Unterschiedliche Arten der Gewalt

Häusliche Gewalt oder bei Jugendlichen besser Beziehungsgewalt genannt beinhaltet verschiedene Formen der Gewalt, wie anhand der Zahlen zu erkennen ist. Die am häufigsten auftretende Form der Gewalt unter Jugendlichen ist die sexualisierte Gewalt. Aber auch die anderen Gewaltformen sind nicht zu unterschätzen bzw. überschneiden sich häufig die verschiedenen Formen der Gewalt. Bis auf die körperliche Gewalt können die Gewaltformen auch über das Internet ausgeübt werden. Betroffen von der Gewalt sind vor allem Mädchen, aber auch Jungen sind Gewalt in ihrer Beziehung ausgesetzt.

1. Körperliche Gewalt:
Ohrfeigen, Schläge, Tritte, Stöße, Würgen, Fesseln, Beißen, Angriffe mit Waffen aller Art oder mit Gegenständen.

2. Psychische Gewalt:
Drohungen, Beleidigungen, Demütigungen, Anschreien, Erpressen, Schuldzuweisungen, Lächerlichmachen und Erniedrigen in der Öffentlichkeit.

3. Soziale Gewalt:
Verbot bzw. Kontrolle von Kontakten zu anderen, Kontrollanrufe, Überprüfung des Handys, der E-Mails und anderer sozialer Netzwerke. Tritt häufig bei sehr eifersüchtigen Personen auf.

4. Sexualisierte Gewalt / Vergewaltigungen:
Beginnt bereits bei frauenfeindlicher Sprache, anzüglichen Blicken oder verbalen Belästigungen und geht über zu ungewollten sexuellen Berührungen bis hin zum erzwungenen Geschlechtsverkehr. Auch Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung zählen als Formen der sexualisierten Gewalt.

5. Stalking / Cyber-Stalking:
Stalking bedeutet das beharrliche Nachstellen einer Person durch ständige Telefonanrufe (Telefonterror), Zusenden von Briefen, E-Mails und SMS-Nachrichten oder Geschenken und/oder das andauernde Beobachten und Verfolgen der Betroffenen.

Als Cyberstalking werden alle Stalkingtätigkeiten bezeichnet, die mit Hilfe von technischen Kommunikationsmitteln wie z.B. über das Handy, das Internet, per E-Mail usw. durchgeführt werden. Häufig bleibt der Täter oder die Täterin dabei anonym.

6. Mobbing / Cyber-Bullying
Verschicken bzw. Bereitstellen von verfälschten, peinlichen oder offenherzigen Bildern, Videos oder Informationen übers Handy oder Internet.

Ein zunehmendes Problem: In einer amerikanischen Studie gibt jede vierte junge Frau zwischen 12 und 19 Jahren an, schon einmal im Internet oder per Handy Nacktfotos von sich selbst zur Schau gestellt oder verschickt zu haben. Mehr als die Hälfte dieser jungen Frauen gibt an, dass dies auf Druck des Beziehungspartners oder unter Zwang geschehen ist.


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