Aktuelles zu Häuslicher und sexualisierter Gewalt

Anhörung im Landtag NRW „Istanbul Konvention konsequent umsetzen – Mädchen und Frauen vor Gewalt schützen“

Anhörung im NRW Landtag. Foto: © Jessica EspinozaAnhörung im NRW Landtag. Foto: © Jessica EspinozaAm 06. September 2018 fand im Landtag Nordrhein-Westfalen eine Anhörung des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen statt, um den aktuellen Antrag der Faktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen „Istanbul Konvention konsequent umsetzen – Mädchen und Frauen vor Gewalt schützen“ mit ExpertInnen der Zivilgesellschaft zu diskutieren. Im Rahmen der Anhörung wurden die Stellungnahmen der LAG Autonomer Frauenhäuser NRW, der LAG autonomer Mädchenhäuser, des Dachverbands der autonomen Frauenberatungsstellen, des Deutschen Instituts für Menschenrechte und des Deutschen Juristinnenbunds besprochen. TERRE DES FEMMES war, vertreten durch eine Mitfrau der AG sexualisierte Gewalt, ebenfalls vor Ort.

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Gewaltfrei und Gleich – Ein TERRE DES FEMMES Film gegen Häusliche Gewalt

Während der Dreharbeiten. Foto: © TERRE DES FEMMESWährend der Dreharbeiten. Foto: © TERRE DES FEMMESEs ist ein sonniger Mai-Tag, an dem sich Gesa Birkmann und Valerie Fischer von TERRE DES FEMMES (TDF) mit einer bunt gemischten Gruppe, bestehend aus neun StatistInnen, drei SchauspielerInnen, zwei ProduzentInnen und einer Regieassistentin, im Kunsthaus ACUD in Berlin treffen. Für die nächsten neun Stunden ist viel geplant, in dieser Zeit soll der neue TDF-Film „Gewaltfrei und Gleich“ zum Thema Häusliche Gewalt gedreht werden. Das Konzept zum Film wurde gemeinsam von Andrea Iannetta und Javeh Asefdjah entwickelt. Diese hatten sich bei einem, von TDF veranstalteten, Wettbewerb beworben und überzeugten mit ihrer Idee.

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Aktion 2018 „Finde den Fehler“ #gegenGewalt

Aktion Finde den Fehler


 
Hilfetelefon gegen Gewalt gegen Frauen:

08000-116016

Herzlich willkommen bei TERRE DES FEMMES!

Wir freuen uns, dass unser Plakat „Finde den Fehler" Ihre Aufmerksamkeit geweckt hat und möchten Ihnen ein paar wichtige Informationen zu dem Plakat mit den vier Frauen weitergeben.

Jede vierte Frau in Deutschland ist von Häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Dies ergibt sich aus einer repräsentativen Studie des BMFSFJ: rund 25% aller in Deutschland lebenden Frauen haben schon einmal Formen körperlicher oder sexueller Gewalt (oder beides) durch aktuelle oder frühere BeziehungspartnerInnen erlebt (BMFSFJ 2004:9). Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommt auch die im März 2014 veröffentlichte repräsentative Studie der Europäischen Grundrechteagentur zum Ausmaß von Gewalt gegen Frauen in Europa. Deutschland nimmt im europäischen Vergleich damit bei Häuslicher Gewalt eine "Spitzen"position ein.

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Istanbul-Konvention tritt in Kraft

Ab heute, dem 1. Februar 2018, tritt die Istanbul-Konvention auch in Deutschland in Kraft, nachdem sie von Bundestag und Bundesrat im November letzten Jahres ratifiziert worden war. Das Inkrafttreten der Konvention ist ein Meilenstein für die Umsetzung von Menschenrechten in Deutschland, insbesondere für Schutz und in der Unterstützung von Mädchen und Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt.

