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Austauschtermin zum Thema weibliche Genitalverstümmelung mit SPD-Bundestagsabgeordneten

Gelungener Austausch. V.l.n.r.: Dr. Idah Nabateregga, MdB Gabriela Heinrich, MdB Michaela Engelmeier, Christa Stolle. Foto: © TERRE DES FEMMESGelungener Austausch. V.l.n.r.: Dr. Idah Nabateregga, MdB Gabriela Heinrich, MdB Michaela Engelmeier, Christa Stolle.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Am 22. November 2016 tauschten sich Christa Stolle und FGM-Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga mit den Bundestagsabgeordneten Gabriela Heinrich (stellvertretende menschenrechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion) und Michaela Engelmeier (zuständige Berichterstatterin für die SPD im Entwicklungsausschuss) zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) aus. Zwei weitere MitarbeiterInnen der MdBs nahmen am Gespräch teil.

Die beiden Bundestagsabgeordneten beschäftigen sich immer wieder mit dem Thema FGM. Zuletzt hat Frau Heinrich eine Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats zu einem Bericht über FGM gehalten. Nun gab es Anliegen zum Austausch zum Thema FGM. Es ginge darum, dass es in Deutschland keine Meldepflicht z.B. für ÄrztInnen gibt, Betroffene oder von FGM bedrohte Patientinnen an Behörden oder sonstige Stellen zu melden. Die beiden MdBs erfuhren die Sichtweise von TERRE DES FEMMES und politische Implikationen, eine politische Initiative zu starten.

TERRE DES FEMMES fordert seit Jahren eine Meldepflicht an das Jungendamt. Andere Forderungen, die neben einer Meldepflicht dringend beachtet werden müssen sowie weitere Themen wurden besprochen: Fortbildungen unterschiedlicher Berufsgruppen, Zusammenarbeit mit Jugendlichen, Aufklärungskampagnen innerhalb der betroffenen Diaspora-Communities und eine Einführung verpflichtender Vorsorgeuntersuchungen für alle Kinder in Deutschland - unabhängig von Geschlecht und Herkunft. So könnten nicht nur Fälle weiblicher Genitalverstümmelung, sondern auch sexuellen Missbrauchs aufgedeckt werden, was alles unter dem Nationalen Aktionsplan erarbeitet werden könnte.

Frau Heinrich und Frau Engelmeier nahmen unsere Vorschläge entgegen, um die Lobbyarbeit weiterzuführen. TERRE DES FEMMES bedankt sich ganz herzlich für die politische Kooperation und ihr Engagement in der Abschaffung von FGM in Deutschland und mehr Kinderschutz.

 

 

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