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Ereignisse aus dem Jahr 2017

Am 11. Januar fand das erste Austauschtreffen der CHANGE Agents in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin statt. Für das CHANGE Plus Projekt beginnt die zweite Phase, in der die CHANGE Agents in ihren Communities Aufklärungsarbeit über FGM leisten. Begleitend zu den Aktivitäten in den Communities finden zehn Austauschtreffen statt, in denen die CHANGE Agents von ihren Erfahrungen berichten und so voneinander lernen können. Das erste Austauschtreffen beinhaltete außerdem eine Schulung im Umgang mit der Presse durch TDF Medienexpertin Marion Brucker. Marion gab den CHANGE Agents wertvolle Tipps für den Umgang mit Journalisten und für ihr Verhalten in einer Interviewsituation.

Am 17. Januar hielt Mitfrau Erika Korn von der TDF Städtegruppe Konstanz an der Volkshochschule Villingen-Schwenningen einen Vortrag über weibliche Genitalverstümmelung und die Arbeit von TERRE DES FEMMES e.V. zur Abschaffung dieser Praktik. Sie sprach unter anderem über die verschiedenen Arten weiblicher Genitalverstümmelung, Begründungen dafür, ihre geografische Verbreitung und mögliche Lösungsansätze, wie zum Beispiel Alternativrituale.

Am 19. Januar hielt Dr. Idah Nabateregga in Oranienburg eine Fortbildung vor Berufsgruppen, die häufig mit von FGM bedrohten oder betroffenen Mädchen und Frauen in Kontakt stehen, wie zum Beispiel ÄrztInnen oder Hebammen, über FGM und den sensiblen Umgang mit Betroffenen. Die Fortbildung wurde von FaZIT (Fachberatungsdienst Zuwanderung, Integration und Toleranz) organisiert.

Am 22. Januar fand im Rahmen des CHANGE Plus Projektes das erste Treffen von Fadhumo Musa Afrah, einer der CHANGE Agents, mit Frauen ihrer somalischen Community in den Räumlichkeiten des Sharehaus Refugio statt. Ziel dieses Treffens war ein Austausch der Frauen zu weiblicher Genitalverstümmelung und Möglichkeiten, die Ausübung dieser Praktik zu überwinden. Es gab ca. 20 Teilnehmende, die Frauen kamen sehr schnell, angeregt durch Fadhumo, ins Gespräch. Im Rahmen des CHANGE Plus Projektes werden alle sechs CHANGE Agents jeweils drei solcher Aktivitäten mit Mitgliedern ihrer Communities veranstalten.

Am 29. Januar fand das zweite Treffen von Fadhumo Musa Afrah im Rahmen des CHANGE Plus Projektes statt. Zum zweiten Treffen lud Fadhumo hauptsächlich Männer aus der Somalischen Community in das Sharehaus Refugio zum Gespräch über weibliche Genitalverstümmelung ein. Die Meinungen in der Diskussion gingen stark auseinander, viele Männer waren dafür die Tradition und auch die in ihren Augen religiös bedingte Regel zu verfolgen und beizubehalten.

Am 05. Februar veranstaltete CHANGE Agent Fadhumo Musa Afrah ihre dritte und letzte Aktivität im Rahmen des CHANGE Plus Projektes mit Männern und Frauen aus der Somalischen Community in den Räumlichkeiten des Sharehaus Refugio. Dabei kamen Männer und Frauen ins Gespräch, auch wenn viele Frauen sich dann eher zurückhielten gab es auch einige, die über die Konsequenzen aufklärten. Alle drei Aktivitäten hatten zum Ziel, einen Dialog innerhalb der Community über weibliche Genitalverstümmelung und Ansätze zur Überwindung dieser Praktik herzustellen.

Am 06. Februar organisierte die Gesamtschule Süd in Essen bereits zum 5. Mal einen Projekttag zu sexueller Diskriminierung für die Schüler der Oberstufe. Katharina Kunze, TDF Mitfrau, Mitglied der Arbeitsgruppe FGM und frühere Referentin für weibliche Genitalverstümmelung, leitete an diesem Projekttag zwei Workshops über FGM. Die Workshops beinhalteten einen kurzen Vortrag von Katharina über weibliche Genitalverstümmelung und eine Diskussion der Schüler zum Thema.

Anlässlich des internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“, fand auch dieses Jahr am 06. Februar wieder eine bundesweite Büchertischaktion statt. Buchhandlungen in vielen deutschen Städten nahmen an der Aktion teil, indem sie Literatur über weibliche Genitalverstümmelung eine Präsentationsfläche boten. Büchertische und Präsentationsflächen zu dem Thema gab es in Oldenburg, Konstanz, Tübingen, Recklinghausen, Göttingen, Marburg, Leipzig, Berlin und Frankfurt.

Ebenfalls am 06. Februar stellte TDF Mitfrau und Mitglied der Arbeitsgruppe FGM Erika Korn am historischen Rathaus der Stadt Konstanz selbst gestaltete Plakate und Informationsmaterial zu weiblicher Genitalverstümmelung aus.

Im Bundesfamilienministerium fand am 06. Februar, anlässlich des internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ die Konferenz „Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland überwinden“ statt. Auf der Konferenz wurde die „Empirische Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland“ des INTEGRA Netzwerkes vorgestellt, bei der mehrere CHANGE Agents und TERRE DES FEMMES mitgearbeitet haben. Außerdem wurde die Webbasierte Plattform über FGM für Fachkräfte präsentiert.

Am 11. Februar zeigte das Konstanzer Frauen- und Kulturzentrum „Belladonna e.V.“ im Rahmen des monatlichen Filmabends den Kurzfilm „Wenn die Bäume Puppen tragen“. TDF Mitfrau und Mitglied der Arbeitsgruppe FGM Erika Korn war als Ansprechpartnerin zum Thema weibliche Genitalverstümmelung zugegen und stellte TDF Informationsmaterial zu FGM bereit.

