TERRE DES FEMMES hat vor allem für die Durchsetzung des Mindestheiratsalter 18 Jahre ohne Ausnahme viel geleistet. Für die Umsetzung dieser Forderung konnten im Mai letzten Jahres für die Aktion „Frühehen stoppen – Bildung statt Heirat“ über 100.000 Unterschriften gesammelt und dem Justizministerium vorgelegt werden.

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2017 hat der Bundestag ein Gesetz zur Bekämpfung von Frühehen (PDF-Datei) verabschiedet, das Betroffene besser schützen soll. Bisher gab es noch eine Ausnahmeregelung, mit der man ab 16 Jahren heiraten konnte. Mit dem Beschluss des neuen Gesetzes wurde das Mindestheiratsalters in Deutschland auf 18 Jahre ohne Ausnahme festgelegt. Zudem werden Ehen, die im Ausland mit Minderjährigen geschlossen werden, zukünftig in Deutschland nicht mehr anerkannt bzw. aufgehoben.

Einen Beitrag leistete TERRE DES FEMMES zum Bericht „Preventing and eliminating child, early and forced marriage“ (PDF-Datei) des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR). Auch zum derzeitigen OHCHR-Bericht zu den „Fortschritten im Kampf gegen Frühverheiratungen“ hat TERRE DES FEMMES in einer Stellungnahme auf die Gesetzeslücken in Deutschland hingewiesen.

Die „Beseitigung aller schädlichen traditionellen Praktiken, wie Kinder-, Früh- und Zwangsheirat und weiblicher Genitalverstümmelung“ wurde als Unterpunkt zu Ziel 5 „Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen“ 2015 in die Agenda 2030 (Englisch, PDF-Datei) aufgenommen. Dafür setzte sich TERRE DES FEMMES im globalen Netzwerk „Girls not Brides“ gemeinsam mit anderen NGOs ein.

TERRE DES FEMMES hat durch intensive Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit das Thema Frühehen in die Medien gebracht und war gefragte Gesprächs- und Interviewpartnerin für Presse und Politik.

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