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Aktuelles zum Thema Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung

Den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Frühehen nicht mehr ignorieren!

Durch den Klimawandel verursachte Katastrophen können Familien in extreme Armut stürzen, was fatale Auswirkungen auf das Leben der Mädchen hat. „Wenn Frauen in der Klimapolitik übergangen werden“, werden schädigende Praktiken wie Frühehen sowie ganz allgemein Gewalt gegen Frauen weiterbestehen. Daher müssen Frauen, ähnlich wie bei der Integration der Frauenperspektive in Friedenverhandlungen (UN-Resolution 1325), stärker bei der Bekämpfung des Klimawandels einbezogen werden.

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Als erster US-Staat verbietet Delaware Frühehen

Am 9. Mai 2018 unterzeichnete der Gouverneur des US-Bundesstaates Delaware einen Gesetzentwurf, der Eheschließungen unter 18 Jahren untersagt. Somit ist Delaware der erste und bis jetzt einzige Bundesstaat in den USA, welcher Eheschließungen mit mindestens einer minderjährigen Person ohne Ausnahmen verbietet. Der Zusatz „ohne Ausnahmen“ ist ein wichtiger, denn obwohl das Mindestheiratsalter in den meisten US-Bundesstaaten bei 18 Jahren liegt, werden Ehen mit Minderjährigen geschlossen. Der Grund dafür: Es gibt viele und vor allem sehr großzügig definierte Ausnahmefälle. Dazu gehören die Erlaubnis der Eltern, eine richterliche Genehmigung oder eine Schwangerschaft. Hinzu kommt, dass 23 Staaten für diese Ausnahmeregelungen kein Mindestalter festlegen. Laut Human Rights Watch, wurden zwischen 2000 und 2010 167.000 Kinder in insgesamt 38 Staaten der USA verheiratet – manche von ihnen waren zu dem Zeitpunkt der Eheschließung gerade einmal 12 Jahre alt. Aktuellere Zahlen des Pew Research Centers besagen, dass im Jahre 2014 fast 60.000 15- bis 17-Jährige in den Vereinigten Staaten verheiratet waren.

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10. Todestag von Morsal Obeidi: Gedenkveranstaltung in Hamburg am 15.5.18

Städtegruppe Hamburg gedenkt Morsal Obeidi 15.5.2018, 10.Todestag. Foto: © Antje LangethalStädtegruppe Hamburg gedenkt Morsal Obeidi 15.5.2018, 10.Todestag. Foto: © Antje LangethalAm 15. Mai 2008 wurde die 16 Jahre alte Deutsch-Afghanin Morsal Obeidi von ihrem älteren Bruder Ahmad mit über zwanzig Messerstichen in Hamburg getötet. Beweggrund für diesen so genannten Ehrenmord war Morsals Wunsch, frei und selbstbestimmt zu leben. Die Familie, mit ihrer strikten Lebensweise und ihren überkommenen Traditionen, konnte dieses Bestreben nicht akzeptieren und reagierte darauf zunächst mit Gewalt und zu guter Letzt mit ihrer Ermordung.

Anlässlich des zehnten Todestages von Morsal Obeidi erinnerten die Frauen der Städtegruppe Hamburg von TERRE DES FEMMES an ihr Schicksal. Zwischen 16 und 18 Uhr hielten sie am Ort des Geschehens, dem Übergang der S- und U-Bahnhaltestelle Berliner Tor, eine Mahnwache. Die Frauen nutzen die zwei Stunden nicht nur um Morsal zu gedenken, sondern auch, um die Öffentlichkeit für das Thema Ehrenmord zu sensibilisieren. PressevertreterInnen von öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern waren ebenfalls anwesend.

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Schädigende traditionelle Praktiken verhindern - Helfen Sie uns, Mädchen und Frauen davor zu schützen

Foto: © kmiragaya - Fotolia.comFoto: © kmiragaya - Fotolia.comEine 14-jährige Syrerin wurde auf der Flucht verlobt und soll nun zwangsverheiratet werden. Ihre Betreuerin in der Unterkunft meldet sich bei uns. Sie möchte sich beraten lassen, wie sie dem Mädchen ganz konkret helfen kann.

Dieser Fall ist kein Einzelfall. Viele Mädchen und Frauen sind von schädigenden traditionellen Praktiken wie Frühverheiratung oder weiblicher Genitalverstümmelung bedroht oder betroffen – in ihren Herkunftsländern, auf der Flucht oder hier in Deutschland.

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Zahl der angezeigten Zwangsheiraten 2017 erneut gestiegen

PKS AlterderOpfer Zwangsheirat rFAltersverteilung der Opfer. Quelle: PKS 2018Am 8. Mai 2018 wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2017 veröffentlicht. Die Statistik liefert unter anderem auch Auskunft über die Zahlen bezüglich Zwangsheirat nach §237 StGB. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 75 Fälle von Zwangsheirat in Deutschland angezeigt, darunter 44 Versuche. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 67 erfassten Zwangsheiraten und Zwangsheiratsversuchen, 2015 bei 50.

Unter den 81 Opfern gibt es 75 weibliche und sechs männliche Betroffene. 72 Prozent der 110 Tatverdächtigen sind männlich.

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