Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Europäischer Tag gegen Menschenhandel (18.10.2017)

Foto: © Bernd Vonau / photocase.deAm Europäischen Tag gegen Menschenhandel möchte TERRE DES FEMMES auf die weiterhin prekäre Situation für Betroffene von Frauenhandel in Deutschland aufmerksam machen. Deutschland ist sowohl ein Herkunftsland, Transitland als auch Zielland des Frauenhandels, der in kriminellen Netzwerken auf europäischer und internationaler Ebene organisiert ist. Unser Ziel ist eine Welt ohne Menschenhandel, doch hier ist noch viel zu tun, insbesondere im Bereich der Prävention sowie bei Strafverfolgung und Opferrechten.

Es gibt in Deutschland weiterhin keine spezialisierte Schutzunterkunft für minderjährige Betroffene von Menschenhandel. Auch für volljährige Betroffene von Menschenhandel stehen nicht genügend Schutz- und Zufluchtswohnungen zur Verfügung. Während manche Bundesländer mehrere Fachberatungsstellen zu Menschenhandel haben, gibt es in einigen Bundesländern nur eine oder sogar gar keine Fachberatungsstelle. Hier hat das Gewaltschutzsystem in Deutschland noch große Lücken. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot für Betroffene von Frauenhandel muss flächendeckend, sicher finanziert und niederschwellig angelegt sein.

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Internationaler Tag gegen Menschenhandel 2017

Foto: © Microgen - fotolia.comFoto: © Microgen - fotolia.comVor drei Jahren bestimmte die UN den 30. Juli als den Internationalen Tag gegen Menschenhandel. TERRE DES FEMMES möchte aus diesem Anlass die Aufmerksamkeit auf eines unsere Schwerpunktthemen lenken. Deutschland ist sowohl ein Herkunftsland, Transitland als auch Zielland des Frauenhandels, der in kriminellen Netzwerken auf europäischer und internationaler Ebene organisiert ist. Ein Großteil der Betroffenen von Menschenhandel sind Mädchen und Frauen, daher nutzt TERRE DES FEMMES den Begriff "Frauenhandel," um auf den systematischen Charakter dieser Gewalt an Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen. Frauenhandel ist eine besonders schwerwiegende Verletzung der Menschenwürde, die mehr Frauen trifft als in offiziellen Statistiken des Bundeskriminalamts gezählt werden.

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Prostituiertenschutzgesetz tritt in Kraft

2017 ProstSchGAm 01.07.2017 ist das neue Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. Dennoch hinkt die Umsetzung in vielen Bundesländern hinterher, so dass es mehrere Übergangslösungen geben wird.

TERRE DES FEMMES hat als Menschenrechtsorganisation den gesetzgeberischen Prozess kritisch begleitet. Als Frauenrechtsorganisation setzen wir uns für eine Welt ohne Prostitution ein. Daher fordert TERRE DES FEMMES die Einführung des Sexkaufverbots in Deutschland mit der Kriminalisierung der Sexkäufer und Ausstiegsprogrammen für Prostituierte. TERRE DES FEMMES bedauert, dass die Bundesregierung sich mit dem Prostituiertenschutzgesetz gegen einen solchen Perspektivenwechsel in der Prostitutionspolitik entschieden hat.

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Auftakt der #RotlichtAus-Kampagne

RotlichtAus LogoAm 29.06.2017 wird die #RotlichtAus-Kampagne offiziell gestartet, die auch von TERRE DES FEMMES unterstützt wird. Die Kampagne fordert die Einführung des abolitionistischen Modells in Deutschland. Dies bedeutet ein Sexkaufverbot und die gleichzeitige Finanzierung von Ausstiegsprogrammen für Prostituierte. Als Auftakt der Kampagne findet dazu eine Pressekonferenz in den Räumen der Landespressekonferenz in Stuttgart statt, um die Kampagne vorzustellen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Jeder kann durch Spenden oder Engagement UnterstützerIn der Kampagne werden, nähere Infos siehe auf der Homepage von #RotlichtAus: http://rotlichtaus.de/

 

Treffen der EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel

 

v.l.n.r.: Roshan Heiler, Nadia Kozhouharova, Andrea Tivig. Foto: © TERRE DES FEMMESv.l.n.r.: Roshan Heiler, Nadia Kozhouharova, Andrea Tivig. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 30.-31. Mai 2017 fand in Brüssel das halbjährlich stattfindende Treffen der EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel statt. Über 100 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen kamen hier zusammen, um sich über europäische Entwicklungen im Bereich Frauenhandel und Menschenhandel auszutauschen und untereinander zu vernetzen. Dr. Andrea Tivig nahm als TERRE DES FEMMES Referentin für den Bereich Frauenhandel und Prostitution an dem Treffen teil.

Hauptthema der Veranstaltung waren die Verbindungen zwischen Frauenhandel und anderen Formen von Gewalt gegen Frauen sowie europäische Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte gegen Menschenhandel. Die Kommission arbeitet zur Zeit an der 2016+ Strategie gegen Menschenhandel, die auch den Aspekt des Menschenhandels als organisierte Kriminalität beinhaltet.

 

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