Frauenbild in der Werbung – TERRE DES FEMMES zu Gast beim Deutschen Werberat

Materialreihe Frauenfeindliche Werbung. © TERRE DES FEMMESMaterialreihe Frauenfeindliche Werbung.
© TERRE DES FEMMES
Am Mittwoch, den 16. Oktober 2013, veranstaltete der Deutsche Werberat die dritte „Konferenz Werbung und Gesellschaft“. Debattiert wurde über das „Frauenbild in der Werbung - Selbstdisziplinäres Handeln der Werbewirtschaft.“

Neben Irmingard Schewe-Gerigk, der Vorstandsvorsitzenden von TERRE DES FEMMES, sprachen Vertreterinnen vom Deutschen Frauenrats und Pinkstinks Germany. Zudem informierten ExpertInnen aus der Wissenschaft über die Wirkung von Medien und Werbung.

Dringend notwendige Diskussion um Darstellung von Frauen in der Werbung

Die Konferenz war eine Reaktion der wiederholten Beschwerden von Frauenrechtsorganisationen wie TERRE DES FEMMES oder der Kampagne von Pinkstinks gegen die sexistische Darstellung von Frauen in der Außenwerbung. Sie kritisieren den Deutschen Werberat, da dieser besonders bei der Darstellung von Frauen sehr „freizügig“ urteilt.

Neue Kriterien sollen entwickelt werden

Auf der Konferenz signalisierte der Deutsche Werberat seine Bereitschaft, die Anregungen aus der Zivilgesellschaft aufzunehmen und neue Kriterien für die diskriminierungsfreie Darstellung von Frauen und Männern zu entwickeln. Dies soll in einem intensiven Dialog geschehen.

TERRE DES FEMMES wird den Dialog kritisch begleiten und fordert den Werberat als erstes auf, sein Gremium paritätisch zu besetzen. Momentan besteht der Werberat aus zehn Männern und lediglich drei Frauen.

SEXIsm SELLS? 

TERRE DES FEMMES hat zu frauenfeindlicher Werbung die Materialreihe „SEXism SELLS“ (Flyer, Protestpostkarte, Aufkleber) erstellt und verfolgt das Thema seit Anfang des Jahres intensiv als einen neuen Schwerpunkt.

Funktion der Deutschen Werberates

Der Werberat ist eine von der Werbewirtschaft eingerichtet Institution der Selbstkontrolle. Er nimmt Beschwerden der Bevölkerung zu Werbemaßnahmen der Werbewirtschaft entgegen und urteilt anhand selbst verfasster Grundregeln und eines Verhaltenskodexes über die Beschwerde. So darf eine Reklame nicht diskriminieren und z.B. den Eindruck erwecken eine Person sei käuflich zu erwerben oder sie auf ihre rein sexuelle Funktion reduzieren. Beanstandet der Werberat eine Anzeigen, fordert er die Unternehmen dazu auf, die Werbung zu ändern oder nicht mehr zu verwenden.

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