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Bundesweite Büchertischaktion am 06. Februar 2017, dem Internationalen Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung"

buecheraktion 2013 marburgTERRE DES FEMMES-Büchertisch in Marburg.
Foto: © Universitätsbuchhandlung Elwert-Lehmann Marburg
Weibliche Genitalverstümmelung ist ein globales Problem und geschieht weltweit. Nach Schätzungen der WHO sind weltweit ca. 200 Millionen Frauen betroffen. In Deutschland leben mehr als 48.000 Betroffene und rund 9.300 gefährdete Mädchen und junge Frauen.

Um öffentliches Interesse für die neuen Erkenntnisse und Ergebnisse unserer Arbeit zu wecken, findet auch 2017 wieder eine Büchertischaktion in verschiedenen Buchhandlungen und Bibliotheken in ganz Deutschland statt. Durch die Präsentation von Büchern (PDF-Datei mit Buchtipps) rund um das Thema weibliche Genitalverstümmelung möchten wir das Wissen zu diesem Thema in Deutschland vertiefen und zum Engagement aufrufen. Nur wenn fundiertes Wissen weiter verbreitet ist als die Praxis selbst, können wir mit vereinter Kraft weibliche Genitalverstümmelung beenden. Daher laden wir Sie hiermit herzlich ein, sich an unserer Aktion zu beteiligen und bei Buchhandlungen oder Bibliotheken in Ihrer Nähe nachzufragen, ob diese in ihren Räumlichkeiten dem Thema weibliche Genitalverstümmelung eine Präsentationsfläche widmen möchten. Bitte leiten Sie dazu unsere Bücherliste an die Buchhandlungen bzw. Bibliotheken Ihrer Stadt weiter.

Gerne schicken wir Ihnen auch Flyer und Informationsmaterialien zum Auslegen zu. Diese können Sie im TDF-Online-Shop bestellen. Bei Fragen können Sie sich auch gerne telefonisch (+49 30 40504699-22) oder per E-Mail bei uns melden.

Wir würden uns sehr über Ihre Unterstützung dieser Aktion freuen!

Des weiteren nutzt TERRE DES FEMMES den Internationalen Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung" am 6. Februar, um weiter gegen diese Menschenrechtsverletzung zu kämpfen. Wir setzen uns seit über 30 Jahren für ein Ende weiblicher Genitalverstümmelung ein. Mit den von TERRE DES FEMMES koordinierten EU-weiten Projekten „CHANGE“ und „CHANGE Plus“ fördern wir durch die Ausbildung lokaler MultiplikatorInnen (CHANGE Agents aus unterschiedlichen Herkunftsländern) die Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung im europäischen Raum. In dem von der EU kofinanzierten Projekt „United to END FGM“ erstellen wir als deutsche Partnerorganisation eine mehrsprachige Online-Wissensplattform für unterschiedliche Berufsgruppen weltweit, die am 06. Februar 2017 im Rahmen einer Konferenz im Familienministerium in Berlin veröffentlicht wird.

Diese Fachkonferenz richtet sich vornehmlich an alle, die in ihrer täglichen Arbeit mit Überlebenden von FGM und/oder gefährdeten Mädchen und Frauen in Kontakt kommen, sprich in den Bereichen Gesundheit, Beratung und Bildung (o.ä.) arbeiten. Eine umfassende Versorgung der Überlebenden und ein verbesserter Schutz der Gefährdeten sind dringend erforderlich, weshalb es u.a. so wichtig ist, Fachkräfte besser für das Thema zu sensibilisieren und zu unterrichten. Die Lern- und Wissensplattform versucht, einen Teil dieser Aufklärungsarbeit zu leisten, und steht Interessierten ab dem 6. Februar 2017 auf neun Sprachen kostenlos online zur Verfügung. Außerdem werden auf der Konferenz Community-VertreterInnen und CHANGE Agents über die Situation und Bedürfnisse afrikanischer Communities berichten. Es wird genügend Raum geben, sich mit diesen sowie zahlreichen ExpertInnen aus unterschiedlichen Berufsgruppen zum Thema auszutauschen.