TERRE DES FEMMES engagiert sich gegen Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung

TERRE DES FEMMES erinnert an "Ehren"-Mordopfer. Foto: © TERRE DES FEMMESTERRE DES FEMMES erinnert an "Ehren"-Mordopfer.
Foto: © TERRE DES FEMMES

Einer der Auslöser TERRE DES FEMMES 1981 zu gründen war ein Artikel über "Ehren"-Morde, seither arbeiten wir intensiv zu dem Thema. Allein in den letzten drei Jahren (2014-2016) haben wir über 760 Mädchen und Frauen beraten.

TERRE DES FEMMES klärt die Öffentlichkeit auf - mit Erfolg: Unsere Kampagnen "Stoppt Zwangsheirat" (PDF-Datei) und "NEIN zu Verbrechen im Namen der Ehre" (PDF-Datei) haben das Tabu gebrochen und die Verbrechen öffentlich gemacht. Mit unserem 2-jährigen Schwerpunktthema STOP Frühehen (PDF-Datei) haben wir uns national und international für eine Abschaffung von Frühehen/Zwangsheirat Minderjähriger eingesetzt.

Wir haben Politiker/innen aufgerüttelt und den dringenden Handlungsbedarf aufgezeigt. Inzwischen führen immer mehr Bundesländer Projekte zum Schutz gegen Zwangsverheiratung durch. Gesetzesänderungen wurden bereits verabschiedet - so trat im Juli 2017 das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Kraft. Nun gilt ausnahmslos das Mindestheiratsalter von 18 Jahren, und Minderjährige dürfen nicht mehr in einer religiösen oder traditionellen Handlung verlobt oder verheiratet werden. Ehen, die mit Minderjährigen (im Ausland) geschlossen wurden, sind entweder nichtig (Eheschließung unter 16 Jahren) oder aufhebbar (Eheschließung zwischen 16 und 18 Jahren). Seit 2011 kann Zwangsverheiratung mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Um Betroffene zielgerichtet zu unterstützen, wurden Fachkräfte unterschiedlicher Behörden fortgebildet. Weiterhin kann nun auch strafrechtlich verfolgt werden, wer eine Person nicht-deutscher Staatsangehörigkeit, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, im Ausland zwangsverheiratet.

TERRE DES FEMMES kämpft für ein Verbot von Frühehen. Foto: © Uwe SteinertTERRE DES FEMMES kämpft für ein Verbot von Frühehen.
Foto: © Uwe Steinert

Da Gewalt im Namen der Ehre bei Verboten und Kontrollen beginnt, aber über Drohungen bis hin zu seelischer und körperlicher Gewalt reicht, bietet unsere TERRE DES FEMMES-Fachberatungsstelle Beratung und Hilfe für Mädchen und Frauen an.

Auf unserem Jugendportal www.zwangsheirat.de finden Betroffene schnell eine Beratungsstelle, Fachkräfte und Interessierte informieren sich auf dem Fachkräfteportal.

Erfahren Sie mehr über unsere derzeitigen Aktivitäten und unsere bisherige Arbeit.

Lesen Sie mehr zu unserer Arbeit: "TDF-Flyer: Gemeinsam gegen Gewalt im Namen der Ehre" (PDF-Datei, 0,5 MB).

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