Am 13. Februar veranstaltete CHANGE Agent Tiranke Diallo ihre erste Aktivität mit ihrer Guinea Community im Rahmen des CHANGE Plus Projektes. Begleitet wurde dieses Treffen von der SWR2 Journalistin Julia Beißwenger.

Am 24. Februar fand das 3. Partner Meeting des CHANGE Plus Projektes in London statt. Gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Partnerorganisationen tauschten sich Charlotte Weil und Linda Ederberg von TERRE DES FEMMES über die bisherigen Erfahrungen und das weitere Vorgehen aus, die Trainings wurden evaluiert und anstehende Termine geplant.  

Am 25. Februar fand das zweite von insgesamt 10 Austauschtreffen der CHANGE Agents statt. Ziel des Treffens war es, von CHANGE Agent Fatuma Musa zu hören wie sie ihre Aktivitäten mit ihren Communities geplant und ausgeführt hatte, sowie die CHANGE Agents auch weiterhin in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Am 01. März fand im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Düsseldorf der, von der Organisation „Aktion Weißes Friedensband e.V.“ organisierte,  39. Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen statt. Thematischer Schwerpunkt der Veranstaltung war die „Mädchenbeschneidung in Nahost“. Unsere Mitfrau und aktives AG Mitglied Monika Weiß-Imroll nahm daran teil.

Vom 1.- 4.März war Frau Gordula Kosack, aktive Mitfrau der AG FGM, eine der Hauptgastrednerinnen bei der 46. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde. Auch in den Workshops während der Tagung wurde immer wieder FGM besonders im Kontext geflüchtete Frauen diskutiert.

Am 10.03. war das INTEGRA Netzwerktreffen in Frankfurt. Integra ist das deutschlandweite Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung und ein Zusammenschluss aller Organisationen die sich national mit dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung beschäftigen. Für TERRE DES FEMMES war Idah Nabateregga vor Ort und berichtete u.a. von der Bund-Länder-NRO –AG Konferenz vom letzten Jahr. Die Organisation ADRA aus Weiterstadt wird neu in das Netzwerk aufgenommen, Virginia Wangare-Greiner, Maisha e.V.,  und Katharina Kunze Vorsitzende beim Deutschen Frauenring, werden als 1.und 2. Sprecherin gewählt. Die Ergebnisse der zusammen mit dem BFMSJ erarbeiteteten Studie werden besprochen. 

Am 16. März 2017 nahm Idah Nabateregga an dem jährlichen „Armut und Gesundheit“ Kongress an der Technischen Universität als Podiumsgast teil und tauschte sich anschließend mit anderen Aktiven vor Ort aus. Der Kongress dient als Informations-und Austauschplattform zu allen Themen aus dem Bereich Public Health. In insgesamt 121 Veranstaltungen diskutierten mehr als 2.000 Teilnehmende unter dem Motto "Gesundheit solidarisch gestalten".

Am 25.3. und 26.3. fand in Berlin ein Treffen der AG-FGM statt. Insgesamt 9 Frauen sind angereist, davon eine neue Mitfrau aus Kiel. Referentin Charlotte Weil stellte die Aktivitäten der Bundesgeschäftsstelle vor und es wurde angeregt zu den neuen Stellungnahmen, zu der Begriffsbenutzung FGM/C  (Female Genital Mutilation / Cutting) und auch zu dem Phänomen der Praxis der Medikalisierung diskutiert. Edith Bauer brachte eine neue Diskussion zu dem Begriff „Rekonstruktion“. Außerdem wurden sich über aktuelle politische Debatten wie FGM als Asylgrund, Debattenkultur von Terre des Femmes auf Facebook und zum Thema Jungenbeschneidung ausgetauscht. Nächste Aktivitäten und die Antragsformulierung, wie z.B. zur Klärung der Rechtsgrundlage der Ärzte bei Wiedervernähungsfällen von Frauen nach der Geburt, wurden besprochen.

Am 25.3. nahm Idah Nabateregga als Referentin beim 23. Gynäkologentag in Potsdam, Brandenburg, der einmal jährlich vom Berufsverband der Frauenärzte veranstaltet wird, teil. Das Ziel der Tagung war es, die Qualität der frauenärztlichen Berufsausübung durch qualitativ hochwertige Fortbildung zu sichern und weiterzuentwickeln. Das Thema weibliche Genitalverstümmelung war auch auf der Tagesordnung des GynäkologInnen-Tags und wurde intensiv diskutiert. Idah betreute einen Infotisch mit Materialien zu der Arbeit von TERRE DES FEMMES und trat in Austausch mit vielen anwesenden ÄrztInnen und anderen Fachkräften.

Am 30.3.2017 gab TERRE DES FEMMES ein Emailing und eine Pressemitteilung zur Veröffentlichung der aktualisierten Version der ausführlichen Informationsmappe für Fachkräfte und Berufsgruppen  LehrerInnen, SozialarbeiterIinnen und SchülerInnen über FGM. Diese Broschüre vermittelt sowohl umfassendes Grundlagenwissen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung als auch speziell grundlegendes Fachwissen für unterschiedliche Berufsgruppen, die in Kontakt mit Gefährdeten und Betroffenen kommen. Die Broschüre bietet Empfehlungen zum Umgang mit Betroffenen, zur Prävention sowie zur Thematisierung von weiblicher Genitalverstümmelung allgemein, zum Beispiel an Schulen. Zudem enthält die Broschüre eine Sammlung weiterführender Verweise (u. a. Literatur und Filme) sowie eine deutschlandweite Liste mit AnsprechpartnerInnen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung.  Mit neuem Layout und inhaltlichen Ergänzungen, sowie einem Vorwort von Unterstützerin Nina Hoss ist die Infomappe im Shop von TERRE DES FEMMES erhältlich.