Mit der Ratifizierung ist der Schutz von Frauen vor Gewalt aber nicht erledigt, sondern fängt erst an: Die Bundesregierung muss nun einen umfassenden Plan vorlegen, wie sie zukünftig Frauen besser vor Gewalt schützen möchte. Die bestehenden Hilfsangebote sind nicht ausreichend, wie die erschreckend hohen Zahlen zu Häuslicher Gewalt zeigen. So ist das Hilfesystem in Deutschland nach wie vor unterfinanziert. Immer wieder müssen Frauenhäuser Frauen abweisen, weil sie keine Kapazitäten mehr haben. Viele Frauenberatungsstellen können ihre Angebote nur durch ehrenamtliche Arbeit aufrechterhalten oder müssen Beratungsanfragen ablehnen.

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Risikofaktor Beziehung: Zahlen zu Häuslicher Gewalt steigen weiter an

Anlässlich des 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, hat das Bundeskriminalamt die „Kriminalstatistische Auswertung zu Gewalt in Partnerschaften“ veröffentlicht. Im Vergleich zu 2015 sind die Zahlen in 2016 weiter angestiegen:

Die Polizei registrierte über 108.956 Fälle von Häuslicher Gewalt an Frauen. Das ist ein Anstieg von 4,5 Prozent zum Vorjahr. Besonders gravierend ist der Anstieg bei Mord und Totschlag: Die Fälle von Mord, versuchten Mord und Totschlag sind um acht Prozent auf 357 gestiegen.

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Sexualstrafrecht - #metoo bestätigt im Nachhinein Wichtigkeit der Reform

Wie sehr die Themen sexualisierte Gewalt und sexualisierte Belästigung die Menschen weltweit bewegen, zeigt sich in diesen Tagen sehr deutlich durch die millionenfachen Beiträge im Internet unter #MeToo. Ausgehend von den Veröffentlichungen der Belästigungen des Filmregisseurs Harvey Weinstein in der Filmbranche haben Millionen von Frauen deutlich gemacht: sexuelle Belästigung – und auch sexualisierte Gewalt – sind trauriger Alltag der meisten Frauen und Mädchen weltweit.

Wir feiern die Reform! Foto: © Deutscher FrauenratWir feiern die Reform! Foto: © Deutscher FrauenratSo erschütternd die Beiträge teilweise auch sind, zeigen sie doch auf, wie wichtig die Reform des Sexualstrafrechts vor einem Jahr gewesen ist. Denn – kaum zu glauben – bis dato galt die sexuelle Belästigung nicht als Straftat. Dies hat sich mit der Reform geändert. Zudem wurde der Grundsatz „Nein heißt Nein“ im Strafrecht verankert, wodurch mehr Fälle von Vergewaltigungen unter Strafe gestellt wurden.

Das Gute an der Diskussion um #MeToo ist nicht nur, dass der Mantel des Schweigens um sexualisierte Gewalt gelüftet wird, sondern auch, dass die ganze Bandbreite von sexualisierter Gewalt aufgezeigt wird – vom „einfachen“ Sexismus bis hin zur Vergewaltigung. Dies geschieht erfreulicherweise ohne einen rassistischen Unterton, wie es zuletzt im Bundestagswahlkampf der Fall war.

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Sexualisierte Gewalt an Hochschule: EU-Studie fördert drastische Zahlen zutage

Demo "Nein heisst Nein". Foto: © TERRE DES FEMMESDemo "Nein heisst Nein". Foto: © TERRE DES FEMMESSexualisierte Gewalt ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. In welchem Ausmaß Menschen davon betroffen sind, wird uns nun erneut durch #metoo vor Augen geführt - ein Tweet, der Betroffene von sexualisierter Gewalt dazu ermutigt, ihre Stimme zu erheben und eigene Erfahrungen zu teilen. Die Posts bewegen Millionen von Menschen dazu, das Thema in den sozialen Medien zu diskutieren. Die Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfe gegen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein waren Anlass für den medialen Aufruhr und zeigen auf drastische Weise, wie weit verbreitet Sexismus und sexualisierte Gewalt in der Filmindustrie sind.

Dabei beschränken sich solche Geschehnisse nicht auf die Branche des Films und Fernsehens. Sexismus und sexualisierte Gewalt sind allgegenwärtig: von Schulen über Hochschulen bis zum Arbeitsplatz. Damit verbunden ist häufig ein Machtgefälle, das es den Betroffenen extrem schwer macht, sich gegen die Taten zur Wehr zu setzen.

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