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TERRE DES FEMMES protestierte gegen Nackt-Fußball-EM der Frauen

Vom 7.-9. Juni wurde in Berlin die "1. Nackt-Fußball-EM" ausgetragen

Sowohl die Bewerbung der Veranstaltung innerhalb Berlins mit einschlägigen Plakaten, auf denen die Degradierung der Frau als Sexualobjekt propagiert wurde, als auch die perfide Konzeption der Veranstaltung sind aus unserer Sicht extrem frauenfeindlich.

Wir protestierten gegen die zur Schau Stellung und perverse Inszenierung des weiblichen Körpers im Rahmen dieser als solche ausgewiesenen 'sportlichen Veranstaltung'!

Statt Frauen als Sportlerinnen in der Öffentlichkeit positiv darzustellen, fand hier durch die Konzeption der Veranstaltung eine extrem negative und diskriminierende Darstellung von Frauen im Sportbetrieb statt. Dieses als 'Sportveranstaltung' nicht ernst zu nehmende Event war daher ganz klar auf die Bedürfnisbefriedigung von Männern ausgerichtet. Es unterstützte und produzierte eine Objektifizierung und Pornographisierung von Frauen in unserer Gesellschaft. Die Frauen wurden zur Unterhaltung und Belustigung von Männern zur Schau gestellt.

Solche Veranstaltungen beleidigen Frauen als Gruppe und stellt diese in abwertender Weise dar. Darüber hinaus wird eine sexuelle Verfügbarkeit von Frauen signalisiert, die nicht mit unseren menschenrechtlichen Grundsätzen in Übereinstimmung zu bringen ist.

Das nun ausgerechnet Berlin mit dieser zwielichtigen Veranstaltung beworben wurde, hat uns gleichermaßen entsetzt. So war auf der Facebookseite der Frauennacktfussball EM die Skyline von Berlin in graphischer Darstellung zu sehen. Leider wurde die Veranstaltung auch von zahleichen Berliner Veranstaltungsplattformen im Internet als öffentliche Veranstaltung beworben. Durch die Bezeichnung als angebliches Sportereignis wurde hier versucht, eine eindeutige frauenverachtende und pornographische Veranstaltung als ein massentaugliches gesellschaftliches Ereignis zu vermarkten.

Wir forderten den Senat auf, die Veranstaltung abzusagen, die Messe Berlin für die Genehmigung dieser Veranstaltung zu rügen und in Zukunft darauf zu achten, dass solche frauenfeindlichen Veranstaltungen in Berlin nicht mehr beworben und durchgeführt  werden dürfen.