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Frühsommer 2010: TDF gegen Häusliche Gewalt in Russland aktiv

Getreu dem Programmtitel „Building Civil Society through Women’s Coalition“  kooperiert TERRE DES FEMMES seit kurzem mit dem Verein „Projekt Kesher“ in Russland. Vom 22. Mai bis 31. Mai 2010 fand nun die erste spannende Reise nach Russland statt.

TERRE DES FEMMES war hierfür als Expertin zum Thema Häusliche Gewalt eingeladen und sollte über die Entwicklung und Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland berichten. Während der gesamten Zeit fand ein sehr intensiver Austausch mit engagierten Frauenrechtlerinnen in unterschiedlichen Städten Russlands statt – Wolgograd, Orel und Moskau.

Workshop in VologradBeeindruckend in Wolgograd waren die Offenheit und der starke Wunsch, sich über die Handhabung von Häuslicher Gewalt auf den unterschiedlichen Ebenen in Deutschland zu informieren. Besonders intensiv war der Austausch zum Punkt „ Wie sollte mit Betroffenen von Häuslicher Gewalt umgegangen werden?“ und „Wie gestaltet es sich in Deutschland?“.

Der Workshop endete vor allem mit der Einsicht, dass noch vieles für ein gewaltfreies Leben von Frauen und Mädchen getan werden muss, aber sich im Besonderen der gemeinsame Einsatz sehr lohnt, wenn er am Ende Früchte trägt. Viele Teilnehmende sprachen sich deshalb für eine engere Zusammenarbeit aus, um das Thema Häusliche Gewalt weiter in die Öffentlichkeit zu tragen und die Politik in die Pflicht zu nehmen.

In Orel erwartete TERRE DES FEMMES ein runder Tisch zu dem Thema „Gewalt gegen Frauen in unterschiedlichen Facetten“, eine Konferenz am Institut für Wirtschaft und ein Workshop mit Vertreterinnen von Frauenrechtsorganisationen und betroffenen Berufsgruppen. Ca. 60 Studierende nahmen an dem runden Tisch teil, dessen Schwerpunkt nach einer allgemeinen Einführung in die Arbeit von TDF auf dem Gewaltschutzgesetz lag.


Die Institutsleiterin sprach sich am Ende des runden Tisches dafür aus, die Idee des Zusammentreffens von unterschiedlichen MultiplikatorInnen in ihrem Institut zu verankern, um zu  einer Verbesserung der Situation von Gewalt betroffenen Frauen beizutragen. Die Teilnehmerinnen des Workshops waren vor allem von deutschen Frauenhäusern als Schutzeinrichtung für Frauen und Kinder begeistert. Es gibt nicht ein einziges Frauenhaus in Russland und das einzige, welches in Moskau existierte, wurde wieder wegen finanziellen Nöten geschlossen. Viele Teilnehmerinnen wussten nicht, was ein Frauenhaus ist und stellten deshalb sehr viele Fragen zur Finanzierung und Organisation.

Die klare Aussage „Gemeinsam sind wir stark“ beschreibt den Tenor der gesamten Reise und auch der Wille zur Veränderung war allgegenwärtig und so dankt TERRE DES FEMMES und Projekt Kesher der europäischen Kommission und ihrem EuropeAid Programm für die Unterstützung dieses Projekts. Denn ein enger Schulterschluss aller Kräfte gegen Häusliche Gewalt ist der erste Schritt, um die meistverbreitete Gewalt gegen Frauen weltweit zu bekämpfen.