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Wissensplattform zu weiblicher Genitalverstümmelung für Berufsgruppen geht online!

Anlässlich des „Null-Toleranz-Tages“ gegen weibliche Genitalverstümmelung am 06.02.2017 lädt TERRE DES FEMMES zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zu einer Fachkonferenz ein, bei der unter anderem die webbasierte Plattform für Fachpersonal präsentiert werden soll. Auf der Konferenz werden außerdem AktivistInnen und Community-VertreterInnen zu Wort kommen und von der aktuellen Situation und Bedürfnissen der Communities berichten. In Kleingruppen werden KonferenzteilnehmerInnen über aktuelle Themen diskutieren.

Diese Wissensplattform ist im Rahmen des EU-geförderten Projektes „United to End FGM“ gemeinsam mit europäischen Partnerorganisationen entwickelt worden und wird ab 6. Februar kostenlos zur Verfügung stehen. Die Wissensplattform umfasst: einen E-Learning-Kurs, der in 9 Sprachen verfügbar ist, länderspezifische Informationen zu 11 EU-Mitgliedsstaaten sowie interaktive Zusatzangebote wie Webinars und ein Online-Diskussionsforum. Der E-Learning-Kus soll Bewusstsein für und das Wissen über FGM unter Fachkräften aus verschiedenen Bereichen, wie etwa Gesundheit, Asyl, Recht und Justiz, Strafverfolgung/ Polizei, Bildung, Sozialdienst und Kinderschutz sowie Medien verbessern. Der Onlinekurs dient außerdem NGOs und speziell Frauenrechtsorganisationen und Unterkünften, die von FGM betroffenen Frauen und Mädchen Unterstützung und Schutz bieten.

Neuen Schätzungen UNICEFs zufolge leben heute weltweit mindestens 200 Millionen Mädchen und Frauen als Betroffene von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM), etwa 70 Millionen mehr als noch 2014 veranschlagt. Durch Migration und Flucht hat sich das Problem regional stark ausgeweitet, sodass heute beispielsweise auch in Deutschland ca. 48.000 Betroffene leben und mehr als 9.000 (TERRE DES FEMMES: 2016) Mädchen gefährdet sind. Um diese Gefahr abzuwenden und Überlebende umfassend versorgen zu können gilt es, besonders die Berufsgruppen dafür zu sensibilisieren und weiterzubilden, die in ihrer Arbeit am häufigsten mit FGM in Berührung kommen, wie etwa Sozialarbeiter, GynäkologInnen, Hebammen, JuristInnen, Polizeibeamte,

Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen oder Nachfragen haben, schreiben Sie uns bitte unter fgm-eu@frauenrechte.de.

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