Aktuelles zum Thema Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung

Erste Schulungen zum Thema „STOP harmful traditional practices“ in Berlin erfolgreich angelaufen

Lebhafte Diskussionen im Rahmen der sommerlichen Schulungen. Foto: © TERRE DES FEMMESLebhafte Diskussionen im Rahmen der sommerlichen Schulungen.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Im Rahmen des von Aktion Mensch geförderten Projektes „STOP harmful traditional practices – patriarchale Gewalt verhindern“ sind im Sommer 2017 die ersten Schulungen sehr erfolgreich angelaufen.

Ziel des Projektes, welches über drei Jahre in Berlin läuft, ist zum einen, haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen von Stadtteil- und Familienzentren sowie von Flüchtlingseinrichtungen mit gezielten Schulungen zu sensibilisieren und konkrete Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen. Zum anderen bietet TERRE DES FEMMES betroffenen Mädchen und Frauen notwendige Hilfe in Form von professioneller Beratung, Sensibilisierung und Prävention.

Weiterlesen ...

Wir haben es geschafft: Bundestag beschließt Gesetz gegen Frühehen

Wir haben es geschafft!!!

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2017 hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, das Frühehen verhindern bzw. Betroffene besser schützen soll. Kernpunkt ist zum einen die Festlegung des Mindestheiratsalters in Deutschland auf 18 Jahre. Bisher gab es noch eine Ausnahmeregelung, mit der man ab 16 Jahren heiraten konnte. Zum anderen werden Ehen, die im Ausland von Minderjährigen geschlossen werden, zukünftig in Deutschland nicht mehr anerkannt bzw. aufgehoben. TERRE DES FEMMES hat sich im Rahmen des Schwerpunktes „STOP Frühehen!“ vor allem für ein Mindestheiratsalter von 18 Jahren eingesetzt und dem Bundesjustizministerium vor einem Jahr 108.811 gesammelte Unterschriften übergeben. Zu den ErstunterzeichnerInnen der Petition „Frühehen stoppen – Bildung statt Heirat!“ gehören u.a. Sibel Kekilli, Nazan Eckes, der deutsche Juristinnenbund und die deutsche Kinderhilfe. Der nun erzielte Erfolg zeigt: Hartnäckigkeit zahlt sich aus!

Weiterlesen ...

Sürücü-Brüder in Istanbul freigesprochen

Im Prozess gegen die Brüder Mutlu, 38, und Alpaslan Sürücü, 36, ist am Dienstag, den 30. Mai das Urteil gefallen. Die Brüder, die wegen Beihilfe zur vorsätzlichen Tötung ihrer Schwester Hatun Sürücü angeklagt waren, sind aufgrund mangelnder Beweislage in allen Punkten freigesprochen worden. In der Begründung des zuständigen Istanbuler Gerichts hieß es, es hätten "nicht genügend eindeutige und glaubhafte, klare Beweise gefunden werden können".

Die 23-jährige Hatun Sürücü wurde von am 7. Februar 2005 auf offener Straße in Berlin-Tempelhof von ihrem jüngeren Bruder erschossen, weil sie ein freies und selbstbestimmtes Leben führen wollte. Sie hatte sich aus einer Ehe befreit, zu der sie im Alter von 15 Jahren gezwungen wurde. Damit verstieß sie gegen die strengen Regeln ihrer Familie und beschmutzte nach deren Verständnis die Familienehre.

Weiterlesen ...

Bericht zur öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss

Der in den Bundestag eingebrachte Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Kinderehen (PDF) wurde am Mittwoch, dem 17. Mai 2017 in einer öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss behandelt.

Gemäß dem Entwurf soll das Ehemündigkeitsalter in Deutschland ausnahmslos auf 18 Jahre festgelegt werden. Die bisherige Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen schon mit 16 zu heiraten, wird abgeschafft. Demnach sollen auch Ehen, die im Ausland mit Personen unter 16 Jahren geschlossen worden sind, nicht anerkannt werden. Ehen, die im Ausland mit Personen zwischen 16 und 18 Jahren geschlossen wurden, sollen durch ein Gerichtsverfahren beim Familiengericht aufgehoben werden. Nur in wenigen Ausnahmen (Härtefällen) sollen diese Ehen in Deutschland noch weiterhin Bestand haben.

Zu dem Entwurf haben acht Sachverständige Stellung bezogen, darunter auch die TERRE DES FEMMES-Referentin zu Gewalt im Namen der Ehre, Monika Michell.

Weiterlesen ...

Öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung von Frühehen

TERRE DES FEMMES Aktion gegen Fruehehen. Foto: © Uwe SteinertDer Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung von Frühehen wurde am 21. April 2017 in den Bundestag eingebracht und an die zuständigen Ausschüsse weitergeleitet. Er wird am 17. Mai 2017 in einer öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss behandelt und soll noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden.

Bisher war es in Deutschland möglich, mit Ausnahmegenehmigung des jeweiligen Familiengerichtes bereits mit 16 Jahren zu heiraten. Der Gesetzesentwurf zur Bekämpfung von Frühehen sieht vor, das Mindestheiratsalter in Deutschland auf 18 Jahre ohne Ausnahmen festzusetzen.

Für die Umsetzung dieser Forderung haben wir bereits viel geleistet! Im Mai letzten Jahres konnte TERRE DES FEMMES dem Justizministerium über 100.000 gesammelte Unterschriften zur Durchsetzung des Mindestheiratsalters 18 Jahre ohne Ausnahme überreichen.

Weiterlesen ...

Logo Transparenzinitiative   

Feed-Einträge