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Ereignisse aus dem Jahr 2003

Abschluss der Expertise „Versorgungsbedarf und Anforderungen an Professionelle im Gesundheitswesen im Problembereich Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ (HAGEMANN-WHITE/ BOHNE) im Auftrag der Enquete-Kommision „Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen“ des Landtages NRW, bis dahin die umfassendste Studie für Deutschland. Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ bei der Ärztekammer Hamburg gegründet. Start des rechtsmedizinischen EU-Kooperationsprojektes „European Violence Prevention in Health Network“ (Träger: Institut für Rechtsmedizin UKE-Hamburg und Sozialministerium Hessen).

Ziele: europaweite Bestandsaufnahme, Erweiterung des Beitrages der Rechtsmedizin an der Gesundheitsversorgung Gewaltbetroffener, europäische Leitlinien und Praxisprotokolle.

Implementationsworkshops der BKF „Gewalt gegen Frauen und Mädchen- Rolle der Pflegeprofessionen und Hebammen in der gesundheitlichen Versorgung“ am 13./14.6.2003 in Bielefeld

Implementationsworkshops der BKF „Optimierung der ambulanten Versorgung gewaltbetroffener Frauen“ am 21./22.11.2003 in Hamburg. Interdisziplinäre Tagungen zu gesundheitlichen Folgen von Gewalt in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie regional u. a. in Düren, Minden-Lübbecke, Wesel und Rügen (M-V), veranstaltet von Anti-Gewalt-Projekten/-Netzwerken, Gleichstellungsbeauftragten, Ärztekammern etc. Fachspezifische Tagungen (Rechtsmedizin, Gynäkologie, Pflege), veranstaltet von Rechtsmedizinischen Instituten, Qualitätszirkel „Frauengerechte Gynäkologie“, Frauengesundheits- und Anti-Gewaltprojekten.

Vorträge/Workshops in den Jahrestagungen der Fachgesellschaften (z.B. Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention, 2. Südwestdeutsches Notfallsymposium der Notfallmedizin, Landesverband der hessischen Hebammen) Steigende Zahl von Veröffentlichungen in Zeitungen und medizinischen Fachzeitschriften 

106. Deutscher Ärztetag in Köln fasst Beschlüsse zu Häuslicher Gewalt in der Familie: - Das Thema soll interdisziplinärer Pflicht-Unterrichtsstoff in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung werden.

  • Die Landesärztekammern werden gebeten, Informationsmaterialien für von Gewalt Betroffene und behandelnde ÄrztInnen zu erstellen und zu verteilen.
  • ÄrztInnen erhalten Materialien zur gerichtsverwertbaren Dokumentation und zu sozialen und psychotherapeutischen Weitervermittlungsmöglichkeiten.
  • Aufnahme der Thematik „Häusliche Gewalt“ in die (Muster-)Weiterbildungsordnung.
  • Aufbau eines Forschungsbereiches „Häusliche Gewalt in der Familie“.

Zusätzlich werden in vielen Bundesländern die Landesärztekammern von den regionalen Netzwerken gebeten, das Thema Häusliche Gewalt in das Fortbildungsprogramm aufzunehmen, z. T. wird Unterstützung bei der inhaltlichen Durchführung der Fortbildungen angeboten.

In NRW wird die Vernetzungsarbeit der regionalen Runden Tische zur Bekämpfung von Häuslicher Gewalt finanziell unterstützt (2003 für 48 Runde Tische und rund 160 Einzelmaßnahmen insges. ca 500. 000 €), Ein großer Teil dieser Aktionen diente (u. a.) der stärkeren Einbeziehung des Gesundheitssystems in die Kooperationen sowie öffentliche Veranstaltungen zur gesundheitlichen Versorgung gewaltbetroffener Frauen.

Bundesministerium der Justiz gibt Evaluation des Gewaltschutzgesetzes in Auftrag.

Ende 2003
Start des Modellprojektes „Rechtsmedizinische Untersuchungsstelle in Köln“ (Attestierung von Verletzungen und Beratung bei Häuslicher Gewalt).