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Bildung schafft Integration: Auftakt des gemeinsamen Projekts von TERRE DES FEMMES und der IG BCE für geflüchtete Frauen

Christa Stolle bei der Präsentation des Projekts (v.l.n.r.): Edeltraud Glänzer, Moderatorin, Christa Stolle, Petra Reinbold-Knape. Foto: © Nicole StrasserPräsentation des Projekts (v.l.n.r.): Edeltraud Glänzer, Moderatorin, Christa Stolle, Petra Reinbold-Knape.
Foto: © Nicole Strasser
Im Rahmen des 5. Frauentags der IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) in Hannover eröffnete TERRE DES FEMMES Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle am 26.05.16 gemeinsam mit Edeltraud Glänzer, stellvertretende Vorsitzende der IG BCE, und Petra Reinbold-Knape, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE, das Kooperationsprojekt "Bildung schafft Integration". Die auf vier Jahre angelegte Kooperation hat sich zum Ziel gesetzt, geflüchtete Frauen zu stärken und diesen Perspektiven für eine Integration zu bieten. Im Fokus stehen dabei weibliche Geflüchtete, die weder lesen noch schreiben können.

Frauen fliehen genau wie Männer aufgrund von Armut, Hunger, Krieg, Vertreibung oder politischer Unterdrückung. Zusätzlich sind Frauen auf der Flucht vor Menschenrechtsverletzungen, die Frauen aufgrund ihres Geschlechts erleiden. Dazu gehören Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung, Häusliche und sexualisierte Gewalt und weitere Formen patriarchaler Gewalt

Die überwiegende Mehrzahl der geflüchteten Frauen stammt aus Ländern, in denen ein patriarchales Rollenverständnis besonders ausgeprägt ist. In der Hoffnung auf ein besseres, friedlicheres Leben kommen diese Frauen in Deutschland an. Sie starten ein neues Leben in einer Kultur, die ihnen fremd ist. Sie kennen weder die Gesetze und Regeln des Landes noch sprechen sie die Sprache. Deshalb brauchen sie auf ihrem Integrationsweg vielfältige Unterstützung.

TERRE DES FEMMES und die IG BCE - Frauen setzen sich dafür ein, dass sich geflüchtete Frauen in Deutschland informieren und zurechtfinden können. In vielen Fällen ist eine Kommunikation über Schrift kurz nach Ankunft der Frauen in Deutschland nicht möglich – aber gerade zu diesem Zeitpunkt ist der Bedarf an Unterstützung am größten.

Viele Frauen können noch kein oder nur ungenügend Deutsch und viele andere können weder lesen noch schreiben, auch nicht in der Sprache ihres Herkunftslandes. Von daher müssen die Wege in die Integration über leichte Sprache oder Bilder, die klare Botschaften signalisieren, begleitet werden.

Das Projekt "Bildung schafft Integration" zielt darauf ab, zunächst einen Informationsfilm für geflüchtete Frauen zu entwickeln, der über Frauenrechte und Gleichberechtigung in Deutschland aufklärt. Dieser Film soll auf einfach zu verstehenden Bildern basieren und für Frauen, unabhängig von Herkunft und Bildungsgrad, zu verstehen sein.

Der Film wird über verschiedene Homepages sowie auf YouTube zur Verfügung gestellt und ist somit auch über das Smartphone abrufbar. Für viele geflüchtete Frauen ist das Smartphone ein wichtiges Kommunikations- und Informationsmedium - sowohl auf der Flucht als auch in Deutschland.

Zusätzlich ist jeder Frau eine persönliche Beratung oderBegleitung zu wünschen. Hier setzen Patinnenprojekte, die auf die Bedürfnisse der Frauen zugeschnitten sind, an. Denn eine individuelle Unterstützung ist immer noch die vielversprechendste Art der Unterstützung. Das Projekt "Bildung schafft Integration" will in der zweiten Phase zusammen mit der IG BCE in verschiedenen deutschen Städten Patinnenprojekte etablieren. Grundlegend werden dazu die Erfahrungen aus dem gerade in Berlin gestarteten Pilotprojekt CONNECT sein, das durch die Aktion Mensch gefördert wird.

 

Stand: 05/2016