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Netzwerk nach Lateinamerika: Der Arbeitskreis ComVoMujer

LogosDie Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist in den letzten Jahren zu einem Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit geworden. Für den Bereich Lateinamerika wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das regionale Programm „ComVoMujer“ (Combatir la violencia contra las Mujeres) gegründet mit dem Ziel, Maßnahmen des Gewaltschutzes in den Ländern Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay – vor allem für ländliche und indigene Frauen – zu verbessern. Das Regionalvorhaben wird von der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) durchgeführt.

Um den Wissensaustausch zwischen Lateinamerika und Deutschland zu fördern, koordiniert in Deutschland ein Arbeitskreis den Fachaustausch zwischen Ministerien, Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen und Universitäten. Fachkonferenzen, Arbeitstreffen, eine elektronische Teamplattform sowie die Organisation gemeinsamer Veranstaltungen sowie der enge Austausch zu guten Beispielen aus Lateinamerika gehören zur Arbeit. Der Schwerpunkt für Deutschland liegt auf dem Thema CSR (Corporate Social Responsibility) – in dem die Zusammenarbeit besonders mit TERRE DES FEMMES koordiniert wird.

Tagung Comvomujer 2012TDF-Referentin Birte Rohles beim 2. Fachgespräch im BMZ-Bonn
Foto ©: Eva Dietz, ComVoMujer

ComVoMujer in Lateinamerika

Mit Hauptsitz in Peru, arbeitet ComVoMujer seit 2010 in Bolivien, Peru, Ecuador und Paraguay. Das Programm verfolgt einen Mehrebenen-Ansatz, in dem die Hauptakteure von Gesellschaft – nämlich staatliche und nicht-staatliche sowie auch privatwirtschaftliche Akteure – miteinander in Verbindung gebracht werden. Integrative und innovative Konzepte sowie ein hohes Maß an Vernetzung und Partizipation spielen dabei eine wichtige Rolle. Strategien zur Prävention bilden das Aktionsfeld.

Rondas Campesinas, Peru (Foto ComVoMujer)Rondas Campesinas, Peru (Foto ComVoMujer)Schwerpunktmäßig stehen ländliche und indigene Frauen im Mittelpunkt, denn indigene Frauen sind im oft mehrfach diskriminiert, haben erschwerten Zugang zum Rechtssystem und sind wenig sichtbar beim Thema Gewalt.

ComVoMujer arbeitet auf mehreren Ebenen. Einerseits mit öffentlichen Aktivitäten wie Kampagnen, Plakaten, Workshops und Straßenaktionen, Fernseh- und Videospots. Andererseits mit Schulung und Beratung; so z.B. von JournalistInnen im Thema "Gewalt". Außerdem wurden in allen Ländern Präventionsstrategien zur Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, zusammen mit Ministerien, Schulen, Ombudsmännern/-frauen, Gewaltschutzeinheiten der Polizei und Frauenorganisationen.

Frauen blühen ohne Gewalt – CSR in Blumenfarmen Ecuadors

Einen besonderen Aspekt nimmt die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft ein mit dem Ziel, dass Unternehmen sich gegen Gewalt an Frauen engagieren. In diesem Bereich ist TERRE DES FEMMES mit der Workplace Policy in Deutschland sehr aktiv. In Ecuador arbeitet ComVoMujer seit 2010 inzwischen mit über 21 Blumenfarmen zusammen, damit dort die Reduzierung von Gewalt an Frauen ein Teil der Unternehmensstrategie wird. Dazu gehört die Vermittlung von Grundlagenwissen sowie Sensibilisierung und Weiterbildung von Geschäftsführung, medizinischem Personal und Beschäftigten. Informationen zur Prävention von Gewalt an Frauen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Familien ist ebenso Teil dessen.

Informationen zur Prävention von Gewalt an Frauen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familien/Blumenfarmen EcuadorInformationen zur Prävention von Gewalt an Frauen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familien/Blumenfarmen Ecuador

Projekte von TERRE DES FEMMES in Lateinamerika

Seit 2012 hat TERRE DES FEMMES mit dem Projekt MIRIAM auch eine Partnerorganisation in Nicaragua. MIRIAM ist eine anerkannte Frauenrechtsorganisation, die sich für die Menschenrechte und ganzheitliche Förderung von Frauen, Jugendlichen und Kindern einsetzt. Der Zugang zu Bildung und das Recht auf ein Leben frei von jeglicher Art von Diskriminierung und Gewalt sind zentrale Elemente.

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