Am 31.03. veranstalte die CHANGE Agent Fadhumo Musa ihr zweites Newcomer Womens Empowerment Network Lunch im FrauenComputerZentrum Berlin e.V. Dabei lud sie viele Organisationen aber auch Privatpersonen und neu zugewanderte Frauen aus allen Ländern zu einem informellen Meeting bei leckerem arabischen Essen. Die Frauen konnten über ihre Schwierigkeiten des Alltagslebens im neuen Land berichten, und durch die Zuhörenden neue Kontakte und Chancen bekommen und Empowerment erfahren.   

Am 31.03.2017 fand das 3. Austauschtreffen der Change Agents aus Berlin statt. 6 der Change Agents, MultiplikatorInnen aus afrikanischen Communities, die letztes Jahr methodisch zur Aufklärungsarbeit zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung ausgebildet wurden, waren anwesend und diskutierten über die Erfahrungen von Fadhumos Behavior Change Activities (BCA’s) und wie es am besten möglich ist das Thema FGM in der Community sensibel zu thematisieren. Die nächsten Aktivitäten wurden geplant und auch auf die Anstehenden Presseanfragen hingewiesen. Das CHANGE Plus Projekt wird in mehreren europäischen Ländern durchgeführt und ist von der EU finanziert.

In der April-Ausgabe des Kölner Magazins „Forum“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft stellte TDF Mitfrau und Mitglied der Arbeitsgruppe FGM Monika Weiß-Imroll die Community Broschüre „Wir schützen unsere Töchter“ vor. Die Broschüre ist auf Arabisch, Kiswahili, Somali, Französisch, Englisch, Deutsch und neuerdings auch auf Tigrinya erhältlich.

Am 19.4. findet das Planungstreffen und Fotoshooting von der Marketing Firma Grey aus Düsseldorf und Referentinnen Lotte Weil und Idah Nabateregga zu der Kampagne „Open your eyes“- Augen auf für mehr awareness für das Thema FGM in den sozialen Medien statt. Die Change Agents Sister Fa, Madame Barry, Mai Ali, Evariste Knapnang und Tiranke Diallo nahmen ebenfalls an dem Shooting teil und stellten sich als Motiv zur Verfügung.

Am 20.04. hält Change Agent Isatou Barry ihre erste BCA  in der gambischen Community bei ihr Zuhause ab. Nachdem sie im Rahmen des Change Plus Projektes im letzten Jahr zum Change Agent ausgebildet wurde, implementiert sie ihr erworbenes Wissen nun in den Communities, um so zu einem Umdenken über die Praxis beizutragen. Nach der Entbindung ihres Sohnes nutzt sie die Babyparty um das Thema FGM bei ihren BesucherInnen und Communitymembers anzusprechen. Unter der Diskussionsleitung von Sister Fa wird erst allgemein über Kinderschutz und –rechte aufgeklärt um dann auch auf das Thema weibliche Genitalverstümmelung zu kommen. Die mehrzahlig männlichen Besucher argumentierten erst für eine Weiterführung der Tradition, bei Aufklärung über die vielen negative Folgen und Beispiele von seiten der Frauen, sowie vermittlung von Hintergrundwissen über die verschiedenen Formen von FGM, sind einige bereit ihre Positionen nochmals zu überdenken. Mit anwesend waren die TDF Referentin Idah Nabateregga, Journalistin Melanie Reinsch vom Berliner Kurier und Alena Schröder, freie Journalistin.

Am 29.04.2017 fand das 4. Austauschtreffen für alle 6 Change Agents aus Berlin statt. Die Change Agents aus dem EU-weiten Change Plus Projekt treffen sich in regelmäßigen Abständen um sich über ihr Engagement zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung auszutauschen.Change Champion und Aktivistin aus Senegal, Sister Fa lud zu sich nach Hause in Neukölln ein. Die Change Agent Isatou Barry stellt ihre durchgeführte Aktivität vor, außerdem wurde die Idee zu einem FGM Runden Tisch von und für Communities geboren, bei dem AktivistInnen und Communitymember mit lokalen Organisationen effektiv Diskussionen führen und Aktivitäten zur Überwindung von FGM planen können.

04.05.2017 Zusammen mit dem Verein Mogis e.V., einem Verein, der vor allem Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Kinderschutz, Schutz vor sexualisierter Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung betreiben, bringt TERRE DES FEMMES  eine Pressemitteilung anlässlich des 07.Mai, Welttag der genitalen Selbstbestimmung heraus. Dieses Jahr lag der Fokus besonders auf der Kritik der Praktik der Jungenbeschneidung als „Prävention gegen HIV“ in afrikanischen Ländern. Dafür wurde das VMMC- Experience Projekt („Voluntary medical male circumcision“) vorgestellt. TDF- FGM Referentin Idah Nabateregga nahm an einer Pressekonferenz von BVKJ - Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte - im Haus der Pressekonferenz in Berlin teil, zusammen mit VertreterInnen von  MOGiS e.V., und Betroffenen bzw. Aktivisten aus dem VMMC - Experience Project positionierten sie sich klar gegen Jungenbeschneidung und die Weiterbetreibung der von USAID, UNICEF und WORLDBANK forcierten Jungenbeschneidungen in afrikanischen Ländern.

