Berliner Bezirksverwaltung setzt erstmalig Workplace Policy um

Die Berliner Bezirksverwaltung Reinickendorf positioniert sich als erste Behörde Berlins gegen Häusliche Gewalt am Arbeitsplatz.

Mit der Unterschrift des Bürgermeisters Frank Balzer wurde es amtlich: Seit Mitte Februar besteht zwischen dem Bürgermeister und der Beschäftigtenvertretung im Berliner Stadtteil Reinickendorf die Vereinbarung, Betroffene von Häuslicher Gewalt zu unterstützen.

Bezirksbürgermeister Frank Balzer
Bezirksbürgermeister
Frank Balzer

Mit der Einführung der sogenannten Workplace Policy zeigt das Bezirksamt, das Häusliche Gewalt keine Privatsache ist. Zu den Maßnahmen gehören beispielsweise die Vereinbarungen von flexiblen Arbeitszeiten, Auskunftssperren bezüglich Telefonnummern und Adresse, ggf. Zuteilung eines neuen Aufgabengebietes und aber auch die Sensibilisierung der Vorgesetzten und der Verweis auf externe Hilfsangebote.

Die Bezirksverwaltung ist sich bewusst, dass von Häuslicher Gewalt größtenteils Frauen betroffen sind. Jede vierte Frau in Deutschland hat in ihrem Leben Gewalt in Form von physischer, sexueller, psychischer oder finanzieller Hinsicht erlebt. Die Folgen dieser Gewalterfahrungen bekommen auch die ArbeitgeberInnen zu spüren: Betroffene MitarbeiterInnen leiden häufig unter Angstzuständen, Unkonzentriertheit und natürlich unter den körperlichen Verletzungen. Sie sind in ihrer Arbeitsleistung eingeschränkt und verursachen somit Kosten für das Unternehmen.

Mit der Betriebsvereinbarung, die in Zusammenarbeit mit TERRE DES FEMMES erstellt wurde, möchte das Bezirksamt seine MitarbeiterInnen ermutigen, das Gespräch am Arbeitsplatz zu suchen und zeigt seine Unterstützung für Betroffene.

 

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