Abschlusspodium

Podiumsteilnehmerinnen (v.l.n.r): Johanna Nelles, Souad Rejeb, Dr. Sima Samar, Ines Pohl (Moderatorin), Ingrid Staehle, Eva Maria Welskop-Deffaa  Foto: © Silke HelmerdigPodiumsteilnehmerinnen (v.l.n.r): Johanna Nelles, Souad Rejeb,
Dr. Sima Samar, Ines Pohl (Moderatorin), Ingrid Staehle,
Eva Maria Welskop-Deffaa
Foto: © Silke Helmerdig

Abschlusspodium (Kurzfassung)

Podiumsteilnehmerinnen:

Johanna Nelles, Abschluss in Jura und einen Master in Menschenrechten. Referatsleiterin für Gewalt gegen Frauen beim Europarat in Straßburg
Souad Rejeb, Psychologin und Vorstand von Association Tunisienne des Femmes Démocrates (ATFD), einer tunesischen Frauenrechtsorganisation, gegründet 1989
Dr. Sima Samar, Vorsitzende der unabhängigen afghanischen Menschenrechtskommission. Von 2005 bis 2009 war sie UN Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtssituation im Sudan
Ingrid Staehle, 1981 Mitbegründerin von TERRE DES FEMMES. Sie ist Journalistin und freie Schriftstellerin und war bis 2005 Redakteurin für Außenpolitik und Kultur bei der größten deutschen Presseagentur DPA
Eva Maria Welskop-Deffaa, Ministerialdirektorin, seit 2006 Leiterin der Abteilung Gleichstellung und Chancengleichheit im Bundesfamilienministerium. Die Diplom-Volkswirtin ist Vorsitzende des Verwaltungsrates des Europäischen Gleichstellungsinstituts

In Tunesien schauen die Frauen mit Sorge auf das Erstarken der islamistischen Kräfte, die Feministinnen als Prostituierte beschimpfen und Männer auffordern, ihre weiblichen Familienangehörigen von den Protesten fernzuhalten. ATFD kann nach der Revolution landesweit arbeiten und ist Teil eines Netzwerkes von Frauenorgani-sationen im arabischen Raum.

In Afghanistan wurde in den letzten 10 Jahren viel erreicht für Frauen- und Menschenrechte. Es gab eine Reihe von guten Gesetzen, aber ihre Umsetzung gestaltet sich schwierig, weil die Sensibilisierung den exekutiven Kräften fehlt.

Weil Gleichstellung fast immer ein Querschnittsthema ist, erschwert oder scheitert vieles in Deutschland durch zwischen- und innerministerialen Zuständigkeitsprobleme. Der Input und die Mitarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen ist unabdingbar, damit die Themen auf die Agenda gesetzt werden, vor allem, da die Ressourcen der Gleichstellungsabteilung sehr limitiert, das Feld der Aufgaben aber sehr groß ist.

Der Europarat unterstützt durch Konventionen ein race-to-the-top bei Menschen- und Frauenrechten innerhalb der 47 Mitgliedsstaaten, wobei sie immer auf Kooperationsbereitschaft der Staaten angewiesen sind und auf die Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Organisationen setzen.

Solidarität und Vernetzung zwischen Frauen weltweit ist sehr wichtig, besonders weil es einer weltweiten Öffentlichkeit bedarf, damit Fortschritte nicht wieder rückgängig gemacht werden können und dass nationale und internationale Gesetze auch wirklich umgesetzt werden.

Bildung ist der am häufigsten benannte Faktor (für die Umsetzung von Frauenrechten) des Kongresses, aber ohne die Entwicklungsmöglichkeit von Selbstachtung und Würde kann sie nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen.

Abschlusspodium am Nachmittag Foto: © Silke HelmerdigAbschlusspodium am Nachmittag
Foto: © Silke Helmerdig

Fragen aus dem Publikum Foto © Silke HelmerdigFragen aus dem Publikum
Foto © Silke Helmerdig

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