Am 7. Mai 2017 gab es in Köln am Wallrafplatz eine öffentliche Kundgebung anlässlich des Weltweiten Tag der genitalen Selbstbestimmung. Mitfrau Gislinde Nauy aus Augsburg war vor Ort und hielt eine Rede, in der sie ganz deutlich erklärte, dass sowohl weibliche Genitalverstümmelungen als auch die Jungenbeschneidung eine klare, nicht tolerierbare Menschenrechtsverletzung darstellt und es unser aller Verantwortung ist dagegen zu kämpfen.

13.05.2017 Unser Change Agent Evariste Kapnang hat seine 2. BCA Community Activity durchgeführt. Zusammen mit Mama Afrika organisierte er ein Grillfest für u.a. die somalische Community in einer Flüchtlingsunterkunft in Wilmersdorf. Damit erreichte er viele Bewohner verschiedener Nationalitäten. Auch unsere Referentin Dr. Idah Nabateregga war vor Ort und nutzt die Gelegenheit um mit der dortigen Sozialarbeiterin über Präventionsmaßnahmen und die Aktivitäten und Hilfe von TERRE DES FEMMES aufzuklären. Die erste Community Aktivität, bei der Evariste sein in den Trainings erlerntes Wissen über FGM und seine Überwindungsstrategien in den Communities implementiert hat, war bereits am 29.04.2017 .

12.5.-13.5.2017 findet der Forum Geburtshilfe Kongress in Kassel statt, unsere seit Jahren aktive Mitfrau und Hebamme Hedwig von Knorre vertrat TERRE DES FEMMES mit einem Infotisch, um über das Thema FGM und auch neueste Rekonstruktionsmethoden von Dr.O’dey aufzuklären. Vor allem die mehrsprachigen Flyer und Informationsbroschüren, sowie die Infos über die webbasierte Lernplattform zum Thema FGM fanden großen Anklang beim Fachpersonal. Auch ein Video über die neuesten OP Techniken zur Rekonstruktion von Herrn Dr O’Dey stellte Hedwig an ihrem Tisch aus, und warb gegenüber Chef- und leitenden Ärzten für mehr Fortbildungen zu dieser Methode bei ihren angestellten ÄrztInnen. Auch mit anderen AusstellerInnen vom Feld kam sie in einen Austausch und konnte die Thematik FGM mehr und mehr Verbreiten und darüber aufklären.

Am 19.05.2017 fand das fünfte Austauschtreffen unserer Change Agents des Change Plus Projektes statt. Neben dem Bericht der letzten BAC Community Aktivität in der Flüchtlingsunterkunft in Wilmersdorf von Evariste werden auch die Vorbereitungen von unserem Community Grillfest und dem Public Certification Event besprochen. Die CHANGE Agents aus dem EU-weiten Change Plus Projekt treffen sich seit Anfang des Jahres, nach den Trainings im letzten Jahr, in regelmäßigen Abständen um sich über ihr Engagement zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung auszutauschen.

21.05.2017 : Unsere Change Agent Colette Tchombou führte ihre erste BCA Community Aktivität mit den Frauen der kenianischen und kamerunischen Community durch und leistete Basiausfklärungsarbeit und eine Einführung in das Thema FGM/ C  für Communities. Colette ist einer der MultiplikatorInnen aus dem EU-Projekt Change Plus, bei dem TERRE DES FEMMES im letzten Jahr Personen aus afrikanischen Communities  ausgebildet hat, um in Communities Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten.  

Am 30.05.2017 fand in Brüssel ein Seminar zu dem Thema „Brücken bauen zwischen der EU und FGM Herkunftsländern“ statt, unsere TERRE DES FEMMES FGM Referentin Charlotte Weil war vor Ort. Das EU-weite Netzwerk EndFGM veranstaltete diese Tagung  mit Veranstaltungen und internationalen Diskussionen um auch europaweit einen Austausch innovativer Ideen für Überwindungsstrategien zu entwickeln und deutlich zu machen, dass FGM auch ein europäisches Problem ist, was nur in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren zu überwinden ist.

Am 5. Juni 2017 Unsere Change Agent Tiranke Diallo unternimmt ihre erste Community Aktivität mit der guineanischen Frauengruppe, die sich regelmäßig einmal im Monat in Berlin trifft. Neben verschiedensten Themen, die dort in der Community besprochen werden, möchte Tiranke nun auch über FGM aufklären. Tiranke Diallo hat guineanischen Hintergrund und ist Mitglied des Team CHANGE. Bei dem EU-weiten Change Plus Projekt wurde sie im letzten Jahr zur Multiplikatorin im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ausgebildet.

04.06.2017 Unsere Change Agent Colette Tchombou hält ihre zweite Community Aktivität mit den Männern des kamerunischen Communityvereins FLAMBEAU ab. Als Teil des Team CHANGE aus dem Change Plus Projekt, veranstaltet sie regelmäßig Community Aktivitäten um immer mehr Leute über FGM aufzuklären und zu sensibilisieren. Allen Anwesenden erklärte sie die Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung und klärte über die Risiken, Folgen und Beweggründe auf. Die meisten Männer haben bereits von dieser Tradition gehört, trotzdem gibt es einige kritische Nachfragen, die Colette dann ebenfalls im Detail beantworten kann. Noch einmal wird auch im Nachhinein von Seiten der Männer deutlich, dass FGM keineswegs nur ein „Frauenproblem“ ist, sondern eine nachhaltige Überwindung eine Aufklärung beider Seiten bedarf.

Am 08.06.2017 startete die zweitägige Konferenz in Brüssel von MAP – FGM zum Thema „Female Genital Mutilation/Cutting at the Intersection of Qualitative, Quantitative and Mixed Method Research – Experiences from Africa and Europe“ statt. Unsere TERRE DES FEMMES FGM Referentin Charlotte Weil war vor Ort. Ziel der Konferenz war über den Mehrwert der Forschung in Kampagnen zur Überwindung von FGM zu diskutieren und Empfehlungen für die wissenschaftliche Forschung zu entwickeln.

