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Abschließendes Treffen der MultiplikatorInnen-Schulung in Berlin

Die CHANGE Agents bei ihrem letzten Training mit Dr. Idah Nabateregga (Mitte). Foto: © TERRE DES FEMMESDie CHANGE Agents bei ihrem letzten Training mit Dr. Idah Nabateregga (Mitte). Foto: © TERRE DES FEMMESAm 25.11.2016 fand das letzte Training der CHANGE Plus MultiplikatorInnen in der Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES in Berlin statt. Moderiert hat die Fachreferentin für weibliche Genitalverstümmelung, Dr. Idah Nabateregga. Ziel des Treffens war es, die bisherigen Trainings zu reflektieren, Eindrücke auszutauschen und die Kernaussagen der Trainingsreihe zu verinnerlichen. Der inhaltliche Fokus des Treffens lag auf der Analyse der Communities und den Mechanismen mit denen die Agents ihre Communities erreichen würden. Das Training wurde mit der Frage eingeleitet, was genau die CHANGE Agents sich unter der Arbeit mit den Communities vorstellten und auf welche Weise die Communities am besten zu erreichen wären.

Ein besonders wichtiger Aspekt in der Zusammenarbeit mit den Communities sei gegenseitiger Respekt, laut der Agents. Ohne Respekt vor der Kultur des Gegenübers sei ein Dialog nicht möglich. Die Agents waren sich einig, dass FGM als gemeinsames Problem anerkannt werden müsse, um mit Traditionen zu brechen und nachhaltige Veränderung herbeizuführen. Insbesondere die Schuldfrage sei ein sensibles Thema, da man nicht die Community selbst, sondern den fehlenden Zugang zu Bildung für das Praktizieren von FGM verantwortlich machen müsse, so eine der MultiplikatorInnen. Auch eine gründliche Aufklärung der Communities über rechtliche Konsequenzen von FGM sei vonnöten, da ein Abschreckungseffekt wirksam zukünftigen Verstümmelungen vorbeugen könnte. Zudem spiele Geduld eine große Rolle im Umgang mit den Communities, da soziale Strukturen und Verhaltensweisen sich nur über einen längerfristigen Zeitraum verändern ließen. Als weitere wichtige Kompetenzen im Umgang mit den Communities wurden unter anderem Verhandlungsgeschick, Sensibilität und innovatives Denken genannt, da so Konflikte umgangen werden und die Communities durch einen Perspektivwechsel eine Umstrukturierung ihrer sozialen Normen unternehmen könnten.

Das Training am 25. November 2016 war das letzte Treffen zwischen den MultiplikatorInnen und Trainerin Idah Nabateregga für das Jahr 2016. Im kommenden Jahr (2017) werden die CHANGE Agents intensiv mit ihren Communities zusammenarbeiten. Drei Aktivitäten sind pro CHANGE Agent zwischen Januar und September vorgesehen. Zusätzlich werden zwischen Januar und Oktober zehn Austauschtreffen mit den CHANGE Agents geplant. TDF-Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga wird die Aktivitäten bzw. die Austauschtreffen aktiv begleiten.

 

Stand 12/2016