Aktuelle Projekte des Referates Weibliche Genitalverstümmelung

TeilnehmerInnen einer Trainingseinheit der CHANGE Agents. Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmerInnen einer Trainingseinheit der CHANGE Agents. Foto: © TERRE DES FEMMESEs ist zur Zeit viel los im Referat Weibliche Genitalverstümmelung: das EU-geförderte CHANGE Plus-Projekt geht in die nächste Phase, in der die sogenannten CHANGE Agents, die MultiplikatorInnen, nach der Trainingsphase nun in ihren jeweiligen afrikanischen Communities selbst Aufklärungsarbeit gegen Genitalverstümmelung betreiben. Das erste dieser Treffen hat bereits stattgefunden; am 11. Januar 2017 hatte Aktivistin und CHANGE Agent Fadhumo Musa Afrah etwa 15 Frauen aus Somalia in die Räume des Sharehaus Refugio eingeladen, um mit ihnen über die Praktik zu sprechen und aufzuklären.

Des Weiteren steht am 6. Februar 2017, dem Internationalen Tag Null Toleranz gegenüber Weiblicher Genitalverstümmelung, die Fachkonferenz „Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) in Deutschland überwinden“ an. Die Konferenz richtet sich an Berufsgruppen, die mit Betroffenen oder von weiblicher Genitalverstümmelung Gefährdeten in Berührung kommen – vor allem aus den Bereichen Gesundheit, Beratung und Bildung. Die Fachkonferenz wird von TERRE DES FEMMES und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veranstaltet. Im Rahmen der Konferenz wird eine Wissensplattform zum Thema weibliche Genitalverstümmelung, welche TERRE DES FEMMES als eine von 11 europäischen Organisationen für das von der EU mitfinanzierte Projekt „United to End FGM“ erstellt hat, zum ersten Mal dem deutschen Fachpublikum präsentiert.

Die webbasierte Wissensplattform wird ab dem 6. Februar 2017 kostenlos und in neun Sprachen online zur Verfügung stehen.

Außerdem soll zum 8. März, dem internationalen Frauentag, eine Informationsmappe zum Thema weibliche Genitalverstümmelung erscheinen. Die Informationsmappe ist gezielt für SchülerInnen, Auszubildende und Berufsgruppen konzipiert worden und dient einer frühen Aufklärung und Sensibilisierung für das Thema weibliche Genitalverstümmelung. Auch der Umgang mit und Unterstützung für die Betroffenen und Gefährdeten werden thematisiert. Die Informationsmappe erhält alle relevanten Informationen zum Thema und ist auf dem aktuellsten Wissensstand.

Nicht zuletzt ist die Präventionsbroschüre „Wir schützen unsere Töchter“ jetzt auch auf Tigrinya und damit in insgesamt sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Swahili, Somali, Tigrinya und Arabisch) im TDF-Shop erhältlich.

Zusätzlich beteiligt sich das Referat an dem von Aktion Mensch geförderten Projekt „Stop harmful traditional practices – Patriarchale Gewalt verhindern“, welches sich gegen sogenannte „schädliche traditionelle Praktiken“ wie Frühehen, Zwangsheirat oder eben weibliche Genitalverstümmelung richtet.

Das Projekt wird in Berlin drei Jahre lang laufen und richtet sich mittels der TERRE DES FEMMES-Beratungsstelle an Betroffenen selbst, jedoch auch präventiv und sensibilisierend an MitarbeiterInnen von Stadtteil-und Frauenzentren und bietet Schulungen für MitarbeiterInnen von Flüchtlingseinrichtungen an. Zu den Schulungen kann sich jede/r Interessierte anmelden.

Stand 02/2017

 

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