Vom 11.-13.06.2017 fand in Berlin das AFRIKA KENAKO FESTIVAL statt. Auf dem Alexanderplatz sammelten sich Info- und Verkaufsständen rund um den afrikanischen Kontinent, musikalischen Beiträge afrikanischer KünstlerInnen und Diskussionsrunden und Debatten zu aktuellen politischen Themen. Auch TERRE DES FEMMES hatte dieses Jahr zum ersten mal einen Informationsstand vor Ort und konnte damit die breite Bevölkerung und ebenfalls afrikanische Communities über die Aktivitäten und die Arbeit von TERRE DES FEMMMES und vor allem dem Referat FGM aufklären.

Susanne Meister, Koordination der TDF-SG Nürnberg  vertritt mit anderen Mitfrauen TERRE DES FEMMES auf den Afrikatagen vom 15.-18. Juni in Nürnberg. Zusammen mit einem Vertreter von MOGiS wurde sie als Expertin für weibliche Genitalverstümmelung eingeladen einen Stand zu betreuen und an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Auch unsere im Change Plus Projekt aktive Change Agent Tiranke Diallo vertrat TDF vor Ort.

Bei dem International Festival of Creativity in Cannes, eines der größten Festivals der Werbebranche dieser Zeit, gewinnt unser Open your eyes FGM Motiv insgesamt einen goldenen und zwei bronzene Löwen. Die Werbeagentur GREY Germany, mit der TERRE DES FEMMES zusammen im Mai diesen Jahres die Open your eyes Kampagne erarbeitet hat, reichte Open your eyes in der Kategorie „Gesundheit“ ein. Dies ist ein großer internationaler Erfolg für das Motiv der Kampagne und bedeutet auch einen weiteren guten Schritt zur weltweiten Bewusstsseinschaffung für unser Thema der weiblichen Genitalverstümmelung. Bei der Kampagne wurde vor allem in den sozialen Medien mit dem Motiv eines vertikal geschlossenen Auges geworben, aber auch eine Website (www.eyesonfgm.de) mit Interviews unserer AktivistInnen sowie Hintergrundinformationen zum Thema FGM entwickelt.

24.06.2017 Anlässlich des Eid al-Fitr, Zuckerfest zum Ende des Ramadans, veranstalte Tiranke Diallo zusammen mit Sister Fa ein guineanisch-senegalesisches-ivorisches Community Treffen. Beide sind aktiv im Team CHANGE, als MultiplikatorInnen im Rahmen des EU-weiten Change Plus Projektes, bei dem intensive Community-Arbeit zur Aufklärung und Sensibilisierung über FGM betrieben wird.  Im Gespräch kam es zu einem interessanten Austausch der drei verschiedenen nationalen Ausgangslagen angesichts der tief verankerten Tradition der Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung, weitere Strategien zur Aufklärung und Bewusstsein-Schaffung auch in afrikanischen Ländern wurde besprochen.

Auch Barry Isatou hatte am 25.06.2017 eingeladen, um bei sich zuhause mit vielen Freunden und Bekannten das Zuckerfest zu begehen und dabei über wichtige Themen ihrer Community zu reden. Sie ist ebenfalls  Change Agent des Change Plus Projektes und engagiert sich stark in Communities um zu einem Umdenken über die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung beizutragen. Mit ihren Gästen sprach sie offen das Thema FGM und ihre eigenen Erfahrungen damit an, und klärte über negative Folgen auf. Vor allem die Frauen waren sehr interessiert. Noch einmal wurde deutlich wie wichtig eine Sensibilisierung und Aufklärung der (praktizierenden) Communities ist, um eine globale Überwindung von FGM zu erreichen.

Am 28.06.2017 hielt unsere TDF FGM Referentin Dr. Idah Nabateregga eine Schulung über FGM für Berufsgruppen in Brandenburg ab. In Zusammenarbeit mit FaZIT war diese Schulung in Freienwalde eine der weiteren aus der Reihe ihrer Schulungen und Fortbildungen über FGM im Raum Brandenburg, es waren insgesamt 20 SozialarbeiterInnen vor Ort, die alle in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit tätig sind. Immer mehr soll vor allem Fachpersonal zu diesen Thema geschult werden, um auch hierzulande einen adäquaten Umgang mit Betroffenen gewährleisten zu können.

Am 08. Juli 2017 fand das 6. Austauschtreffen unserer Change Agents im Rahmen des Change Plus Projektes statt. In dem Projekt hat TERRE DES FEMMES im letzten jahr insgesamt 6 Personen aus afrikanischen Communities zu MultiplikatorInnen im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ausgebildet.  Diesmal trafen sich alle bei Tiranke zuhause in Reinickendorf. Gemeinsam wurden die neuesten Entwicklungen innerhalb der Commuity Aktivitäten besprochen, und ebenfalls über mögliche Zukunftsideen einer Weiterführung des Change Plus Projektes nachgedacht. Außerdem stellte sich Dr.Lissa Masumbuku von der plastisch-chirurgischen Abteilung der Ev. Elisabeth Klinik vor, und erzählte über ihre Arbeit bei der sie zusammen mit ihrem Chef Operationsmöglichkeiten für FGM/C -Patientinnen abietet.

Am 15.07.2017 fand unser Community Grillfest auf dem Tempelhofer Feld statt.

