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Podium 4: Weibliche Genitalverstümmelung (FGM)

PodiumsteilnehmerInnen (v.l.n.r): Franziska Gruber, Karim Abdou Sané, Bernadette Schoog (Moderatorin), Rakieta Sawadogo-Poyga, Rugiatu Turay, Virginia Wangare-Greiner Foto: © Silke HelmerdigPodiumsteilnehmerInnen (v.l.n.r): Franziska Gruber, Karim Abdou Sané, Bernadette Schoog (Moderatorin), Rakieta Sawadogo-Poyga, Rugiatu Turay, Virginia Wangare-Greiner.
Foto: © Silke Helmerdig

Podium 4: Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) (Kurzfassung)

PodiumsteilnehmerInnen:

Franziska Gruber, Ethnologin (Schwerpunkt Gender Studies) und Referentin gegen weibliche Genitalverstümmelung von TERRE DES FEMMES e.V.
Abdou Karim Sané, Leiter von Freundeskreis Tambacounda e.V. - Verein zur Vermittlung afrikanischen Kulturgutes und zur Förderung von Entwicklungsprojekten in Afrika - mit Sitz in Hannover und im Senegal
Rakieta Sawadogo-Poyga, Leiterin vom Verein Bangr Nooma in Burkina Faso, der sich gegen weibliche Genitalverstümmelung einsetzt.
Rugiatu Turay, Gründerin von Amazonian Initiative Movement (AIM) in Sierra Leone, eine unabhängige Frauenrechtsorganisation, die ihren Arbeitsschwerpunkt auf die Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung legt
Virginia Wangare-Greiner, war 1996 Mitbegründerin und ist seit 2005 Geschäftsführerin des Vereins Maisha e.V. - Afrikanische Frauen in Deutschland

Die Erfolge in Sierra Leone zeigen, wie wichtig der Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung vor Ort ist, aber auch, dass weiterer Bemühungen notwendig sind, damit erlassene Gesetze auch bei der gesamten Bevölkerung angenommen werden.

In Burkina Faso arbeiten sie vor allem im Bereich der Aufklärungsarbeit in den Dörfern, um die Mythen zu widerlegen. Es ist sehr schwierig, aber notwendig, um die Traditionen zu verändern.

Wichtig ist eine Zusammenarbeit von deutschen und afrikanischen Frauen, denn Frauen in Deutschland mit afrikanischem Migrationshintergrund stehen vor vielen Herausforderungen. Inwiefern die Durchführung von Beschneidungen in Deutschland möglich ist, war Teil der Diskussion.

Auch wenn die Vernetzung von AktivistInnen und Organisationen zu FGM sehr gut ist, findet das Thema in der Politik trotzdem noch immer nur am Rande Beachtung. Betroffene, wie auch Gefährdete, erhalten noch nicht ausreichenden Schutz und Unterstützung.

Ein wichtiger und kontroverser Diskussionspunkt ist die Frage nach der Rolle der Männer bei der Durchführung und Abschaffung von FGM. Einerseits gibt es viel Unwissenheit, anderseits ist ihre Beteiligung im Kampf gegen FGM notwendig.

Bildung ist der entscheidende Faktor im Kampf gegen FMG: Neben Männern müssen unbedingt auch Kinder in die Aufklärungsarbeit mit einbezogen werden.

FGM stellt nicht nur ein rein afrikanisches Problem dar, sondern ein internationales und es muss Hauptziel sein, es weltweit abzuschaffen.

Im Gespräch über FGM (v.l.n.r): Franziska Gruber, Karim Abdou Sané, Bernadette Schoog (Moderatorin) Foto: © Silke HelmerdigIm Gespräch über FGM (v.l.n.r): Franziska Gruber, Karim Abdou Sané, Bernadette Schoog (Moderatorin).
Foto: © Silke Helmerdig

Frauenrechtlerinnen aus Burkina Faso, Sierra Leone und Deutschland (v.l.n.r): Rakieta Sawadogo-Poyga, Rugiatu Turay, Virginia Wangare-Greiner. Foto: © Silke HelmerdigFrauenrechtlerinnen aus Burkina Faso, Sierra Leone und Deutschland (v.l.n.r): Rakieta Sawadogo-Poyga, Rugiatu Turay, Virginia Wangare-Greiner.
Foto: © Silke Helmerdig

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