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Ereignisse aus dem Jahr 1999

TERRE DES FEMMES arbeitet an einem Beitrag von Report-Mainz (ARD) zum Thema FGM mit. In dem im März ausgestrahlten Beitrag wird ein aus Nordafrika stammender Arzt mit versteckter Kamera dabei gefilmt wie er anbietet, gegen 1.200 DM ein Mädchen in Deutschland genital zu verstümmeln. Gritt Richter wird im Zusammenhang mit dem Beitrag interviewt.

Im April ist TERRE DES FEMMES auf der Frauenmesse "top 99" in Düsseldorf vertreten und bekommt den von der Messe verliehenen Preis. Dort stellt TERRE DES FEMMES die Arbeit gegen FGM vor, was auf großes Interesse stößt.

Im Mai verschickt TERRE DES FEMMES das zweite Mailing zum Thema FGM und macht insbesondere auf die Situation in Deutschland aufmerksam.
Im Juni findet ein Gespräch zwischen der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (gtz) und verschiedenen Nichtregierungsorganisationen, darunter auch TERRE DES FEMMES statt. Es geht um gemeinsame Aktivitäten und Planungen zum Thema FGM. Für die Arbeit gegen FGM in Deutschland fühlt sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nicht zuständig. TERRE DES FEMMES nimmt im Rahmen der Eschborner Fachtage der gtz an einem Workshop zu FGM teil und arbeitet am Materialband der gtz mit dem Titel "Einschnitte" mit.

TERRE DES FEMMES startet eine Umfrage unter allen deutschen Hebammenschulen. Der Rücklauf ist mäßig: von den 57 Schulen antworten lediglich 13, nur fünf hatten das Thema Genitalverstümmelung bisher im Unterricht aufgegriffen.

Im August kommt die Textsammlung "Weibliche Genitalverstümmelung. Eine fundamentale Menschenrechtsverletzung" heraus. Sie ist Ergebnis rein ehrenamtlicher Arbeit der TERRE DES FEMMES-Städtegruppe Göttingen unter Leitung von Petra Schnüll. Die Textsammlung ist die erste Publikation dieser Art im deutschsprachigen Raum mit 27 Beiträgen aus zwölf Ländern. Das Buch wird als Fachpublikation geschätzt und trägt dazu bei, dass TERRE DES FEMMES aufgrund der Expertise zum Thema wahrgenommen wird.

Die Dortmunder Städtegruppe organisiert im November eine Kampagne unter dem Titel "Keine weibliche Genitalverstümmelung - nirgendwo - auch nicht in Deutschland". Koordiniert wird die Kampagne von Ulla Barreto. Sie kann die Dortmunder Bürgermeisterin als Schirmfrau gewinnen. Es finden den ganzen Monat Veranstaltungen zum Thema statt. Eine Kunstausstellung ist Teil des umfangreichen Programms.

Im Dezember bietet das Centre des études européenes de Strasbourg (CEES) zusammen mit dem Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge ein Fortbildungsseminar für MitarbeiterInnen im Asylbereich an. Es nehmen VertreterInnen aus Belgien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Schweden und Deutschland teil. TERRE DES FEMMES ist durch die Referentin Stefanie Schaffer vertreten, Gritt Richter nimmt als Beobachterin teil.

Vier StudentInnen der Hochschule für Film und Fernsehen, München präsentieren TERRE DES FEMMES das Drehbuch für einen Kinospot zum Thema FGM. Es kommt zur Kooperation.

 

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