigen deshalb unbedingt die Geschlechterperspektive.

Anlässlich des Weltflüchtlingstags macht die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES (TDF) auf die besorgniserregende Situation geflüchteter Frauen aufmerksam. TDF ist Mitglied der Initiative „ Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ . Eine erfolgreiche, zukunftsgerichtete Integrationspolitik muss mehr auf die Frauen setzen, erklärt Vorstandsfrau Hania Luczak.

Über die Mindeststandards hinaus fordert TDF:
unbürokratische und sofortige Änderung der Residenzpflicht und Wohnsitzauflage, falls eine Gefahr von Gewalt besteht. Eine Flucht vor Gewalt sollte keine negativen Konsequenzen und schon gar nicht strafrechtlicher Art haben. Wir verlangen eine polizeiliche Anhörung durch weibliches Personal.

Zudem muss auch das Gewaltschutzgesetz konsequent angewendet werden. Die polizeiliche Wegweisung und das Gewaltschutzgesetz müssen auch in Flüchtlingsunterkünften konsequent angewendet werden.

Weitere Forderungen zur Verbesserung der Situation weiblicher Flüchtlinge in Deutschland im Forderungspapier Flucht & Frauenrechte.

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