TERRE DES FEMMES hatte zusammen mit UNICEF, dem Evangelischen Elisabeth Krankenhaus, der Deutschen AIDS Hilfe, Horizonte Ggmbh, Mama Afrika e.V. und FaZIT Brandenburg das Event geplant und organisiert, eingeladen waren vor allem afrikanische Communities und alle Interessierten. Auch das Team CHANGE von dem von TDF koordinierten Change Plus Projekt war engagiert vor Ort. Unter der Moderation von TDF FGM Referentin Dr. Idah Nabateregga gab es Redebeiträgen aller beteiligten Organisationen, die ihre Arbeit und Aktivitäten vogestellt haben, Infostände, Kinderanimationen, Fleisch und Gemüse vom Grill und Musik, Tanz und einen Auftritt von Sister Fa.

15.07.2017 Neben dem Community Grillfest fand ebenfalls das 7. Exchange Meeting mit unseren Change Agents des Change Plus Projektes statt. Neben Vorbereitungen für das Community Event wurden ebenfalls noch einmal neueste Entwicklungen bei TERRE DES FEMMES besprochen. Die Change Agents aus dem EU-weiten Change Plus Projekt treffen sich in regelmäßigen Abständen um sich über ihr Engagement zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung auszutauschen.

Am 17.07.2017 erschien die diesjährige Dunkelzifferstatistik zu von FGM betroffenen und gefährdeten Mädchen und Frauen in Deutschland. Wie erwartet sind die Zahlen erneut deutlich höher als letztes Jahr (gut 58.000 betroffene und mehr als 13.000 gefährdete Mädchen und Frauen), obwohl sogar die Prävalenzraten in einigen Fällen nach unten korrigiert wurden (aktuellste Studien, UNICEF). Der deutliche Anstieg ist vor allem auf den vermehrten Zuzug aus Irak, Eritrea und Somalia (und mit etwas Abstand auch Nigeria) zurückzuführen.

Zu unserem 8. CHANGE Plus Austauschtreffen am 20. Juli lud uns die Change Agent Fadhumo zu sich nach Hause ein. Es wurden neben den Berichten zu den letzten BCA’s noch weitere organisatorische Dinge für die Fahnenaktion, die Abschlusskonferenz mit den europäischen PartnerInnen im November und auch für das Public Certification Event im Dezember besprochen.  

Am 22.07.2017 veranstaltet unsere Change Agent Barry ihre dritte BCA gegen FGM innerhalb afrikanischer Communities. In Zusammenarbeit mit Sister Fa versammelt sie bei dem Familiensommergrillfest von Horizonte gGmbH Menschen aus migrantischen Communities und betreibt Basisaufklärungsarbeit und Sensibilisierungsarbeit über FGM. Barry ist ebenfalls teil des Team CHANGE. Sie wurde letztes Jahr von TERRE DES FEMMES zusammen mit den anderen Change Agents zu einer Multiplikatorin im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ausgebildet und implementiert dieses Wissen nun in den Communities.

Die dritte Community Aktivität von Colette Tchoumbou fand am 12. und 13. August statt. Bei einem gemütlichen Grillabend in Berlin Zehlendorf betrieb die Change Agent Basisaufklärungsarbeit zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung. Das Interesse der Communitymitglieder war so groß, dass sie gemeinsam mit Colette ein weiteres Informationstreffen am nächsten Tag in Berlin Wedding organisierten.

Am 30. August: Im Landtag Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf fand der Runde Tisch NRW gegen die Beschneidung von Mädchen zum Thema “Probleme für Flüchtlingsfrauen bei Schwangerschaft und Geburt” statt. Es ging allgemein um die Vorstellung: „Auf der Flucht erfahren Frauen und Mädchen oft sexuelle Gewalt. Zu der traumatischen Erfahrung kommt eine ungewollte Schwangerschaft und Geburt, die besondere Anforderungen auch an Hebammen und Krankenhäuser stellt. Hinzu kommen oft noch physische und psychische Probleme, die weibliche Genitalbeschneidung mit sich bringen. Sind die Beteiligten im Gesundheits- und Behördenbereich informiert und sensibilisiert und was kann von uns getan werden?“. TDF Mitfrau Monika Weiß-Imroll vertrat TERRE DES FEMMES.

Am 16. September veranstaltete Change Agent Evariste Franz Kapnang seine dritte BCA gegen FGM innerhalb der kamerunischen Community. Dieses Mal lud Evariste nur Männer ein, um ihnen die Thematik weibliche Genitalverstümmelung nahe zu bringen und mit ihnen in eine Diskussion und einen Austausch von Erfahrungen und Ideen zu kommen. Es kam zu einem intensiven Austausch. Am Ende zeigten die Gäste großes Interesse sich im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung zu beteiligen und boten Evariste ihre Unterstützung an.

Am 24. September fand die dritte Behaviour Change Activity gegen FGM innerhalb der guineanischen Community von Tiranke Diallo statt. Tiranke nutze die Einweihungsparty ihres Bruders Souleymane Diallo, der viele Freunde die überwiegend aus Guinea stammen eingeladen hatte, um mit ihnen über FGM ins Gespräch zu kommen. Die anwesenden Gäste waren sehr aufgeschlossen gegenüber dem Thema FGM, stellten viele Fragen und interessierten sich sehr für Hilfsangebote.

Am 25. September organisierte Mai Shutta im Rahmen des Change Plus Projekts einen Informationsabend zu weiblicher Genitalverstümmelung. Während einer Präsentation informierte Mai die Gäste über die verschiedenen Prozeduren von weiblicher Genitalverstümmelung und über ihre Bedeutung und die Konsequenzen für das Leben, die Körper und die Seelen von Betroffenen. Der Informationsabend war ein Erfolg und Mai erhielt viel positive Rückmeldung zu ihrem Engagement gegen FGM.

Am 25. September fand das vierte und letzte Partnermeeting im CHANGE Plus Projekt statt. Gastgeber war diesmal das Netzwerk End FGM EU in Brüssel. Die Projektpartner diskutierten Fortschritte und Ergebnisse des Projekts, planten die Abschlusskonferenz im November, und bereiteten das Lobby Meeting im Europäischen Parlament, das am nächsten Tag stattfand, vor. Charlotte Weil, Projektkoordinatorin des CHANGE Plus Projekts, moderierte das Meeting.

Am 26. September trafen sich CHANGE Champions und CHANGE Agents aus den Niederlanden, Frankreich und Hamburg sowie die CHANGE Plus Partner gemeinsam mit hochrangigen InteressensvertreterInnen und PolitikerInnen der EU im Europäischen Parlament in Brüssel, um ihre politischen Forderungen zu stellen. TDF FGM Referentin Charlotte Weil war vor Ort. Das Lobby Meeting stellt eine wichtige Plattform für die CHANGE Champions dar, ihre Bemühungen das Problem FGM in den Fokus von EntscheidungsträgerInnen und Einflussreichen zu rücken.

Vom 27. bis 30. September nahm TERRE DES FEMMES mit einem Infotisch an der Fachausstellung zum 11. Deutschen Still- und Laktationskongress, kombiniert mit einem FGM Symposium, an der Freien Universität Berlin teil. Die Ausstellung wurde vom Ausbildungszentrum Laktation und Stillen aus Ottenstein organisiert.

Am 30. September fand das „Awoli“-Afrika Fest in Konstanz statt. Die TDF Städtegruppe mit Mitfrau Erika Korn vertrat TERRE DES FEMMES mit einem Informationsstand zu unseren afrika-spezifischen TDF-Projekten und machte auf FGM aufmerksam.

Am 01. Oktober hielt unsere TDF FGM Referentin Dr. Idah Nabateregga eine Informationsveranstaltung gegen weibliche Genitalverstümmelung in Gifhorn. Die Informationsveranstaltung wurde von MitarbeiterInnen des Landkreis Gifhorn (Fachbereich 4 – Jugend) organisiert und richtete sich an Geflüchtete aus der Elfenbeinküste. Diese hatten den Bedarf geäußert sich informieren und beraten lassen zu wollen. Es nahmen insgesamt ca. 50 Geflüchtete und 10 Fachkräfte aus dem sozialen Bereich vor Ort teil und zeigten großes Interesse. 

Am 05. Oktober fand die letzte Behaviour Change Activity gegen FGM von TDF CHANGE Agentin Mai Shutta statt. Im Rahmen des Sprachcafés des Projekts „Women for fun“, das von unserer Change Agent Fatuma Musa organisiert wird, stellte Mai ihr Engagement gegen FGM vor und kam mit einigen somalischen Frauen ins Gespräch.

Am 07. Oktober war TERRE DES FEMMES mit einem Informationsstand über FGM beim 35. Kongress des deutschen Ärztinnenbundes e.V. vertreten. Vorstandsfrau Prof. Dr. Godula Kosack sowie die beiden Praktikantinnen Sophie Schuster und Maike Simla waren vor Ort, um die Arbeit von TERRE DES FEMMES vorzustellen.

Am 12. Oktober traf sich Team CHANGE zu seinem 9. CHANGE Plus Austauschtreffen. Gastgeberin war erneut Change Agent Fatuma Musa. Das Treffen wurde genutzt, um die letzten Aktivitäten zu reflektieren, sich über das Projekt auszutauschen und zu überlegen, wie es mit dem Team CHANGE weitergehen soll.

Am 19. und 20. Oktober 2017 gab FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga eine Fortbildung unter dem Titel "Weiblicher Genitalverstümmelung begegnen: Präventionsmaßnahmen und Unterstützung von Betroffenen und Gefährdeten" für Fachkräfte im Fachbereich Migration und Flüchtlingsarbeit in Lörrach. Es nahmen ca. 25 Fachkräfte, überwiegend von der Caritas und der Diakonie, teil. Die Fortbildung wurde gemeinsam mit Christina Hopfner und Nazmije Mahmutaj vom Diakonischen Werk im Landkreis Lörrach organisiert.

Zeitgleich fand am 19. und 20 Oktober in Kassel der Bundeskongress der Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) mit begleitender Fachausstellung unter dem Titel „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Teilhabe sozial denken und gestalten“ statt. Es wurden rund 600 TeilnehmerInnen aus dem Feld der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen und angrenzenden Tätigkeitsfeldern erwartet. TERRE DES FEMMES war mit einem Informationsstand zu weiblicher Genitalverstümmelung vertreten, der durch Mitfrau Hedwig von Knorre betreut wurde.

Am 17. Und 18. November fand das Forum Hebammenarbeit 2017 in Mainz statt, bei dem ca. 1300 Hebammen erwartet wurden. Mitfrau Hedwig von Knorre vertrat TERRE DES FEMMES mit einem Informationsstand zu weiblicher Genitalverstümmelung.

Am 28. und 29. Oktober fand das AG FGM Treffen in Berlin statt. FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga gab einen Überblick und Ausblick über die Aktivitäten, Projekte & Events im Referat Weibliche Genitalverstümmelung und auch die AG-Frauen berichteten von ihrem Engagement. Unter anderem wurden die Themen Ferienbeschneidung und Qualitätskriterien zur Arbeit zu FGM diskutiert. Außerdem wurde sich zur Debatte „Männliche Genitalverstümmelung“ ausgetauscht und ein gemeinsames Positionspapier dazu entworfen.

Am 22. November fand das European Exchange Meeting des Projektes CHANGE Plus in Berlin statt. CHANGE Agents aus allen Partnerländern waren vor Ort, um sich auszutauschen, über ihre Erfahrungen im Projekt zu berichten und sich gemeinsam auf die Fahnenaktion und die Konferenz am 23. November vorzubereiten. Gleichzeitig fand ein Country Study Visit einer EU-Delegation und des Netzwerks END FGM statt, der von TDF organisiert wurde. Die Delegation besuchte gemeinsam das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Beratungsstelle von TDF, traf sich mit den Berliner und Hamburger Change Agents und hörte einen Vortrag von Dr. O’Dey zu seinen Operationsmethoden zur Rekonstruktion nach weiblicher Genitalverstümmelung. Bei allen Terminen ging es darum, wie zu FGM gearbeitet wird, wo es noch Probleme und Herausforderungen gibt und wie die EU dabei unterstützen könnte.

Am 23. November fand die internationale CHANGE Plus Abschlusskonferenz im Europäischen Haus in Berlin statt. Die europäischen Partnerorganisationen FSAN, AIDOS, APF, PLAN, Equipop, Coventry University sowie die beiden assoziierten Partner aus Westafrika Association Bangr Nooma und Plan International Mali, CHANGE Agents und Champions, RepräsentantInnen der EU Kommission sowie weitere ExpertInnen gestalteten gemeinsam die Fachkonferenz. Die Veranstaltung beinhaltete ein Presse-Event am Brandenburger Tor, verschiedene Präsentationen, eine Podiumsdiskussion sowie auch mehrere, parallel-laufende Diskussionsrunden, die verschiedene Aspekte der Genitalverstümmelung, wie Präventionsstrategien oder die Rolle der Männer, betreffen.

Vor Beginn der CHANGE Plus Abschlusskonferenz fand die jährlich stattfindende Fahnenaktion vor dem Brandenburger Tor zum internationalem Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ statt, die dieses Jahr das Schwerpunktthema „Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden“ hatte. Es fand eine Fotoaktion statt, bei der mit großen Sprechblasen, auf denen Statements gegen FGM zu lesen waren, und mit kurzen Reden/Aussagen gegen FGM, auf FGM aufmerksam gemacht wurde.

Am 23. November nahm Mitfrau Heidemarie Grobe an der Frauennetzwerksitzung der Stadt Stade teil. Dort hielt sie einen Vortrag mit dem Titel: Weibliche Genitalien unversehrt - weder verstümmeln noch beschneiden.

Am 28. November veranstaltete die TERRE DES FEMMES-Städtegruppe Marburg, unterstützt durch das Gleichberechtigungsreferat der Universitätsstadt Marburg, einen Vortrag und eine Videoaufführung „Wir sind alle durch’s Messer gegangen“ zu weiblicher Genitalverstümmelung. Referentin war Mitfrau und Koordinatorin des Projektes „Bangr Nooma“ in Burkina Faso Irma Bergknecht.  

Am 01. Dezember fand im Rahmen der Ausstellung „On her Way – Kurzfilme aus Ägypten“ ein Gespräch zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung statt. FGM-Multiplikatorin für TDF Mai Ali leitete das Informationsgespräch.

Außerdem leitete FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga am 01. Dezember eine Fortbildung in Neuruppin. Hierbei handelte es sich um eine Aufbau-Fortbildung zum Thema „Umgang mit weiblicher Genital Verstümmelung“. Die Veranstaltung war praxisorientiert und sie richtete sich jeweils an die Beschäftigten in Unterkünften und in der Migrationssozialarbeit, die bereits thematisch vor-informiert sind. Organisiert wurde die Fortbildung von FaZIT Brandenburg-Berlin.

Am 04. Dezember leiteten FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga und Diplom Psychologin Alexandra Kampe eine Fortbildung zum Thema STOP HARMFUL TRADITIONAL PRACTICES.  

Organisiert wurde die Fortbildung von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und stattgefunden hat sie in der Flüchtlingsunterkunft „Refugium Buch“. Anwesend waren circa 20 SozialarbeiterInnen aus unterschiedlichen Flüchtlingsunterkünften in Berlin.

9. Dezember: Public Certification Event/Abschlussveranstaltung für unsere CHANGE Agents

Das Change Plus Projekt zielt darauf ab, einen Einstellungs- und Verhaltenswandel innerhalb praktizierender Diaspora-Communities zu bewirken. Durch das Empowerment von einflussreichen Mitgliedern der jeweiligen Communities, die zu sogenannten CHANGE Agents und Champions ausgebildet wurden, soll ein Einstellungswandel angestoßen werden, der langfristig zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung führt. Nach 2 Jahren kommt das Change Plus Projekt nun zum Ende und heute fand die feierliche Übergabe der Zertifikate statt. Es wurde sich noch mal über die Erfahrungen und Erlebnisse der Change Agents und Change Champions ausgetauscht und es gab eine Diskussionsrunde.  Begleitet wurde das Event mit Musik von Aktivistin „DJ – Sista Fa“. So konnte der Abschluss des Projekts angemessen mit allen Beteiligten und den Communities gefeiert werden.

Am 12. Dezember fand ein Runder Tisch zum Thema „STOPP FGM_C“ im Familienplanungszentrum Balance in Berlin-Lichtenberg/Friedrichshain statt. Besprochen wurde auf einer Berlin- und Brandenburg weiten Ebene Fortschritte und Strategien aus unterschiedlichen Perspektiven. Charlotte Weil vertrat TDF. Außerdem waren CHANGE Agents und CHANGE Champions aus Berlin und Hamburg anwesend.

Am 13. Dezember fand im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Düsseldorf der von „Aktion Weißes Friedensband e.V.“  organisierte 42. Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen statt. Thematischer Schwerpunkt der Veranstaltung war die „Trauma Buster Technique“ (eine Methode zur Auflösung von Stress- und Trauma-Folgesymptomen). Unsere Mitfrau und aktive AG Mitglied Monika Weiß-Imroll nahm daran teil.